Auf diese Chance hat er gewartet
Urs Fischer ist heiss auf den BVB-Job

Nuri Sahin ist weg. Doch wer wird neuer BVB-Coach? Die Dortmunder Wunschvorstellung lautet: ein routinierter Trainer mit Bundesliga-Erfahrung – also einer wie Urs Fischer. Der Zürcher stünde bereit! Doch Topkandidat soll mittlerweile Niko Kovac sein.
Publiziert: 22.01.2025 um 12:58 Uhr
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Aktualisiert: 22.01.2025 um 15:00 Uhr
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Steht Urs Fischer bald öfters vor der Gelben Wand?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Urs Fischer könnte neuer Trainer bei Borussia Dortmund werden
  • Fischer wartet seit seiner Entlassung bei Union auf einen Champions-League-Klub
  • BVB hat als Zehnter hat sieben Punkte Rückstand auf die Champions-League-Qualifikation
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Seit seiner Entlassung bei Union Berlin im November 2023 ist der Name von Urs Fischer schon häufiger gefallen, wenn ein Klub einen neuen Trainer suchte. Bei Bochum war es so, auch bei Schalke. Und ebenfalls beim Hamburger SV. Selbst im Zusammenhang mit Gladbach wurde über den Zürcher diskutiert, obwohl dort Gerardo Seoane immer noch im Amt ist. Und natürlich bei YB, wo nun Giorgio Contini am Ruder ist.

Was all diese Klubs gemeinsam haben? Nun, der Mann, der Union Berlin in die Bundesliga und danach in die Champions League geführt hat, interessierte sich nicht wirklich für die dortigen Jobs. Der 58-jährige Fischer hat keine grosse Lust darauf, nochmals bei Null zu beginnen oder einen wenig aussichtsreichen Abstiegskampf zu bestreiten. Die Zeit für Experimente ist vorbei. Weshalb bei all diesen möglichen Destinationen schnell mal klar war: Der Fischer machts nicht.

Minimalziel CL-Quali

Anders nun im Fall von Borussia Dortmund: Gestandene Spieler, breites Kader, hohe Qualität, grosses Potenzial. Der BVB hat zum Beispiel Celtic Glasgow mit 7:1 zerlegt. Das war eine von gerade mal zwei Niederlagen des aktuellen YB-Gegners in der gesamten Saison. Aber es gab auch Gaga-Vorstellungen wie jene beim 2:4 bei Holstein Kiel.

Viel tiefer kann der BVB also kaum noch fallen. Da ist doch alles angerichtet, diese Negativspirale zu stoppen und das Minimalziel Champions-League-Qualifikation, also Platz vier, auf den der BVB als Zehnter derzeit sieben Punkte Rückstand hat, zu erreichen.

(Noch) keinen Kontakt

Bis vor der Sahin-Entlassung soll es keinen Kontakt zwischen einem der BVB-Bosse und Fischer gegeben haben. Was zeigt: Bis zuletzt glaubte man beim letztjährigen Champions-League-Finalisten an die Wende mit Nuri Sahin. Bis zum 1:2 am Dienstagabend in Bologna.

So dürfte sich auch das mit der Kontaktnahme nun ändern. Denn Blick weiss: Genau auf solch einen Klub hat Fischer gewartet. Um das Niveau zu wahren, auf dem er zuletzt bei Union Berlin war. Und dieses hiess Champions League. Trotz des miserablen Saisonstarts im Sommer und Herbst 2023, der mit dem Aus des langjährigen Erfolgstrainers bei den «Eisernen» endete.

«Ein strenger Vatertyp»

Stellt sich noch die Frage, ob Fischer der richtige Trainertyp ist für den BVB. Ob die Erfahrung von gerade mal einem Bundesliga-Klub als ausreichend taxiert wird. Glitzer und Glamour kriegt man von dem passionierten Hobby-Fischer nicht geliefert. Weshalb die «Bild» schon geurteilt hat: «Fischer ist ein Pragmatiker, der den Spielstil seinem Spielermaterial anpasst. Ein strenger Vatertyp, der Schlendrian hasst. Für Dortmund der Richtige? Für den Unterhaltungswert der Liga wäre der schweigsame Schweizer dagegen ein Desaster.» Das könnte man dann aber auch von Typen wie Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes oder Carlo Ancelotti behaupten, um nur einige der Allergrössten zu nennen.

Grosse Konkurrenz

Fischer ist jedenfalls ready. Doch die Konkurrenz ist gross. Nachdem am Sonntag bei der «Bild» Fischer noch Kandidat Nummer eins war, ist es nun Niko Kovac (53). Der soll dem grossen Besiktas Istanbul einen Korb gegeben haben, um für den BVB frei zu sein. Mittlerweile soll der Ex-Bayern-Coach im Kandidatenranking an den bisher favorisierten Erik ten Hag (54, Ex Manchester United) und Fischer vorbeigezogen sein. Ebenso an den ebenfalls gehandelten Namen wie jenen von Weltmeister-Trainer Joachim Löw (64), Bo Svensson (45, zuletzt Union Berlin) oder Roger Schmidt (57, zuletzt Benfica Lissabon).

Sicher ist erstmal nur, dass beim Heimspiel gegen Werder Bremen am, Samstag U19-Coach Mike Tullberg (39) die Mannschaft betreuen wird.

Bundesliga
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
27
52
65
2
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
27
28
59
3
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
27
15
48
4
FSV Mainz
FSV Mainz
27
14
45
5
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
27
4
43
6
RB Leipzig
RB Leipzig
27
7
42
7
SC Freiburg
SC Freiburg
27
-3
42
8
FC Augsburg
FC Augsburg
27
-6
39
9
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
27
8
38
10
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
27
6
38
11
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
27
3
37
12
Werder Bremen
Werder Bremen
27
-10
36
13
Union Berlin
Union Berlin
27
-15
30
14
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
27
-16
27
15
FC St. Pauli
FC St. Pauli
27
-11
25
16
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
27
-20
22
17
VfL Bochum
VfL Bochum
27
-27
20
18
Holstein Kiel
Holstein Kiel
27
-29
17
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
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