BVB verdaddelt Führung trotz Überzahl
Ist Dortmund zu doof, um Meister zu werden?

Borussia Dortmund verspielt in Stuttgart erst eine 2:0-Führung und kassiert dann in letzter Minute den Ausgleich. Einmal mehr können die Dortmunder einen Bayern-Patzer nicht ausnutzen. Für die Kritiker ein gefundenes Fressen.
Publiziert: 15.04.2023 um 20:49 Uhr
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Aktualisiert: 16.04.2023 um 10:30 Uhr
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Die enttäuschten Dortmunder schleichen nach dem 3:3 in Stuttgart vom Platz.
Foto: Borussia Dortmund via Getty Images
Björn Lindroos

Wollen die denn überhaupt Meister werden? Eine Frage, die man sich nach dem BVB-Remis gegen das abstiegsgefährdete Stuttgart einmal mehr stellen muss.

Dabei ging es für die Dortmunder so gut los: Nach nur 33 Minuten führte man bereits mit 2:0 und knapp sechs Zeigerumdrehungen später wird VfB-Verteidiger Mavrapanos nach seiner zweiten Gelben Karte auch noch vom Platz gestellt. Eine Zwei-Tore-Führung in Überzahl zur Pause? Der Sieg scheint bereits in trockenen Tüchern.

Doch nach dem Seitenwechsel nimmt das Dortmunder Drama seinen Lauf. Zuerst kämpfen sich die zehn Stuttgarter Stehaufmännchen tatsächlich zurück – und gleichen die Partie innert sechs Minuten wieder aus.

Als dann der BVB in der Nachspielzeit mit dem 3:2 das vermeintliche Siegtor erzielt, ist der Jubel riesig. Doch das Schlusswort in dieser irren Partie gehört dem Heimteam: In der 97. Minute bringt VfB-Silas mit seinem 3:3 die Stuttgarter Mercedes-Benz Arena zum Explodieren, Dortmund kanns nicht fassen.

Herbe Kritik von Matthäus und Hamann

Die Kritiker lassen nicht lange auf sich warten: «So kannst du nicht Meister werden. Die Dortmunder nehmen die Dinge nicht an, die ihnen angeboten werden und das ist unglaublich», schimpft Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus nach dem Spiel beim «Sky».

Auch Didi Hamann zeigt sich beim TV-Sender enttäuscht über die Leistung des BVB und spricht von einem Mentalitätsproblem: «Es war natürlich eine Riesenchance für Dortmund. Wenn eins heute gezeigt wurde, ist es, dass sie wirklich ein Kopfproblem haben», so die knallharte Analyse des ehemaligen Nationalspielers.

«Fühle zu viel Wut»

BVB-Trainer Edin Terzic findet beim Interview nach dem Spiel keine Worte: «Ich fühle momentan viel zu viel Wut und Enttäuschung für eine sachliche Antwort.» Man müsse laut dem Trainer nun endlich anfangen, aus diesen «unnötigen Rückschlägen» zu lernen. Mit dem Spiel mache man sich laut Terzic zur Lachnummer des Landes: «Wir sind heute die, über die ganz Deutschland lacht.»

Lachen wird man auch in München. Denn die Borussen verpassen es, aus dem Bayern-Patzer gegen Hoffenheim Profit zu schlagen. Mit einem Sieg wären die beiden punktgleich an der Tabellenspitze gestanden, jetzt beträgt der Münchner Vorsprung weiter zwei Zähler.

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