Die Daten stehen der Verwaltung schliesslich für virtuelle Begehungen des Strassennetzes zur Verfügung, teilte der Kanton Thurgau am Donnerstag mit. Dies ermögliche etwa die Bewertung von Strassenausstattungen wie Beleuchtungen, Signalisationen, Markierungen sowie Rückhaltesystemen.
Auch könnten dank der erfassten Daten geometrische Analysen durchgeführt werden, um etwa potenzielle Schwachstellen und Gefahrenbereiche im Strassennetz zu identifizieren. Messungen können am Computer vorgenommen und mit bestehenden Geodaten abgeglichen werden, wodurch Begehungen vor Ort reduziert und Kosten eingespart werden können, hiess es in der Mitteilung weiter.
Die diesjährige Befahrung dient der Aktualisierung der Daten, da sich der Strassenraum laufend durch Bauprojekte, Anpassungen an Einfahrten sowie durch angepasste Signalisationen und Markierungen verändert. Auch dokumentiere sie die Alterung und Abnutzung der Fahrbahnoberfläche.
Das Thurgauer Tiefbauamt beauftragte das Unternehmen Orbis 360 AG aus Chur mit der Durchführung der Befahrung. Diese erfolge in enger Zusammenarbeit mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten. Alle in den Bilddaten erfassten Personen und Fahrzeugkennzeichen würden anonymisiert, auch wenn die Daten nicht direkt öffentlich zugänglich seien.