Darum gehts
- Chelsea verkauft Frauenteam an Muttergesellschaft, um Schulden zu reduzieren
- Finanzielle Tricks zur Bilanzaufbesserung sind keine Neuheit für Chelsea
- Klub vermeldet Gesamtnettogewinn von rund 148 Millionen Franken
Der FC Chelsea und sein Eigentümer Todd Boehly (51) erleben eine erfolgreiche Phase in der Premier League. Der Klub steht auf Platz 4, noch vor Dauerrivale Manchester City, und qualifiziert sich international für das Viertelfinal der Conference League gegen Legia Warschau (17.April 2025; 21.00 Uhr).
Auch die Frauenmannschaft spielt seit Jahren auf höchstem Niveau: Letztes Jahr gewannen die «Blues» zum siebten Mal die Women’s Super League in England und stehen aktuell im Halbfinale der Women’s Champions League gegen das Team von Nati-Supertalent Sydney Schertenleib (18), den FC Barcelona (27. April 2025; 15.00 Uhr). Doch nun soll das Erfolgsteam verkauft werden – der Grund: Der Klub hat Schulden.
«Ausgetrickst»
Nach Toptransfers wie Enzo Fernández (24), für den Chelsea 115 Millionen Franken zahlt, oder Mykhailo Mudryk (24), für den bis zu 90 Millionen Franken an Schachtar Donezk fliessen, sieht die finanzielle Bilanz des Klubs nicht mehr so rosig aus. Laut «The Guardian» findet Chelsea jedoch einen Weg, das Problem zu lösen – und vermeldet, dass der letztjährige Verlust in diesem Jahr in einen Gewinn umgewandelt wird. Der Trick: Das Frauenteam geht an die Muttergesellschaft Blue Co 22.
In einer offiziellen Mitteilung heisst es, der Klub profitiere von der «Veräusserung von Spielerregistrierungen und der Neupositionierung der Chelsea Football Club Women Ltd.» Am Ende steht in der Bilanz ein Gesamtnettogewinn von rund 148 Millionen Franken.
Keine Neuheit
Bereits im Vorjahr poliert der Londoner Traditionsverein seine Bilanzen auf. Damals verkauft man zwei Hotels an der Stamford Bridge an die Muttergesellschaft und verbucht dadurch einen Gewinn von 87 Millionen Franken. Seitens der Liga akzeptiert man dieses Vorgehen – und es zieht auch diesmal keine Konsequenzen nach sich.