Rote Köpfe statt schneeweisser Haut
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Trailer zu Schneewittchen:Rote Köpfe statt schneeweisser Haut

Besteht nach holprigem Kinostart noch Hoffnung?
«Schneewittchen» muss in den sauren Apfel beissen

Die mit etlichen Kontroversen beladene Neufassung von «Schneewittchen» enttäuscht zum Kinostart, trotz Nummer eins der US-Kinocharts. Doch noch gibt es Hoffnung für eine positive Entwicklung, wie das Beispiel einer anderen Disney-Realverfilmung zeigt.
Publiziert: 24.03.2025 um 13:46 Uhr
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Aktualisiert: 25.03.2025 um 09:33 Uhr
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Die Neuverfilmung von «Schneewittchen» konnte beim Startwochenende nicht überzeugen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Verhaltener Auftakt für «Schneewittchen»-Neuverfilmung mit 43 Millionen Dollar Einspielergebnis in den USA
  • Kontroversen um Besetzung und politische Positionen der Hauptdarstellerinnen begleiten den Film
  • Weltweit liegt der Umsatz mit «Schneewittchen» bei rund 87 Millionen Dollar um
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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SpotOnDie People-Agentur

Verhaltener Auftakt für «Schneewittchen»: Die Neuverfilmung des ersten abendfüllenden Disney-Films von 1937 spielte an ihrem Startwochenende in den USA nur 43 Millionen Dollar ein. Das Ergebnis reichte für Platz eins der nordamerikanischen Kinocharts. Doch angesichts mangelnder ernsthafter Konkurrenz ist dies kein Indikator für einen Hit.

Auch die Tatsache, dass «Schneewittchen» hinter «Captain America: Brave New World» der zweitbeste Kinostart des noch jungen Jahres 2025 gelang, dürfte Walt Disney Pictures nicht trösten. Denn das Einspielergebnis unterbot die ohnehin defensiven Erwartungen des Studios. Laut «The Hollywood Reporter» hatte Disney eine Zahl zwischen 45 und 55 Millionen US-Dollar angepeilt.

Damit liegt die Märchenverfilmung selbst hinter der Realverfilmung von «Dumbo». Tim Burtons (66) gefloppte Neudeutung des Klassikers von 1941 startete 2019 mit immerhin 45 Millionen Dollar.

Auch global verpasst Disney angepeiltes Ziel

Weltweit setzte «Schneewittchen» 87,3 Millionen Dollar um. Deutschland steuerte durchschnittliche 1,8 Mio. Euro bei. Auch hier verpasste Disney das Ziel, das laut «Hollywood Reporter» bei 100 Mio. Dollar lag. Zu wenig für eine Produktion, die mindestens 250 Millionen Dollar gekostet haben soll – Ausgaben für das Marketing nicht einberechnet.

«Schneewittchen» war mit der Bürde verschiedener Kontroversen angetreten. So richtete sich aus konservativen Kreisen Kritik gegen die Besetzung von Rachel Zegler (23) als Titelheldin, deren Haut in der Märchenvorlage als «weiss wie Schnee» beschrieben wird. Die «West Side Story»-Darstellerin hat eine kolumbianische Mutter.

Beim ursprünglichen Plan, die sieben Zwerge mit einem diversen Cast zu besetzen, ruderte Disney hingegen zurück. Die Zwerge sind nun animiert. Ihre konventionelle Darstellung wurde wiederum aus progressiven Kreisen kritisiert.

Zu einer Polarisierung trug ausserdem bei, dass sich die Hauptdarstellerinnen im Gaza-Konflikt unterschiedlich positionierten. Gal Gadot (39), die Israelin spielt im Film die böse Stiefmutter, verteidigte in den sozialen Medien ihr Heimatland. Rachel Zegler wiederum postete pro-palästinensische Positionen.

«Mufasa» als Vorbild für Wende

Doch noch ist «Schneewittchen» nicht verloren. Denn die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass eine Disney-Realverfilmung einen Stotterstart gutmachen kann. «Mufasa», die Fortsetzung der Neuadaption von «Der König der Löwen», debütierte im Dezember 2024 mit sogar lediglich 35 Millionen Dollar.

Doch über die Weihnachtsfeiertage holte «Musfasa» auf. Bis März 2025 setzte das «König der Löwen»-Prequel weltweit noch über 700 Millionen US-Dollar um. «Schneewittchen» muss nun also auf Ostern hoffen – und bis dann in den sauren Apfel beissen. 

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