Darum gehts
- KI-generierte Kinderbücher auf Amazon beunruhigen Verlage in Deutschland und der Schweiz
- Autoren mit Allerweltsnamen und ähnliche Titel kennzeichnen diese KI-Bücher
- Schweizerisches Jugendschriftenwerk nutzt KI nur für Marketing, nicht für Buchproduktion
Kennst du Jim Knopf, Ronja Räubertochter oder der kleine Prinz? An diesen Abenteuergeschichten haben Autoren und Illustratorinnen eine halbe Ewigkeit gearbeitet. Auf Amazon tauchen laut einem Bericht der ARD nun immer mehr Kinderbücher auf, die offenbar teilweise oder vollständig mit KI generiert wurden.
Die Erzählungen haben dabei auffallende Gemeinsamkeiten: Titel und Cover verschiedener Bücher ähneln einander, überall sind Fehler und die Autoren tragen Allerweltsnamen wie «Rita Stahl» oder «Nina Blume». Ob hinter diesen Namen tatsächlich reale Personen stecken, bleibt für Leserinnen und Leser im Dunkeln.
Verlage sind sauer
Der Grund für den Trend: eine neue Verkaufsstrategie. In Kategorien wie «Kinderbücher zur europäischen Geschichte» sind die KI-Produkte laut der ARD auch ohne starke Verkaufszahlen schnell einmal in der Bestenliste – und werden dann einem grösseren Publikum angezeigt. Deutschen Verlagen stösst das sauer auf, ihre Bücher drohen unterzugehen.
Auch in der Schweiz macht KI Probleme. Amazon spielt im hiesigen Büchermarkt zwar eine untergeordnete Rolle, die Verlage haben aber trotzdem Bauchschmerzen.
Gestohlene Bücher und Illustrationen
In Sachen Urheberrechte dürfte der Zug bereits abgefahren sein. Alain Diezig von der Verlagsleitung des Weber Verlags in Thun erklärt: «Die grossen Modelle aus den USA und China scheinen alles verfügbare Material längst aufgesogen zu haben, ob geschützt oder nicht.» Eine technische oder regulatorische Lösung ist nicht in Sicht.
Doch der Verlag sieht auch einen Vorteil: «Wir denken, dass in der Schwemme an generischen, seelenlosen KI-Produkten (Stichwort «AI slop») die handgemachte Qualität unserer Werke umso mehr positiv hervorstechen wird», so Diezig.
KI im Marketing und der Kommunikation
Auch das Schweizerische Jugendschriftenwerk nutzt für Kinderbücher keine KI: «Das SJW steht schon seit über 90 Jahren für Authentizität und Originalität, was mit KI nicht generiert werden kann», sagt Verlagsleiterin Regula Malin. Gänzlich ohne KI kommt der Verlag aber nicht aus: Als Hilfsmittel wird es im Marketing oder der Kommunikation zur Textproduktion eingesetzt.
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