Darum gehts
- Kim Dubs überwindet Final-Trauma beim FCZ-Cupsieg gegen FCB
- Dubs feiert ersten gesunden Finaleinsatz nach Verletzungen und Krankheit
- Hunderte Fans unterstützten das Team 90 Minuten lang im Letzigrund
Kim Dubs (26) und Finalspiele – diese Kombination stand bislang unter einem schlechten Stern. Bis gestern, als die Stürmerin zwar nicht trifft, aber ihren Teil dazu beiträgt, dass der FCZ gegen den FCB 1:0 gewinnt.
Als die Zürcherinnen 2023 im Playoff-Final gegen Servette ihren zuvor letzten Titel feiern, ist zwar auch Dubs in St. Gallen mit dabei, allerdings muss die Stürmerin für die Siegerehrung im Rollstuhl von ihren Teamkolleginnen auf den Platz geschoben werden. Kurz zuvor hatte sie sich die Achillessehne gerissen und wurde damit zum Pechvogel der bislang letzten FCZ-Meisterteams.
Bereits 2022 hatte Dubs den Cupfinal gegen GC wegen einer Muskelverletzung verpasst. Und als sie im letzten Jahr im Playoff-Final gegen Servette endlich fit ist, musst sie sich in der Nacht davor wegen einer Grippe mehrmals übergeben. Sie kommt zwar zum Einsatz, doch am Ende gibts für den FCZ nichts zu feiern, Servette wird Meister.
Seit gestern ist das persönliche Final-Trauma von Dubs nun aber beseitigt. «Ich bin einfach sehr sehr happy, dass ich gesund bin.» Sie glaube, es gebe nichts Schöneres, als im Letzigrund diesen Titel zu gewinnen. «Schon als kleines Kind habe ich viele Cupspiele besucht.» Die Tatsache, dass mehrere Hundert Fans aus der Südkurve das Team während 90 Minuten lautstark unterstützt hätten, mache diesen ebenfalls besonders. «Das Herz bebt in einem solchen Moment, es bedeutet uns mega viel, wenn diese Leute kommen», so Dubs.
Für die Stürmerin, die unlängst ihren Vertrag bis 2027 verlängert hat, ist der Sieg auch eine Genugtuung, nachdem das Team aufgrund der mässigen Resultate in der Liga zuletzt auch in der Kritik gestanden hatte. «Und nun sind wir plötzlich der gefährliche Aussenseiter für die Playoffs», so Dubs mit einem Schmunzeln. Zuerst wird aber der Cupsieg gefeiert. Mit Dubs an vorderster Front. «Ich hoffe, ich darf das Kommando beim Feiern übernehmen.» Wo es im Zürcher Nachtleben hingeht, will sie aber nicht verraten.