Champions-League-König Andrighetto
ZSC-Stürmer räumt gleich vier Preise ab

Er war der Star beim 2:1-Sieg im Final gegen Färjestad und der erfolgreichen Champions-League-Kampagne der ZSC Lions. Als 15-Jähriger hatte Sven Andrighetto noch die Helden von 2009 angehimmelt.
Publiziert: 19.02.2025 um 11:25 Uhr
|
Aktualisiert: 19.02.2025 um 12:47 Uhr
1/5
«Ein geiles Gefühl» – Sven Andrighetto mit dem Pokal der Champions League.
Foto: Pius Koller

Auf einen Blick

  • Sven Andrighetto gewinnt Champions League und holt drei persönliche Preise ab
  • Andrighetto erfüllt sich einen Teenager-Traum, 2009 stand er noch im Public Viewing
  • Zuvor war er titellos, jetzt holt der überragende Stürmer den zweiten Pokal in Folge
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Was für ein Abend! Sven Andrighetto geriet nach dem Spiel regelrecht in Stress, denn er hatte schwer zu tragen. Zuerst erhielt der Final-Doppelpacker den Preis für den besten Spieler, dann wegen seiner 10 Tore und 12 Assists jenen des Topskorers der Champions League – und schliesslich wurde er auch noch als MVP der Champions-League-Saison 2024/25 ausgezeichnet. «Der einzige Preis, der wirklich zählt, ist der grosse Pokal», sagt der 31-Jährige hinterher, «natürlich freue ich mich auch über die individuellen Preise. Aber auch das sind Team-Trophäen, die zeigen, wie gut wir als Mannschaft waren. Ich werde jetzt zwar gefeiert, aber das waren wir alle.»

Von einem Abend wie diesem träumt jeder Eishockey-Junior, auch Andrighetto ist da keine Ausnahme. Beim letzten Champions-League-Triumph 2009 war er 15 Jahre alt und spielte für die U17 des ZSC. «Ich habe viel von dieser Legende gehört und sie auch selbst miterlebt.» Er hatte damals kein Ticket für das entscheidende Finalspiel im Exil in Rapperswil-Jona. Dafür war Andrighetto beim Public Viewing in Zürich Oerlikon dabei und feierte die grossen Helden. Jetzt ist er selbst einer der Hauptdarsteller und sagt: «Den Pokal in den eigenen Händen halten zu können, ist ein geiles Gefühl.»

Die Swiss Life Arena mit Leben füllen

Umso mehr, da der ZSC seine Erfolge inzwischen im eigenen Stadion feiern kann und nicht mehr irgendwohin ausweichen muss, weil die Halle anderweitig belegt ist, wie das im Hallenstadion damals der Fall war. «Es ist nun schon der zweite Pokal, den wir da holen konnten. Wir füllen das neue Stadion mit Leben», freut sich Andrighetto. Insbesondere er, mit seinen unwiderstehlichen Auftritten. In der Champions League lieferten der Topskorer und auch sein kongenialer Sturmpartner Denis Malgin in dieser Saison einen doppelt so hohen persönlichen Punkteschnitt ab wie in der Meisterschaft.

«Es ist schön, einen Teil der Geschichte zu schreiben»
1:25
Matchwinner Andrighetto:«Es ist schön, einen Teil der Geschichte zu schreiben»

Eine Erklärung dafür hat Andrighetto nicht wirklich: «Wir versuchen jeden Abend das Gleiche, manchmal fallen die Pucks rein und manchmal nicht. Vielleicht ist es aber auch so, dass uns die Gegner in Europa noch nicht so gut kennen wie jene in der nationalen Meisterschaft.»

Die Schmerzen der verlorenen Final-Serie

Bis im vergangenen Frühling galten Andrighetto und Malgin zwar als überragende Spieler, aber es fehlte ihnen das Gewinner-Gen, sie blieben titellos und hatten diesen Makel zu tragen. Doch nun gewinnen sie plötzlich alles, was es zu gewinnen gibt: Meister 2024, Champions-League-Sieger 2025. «Im Playoff-Final 2022 gegen Zug waren wir nahe dran und sind dann heftig auf den Kopf gefallen. Vielleicht hat es das gebraucht, um zu spüren, wie weh das tut», mutmasst Andrighetto.

Auf diesen Schmerz hat «Ghetto», wie der ZSC-Stürmer von allen genannt wird, keine Lust mehr. Deshalb richtet er auch in der Stunde des Triumphs den Blick sogleich wieder nach vorne: «Ein grosses Saisonziel haben wir jetzt erreicht, doch wir haben noch ein zweites grosses vor uns.» Deshalb gelte es jetzt, diesen Moment kurz zu geniessen, danach aber den vollen Fokus auf die Meisterschaft zu richten: «Vor uns stehen grosse Aufgaben, und es gilt, weiterzuarbeiten. Vom Champions-League-Titel können wir uns in den Playoffs nichts kaufen.» Aus dem Teenager von 2009 ist ein gereifter Profi geworden. 

Hier brechen in der Swiss Life Arena alle Dämme
0:37
ZSC ist CHL-Champion:Hier brechen in der Swiss Life Arena alle Dämme
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Champions Hockey League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Färjestads BK
Färjestads BK
6
16
17
2
ZSC Lions
ZSC Lions
6
10
14
3
Lausanne HC
Lausanne HC
6
8
14
4
HC Ocelari Trinec
HC Ocelari Trinec
6
8
12
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
6
7
12
6
Skelleftea AIK
Skelleftea AIK
6
4
12
7
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
6
7
11
8
Red Bull Salzburg
Red Bull Salzburg
6
7
11
9
Pelicans Lahti
Pelicans Lahti
6
6
11
10
Sheffield Steelers
Sheffield Steelers
6
5
11
11
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
6
4
10
12
Växjö Lakers
Växjö Lakers
6
1
10
13
HC Sparta Prag
HC Sparta Prag
6
-2
10
14
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
6
2
10
15
Straubing Tigers
Straubing Tigers
6
0
9
16
Tappara Tampere
Tappara Tampere
6
4
8
17
HC Pardubice
HC Pardubice
6
7
8
18
TH Unia Oswiecim
TH Unia Oswiecim
6
-5
8
19
Ilves Tampere
Ilves Tampere
6
-4
7
20
KAC Klagenfurt
KAC Klagenfurt
6
-10
5
21
Storhamar Hockey
Storhamar Hockey
6
-7
5
22
Rouen Dragons
Rouen Dragons
6
-21
1
23
Fehervar AV19
Fehervar AV19
6
-19
0
24
SönderjyskE Ishockey
SönderjyskE Ishockey
6
-28
0
Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?