Tötungsdelikt in Münchwilen TG
Frau (†47) tot aufgefunden – Schweizer in Haft

Eine Frau wurde am Donnerstag in einem Einfamilienhaus in Münchwilen TG tot aufgefunden. Die Kantonspolizei Thurgau geht von einem Tötungsdelikt aus. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Haft.
Publiziert: 05.04.2025 um 09:24 Uhr
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Aktualisiert: 05.04.2025 um 15:54 Uhr
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Sandra T.* wurde mutmasslich Opfer eines Tötungsdelikts.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Frau in Münchwilen TG mutmasslich getötet
  • Zwei Männer vorläufig festgenommen, einer wieder freigelassen
  • Schweizer (53) sitzt in Haft
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Kurz nach 16 Uhr ging am Donnerstag bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass in einem Einfamilienhaus an der Schüeppwiese in Münchwilen TG eine Frau am Boden liege. Die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Kantonspolizei Thurgau fanden eine 47-Jährige vor, die bereits verstorben war. «Aufgrund der vorgefundenen Situation gehen die Strafverfolgungsbehörden von einem Tötungsdelikt aus», schreibt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen.

Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau sicherte die Spuren am Tatort. Die Ermittlungen in diesem Fall werden durch die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei geführt. Ein Schweizer (53) bleibt weiterhin in Haft, der zweite Mann wurde am Freitagabend freigelassen. Die genaue Todesursache wird durch das Institut für Rechtsmedizin abgeklärt.

Tote war Schulbusfahrerin

Wie Mediensprecher Matthias Graf auf Blick-Anfrage mitteilt, kannten sich der Tatverdächtige und das Opfer. «In welchem Verhältnis genau sie zueinander standen, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen», so Graf weiter.

Blick spricht am Samstagvormittag mit einem Nachbarn, der das Opfer Sandra T.* nach eigenen Angaben sehr gut kannte. «Sie war Schulbusfahrerin», erzählt er. Die Verstorbene war verheiratet, hinterlässt zwei Kinder und einen Hund. «Mit dem ist sie immer spazieren gegangen», so der Mann, der anonym bleiben will.

Nachbarn sind schockiert

Sie grüsste stets nett und habe gewunken. «Besser als mit so einer Nachbarin hätte es fast nicht sein können.» Er vermisse sie schon jetzt. 

Am Donnerstagnachmittag habe er den Einsatz beobachtet, erzählt der Mann. Zunächst sei der Rettungsdienst langsam durchgefahren. «Die Polizei kam mit Blaulicht an. Erst ein Auto, dann nochmal eins, dann nochmal eins. Dann war Rambazamba.» Das Gelände um den Tatort wurde abgesperrt. Die Einsatzkräfte stellten schnell ein Zelt auf. 

Warum die Frau getötet wurde, kann er sich nicht erklären. «Das war so eine liebe Frau.»

«Es war immer so ein ruhiges Quartier»

Eine andere Nachbarin ist schockiert. «Ich hätte das nie gedacht, es war immer ein so ruhiges Quartier», sagt sie zu Blick. 

Sie erzählt, sie habe am Donnerstag ein lautes metallisches Geräusch gehört, dann sei ein Mann mit einem Töffhelm und einer Töffjacke durch den Garten eines Nachbarn auf die Strasse gelaufen und verschwunden.

Ehemann von der Polizei mitgenommen

Sie stand in ihrem Garten, als sie das alles beobachtete. «Wie es zum Tötungsdelikt kam, kann ich mir nicht erklären. Es belastet, ich kann an nichts anderes denken, hoffentlich wird es bald aufgeklärt.» 

Mehrere Nachbarn bestätigen gegenüber Blick, dass der Ehemann des Opfers von der Polizei mitgenommen wurde. Die Kantonspolizei Thurgau macht dazu keine Angaben.

Die Nachbarin, die das metallische Geräusch gehört hat, ist fassungslos. Sie ergänzt: «Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es der Ehemann war.»

* Name geändert

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