Auf einen Blick
- Richard Lugner prägte den Wiener Opernball mit Stars und Skandalen
- Erstmals findet der Ball ohne den verstorbenen Baulöwen statt
- 5150 Ballgäste tanzen zu «Alles Walzer» am 67. Wiener Opernball
Er war ein Meister der Inszenierung, mit Glanz und Gloria, Stars und Skandalen. Seit 1992 sorgte der österreichische Baulöwe Richard «Mörtel» Lugner (1932–2024) für die grossen Schlagzeilen am Wiener Opernball, der am 27. Februar in Österreichs Hauptstadt zum 67. Mal stattfindet. Erstmals ohne ihn, eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Wiener High Society. Seit 1992 griff er für seine Stargäste Jane Fonda (87), Kim Kardashian (44) und letztes Jahr Schauspielerin Priscilla Presley (79) tief in die Tasche und ärgerte sich öffentlich über Allüren, Luxus-Ansprüche und den verweigerten Walzer mit ihm. Lugner liess sich auch im Vorfeld von der Presse begleiten, wie er seine Falten spritzen liess. «Ich mags, wenn meine Stirn aalglatt ist», sagte er gegenüber Blick.
Richard Lugner machte aus dem gesellschaftlichen Highlight einen Ball der Eitelkeiten, was nicht allen passte. Doch Schlagzeilen waren ihm lieber als die Freude des Organisationskomitees. Wenn am Donnerstagabend 5150 Ballgäste zu «Alles Walzer» tanzen, was live am Fernsehen von Millionen mitverfolgt wird, stellt sich seit Tagen die Frage, wer für Glanz und Glamour sorgt. Dazu beitragen wird Model Leni Klum (20), die auf Einladung der Familie Swarovski dabei ist. Wie das Unternehmen mitteilt, werden auch das Model Candice Swanepoel (36) und «Gossip Girl»-Darsteller Ed Westwick (37) in derselben Loge zu sehen sein.
Jacqueline Lugner (30), die seit dem Tod ihres Vaters das Familienimperium führt und im Gegensatz zu ihm sehr öffentlichkeitsscheu ist, wollte keine Fragen von Blick beantworten. Bekannt ist lediglich, dass sie und ihr Gatte, der FPÖ-Politiker Leo Lugner (38), US-Street-Artist und DJ Alec Monopoly (39) in ihre Loge einlädt.
Witwe Simone Lugner sorgt für Entsetzen
Wie die Stimmung vor dem ersten Wiener Opernball ohne Richard Lugner ist, beschreibt Sasa Schwarzjirg (38), Unterhaltungschefin von Krone TV. «Er war einfach ein Unikat, hat die Vorberichterstattung konkurrenzlos beherrscht. Dieser Trubel fehlt allen. Daher ist die Stimmung definitiv gedrückter», sagt sie gegenüber Blick und bedauert, dass er am Opernball «leider gar nicht gewürdigt wird. Der Wiener Staatsoper war es oft ein Dorn im Auge, dass er die Aufmerksamkeit so sehr auf sich zieht. In Amerika glaube man ja, dass er der Organisator des Wiener Opernballs ist.»
Die Journalistin erwartet für diesen Opernball, «dass sich Stars und Sternchen wieder auf den Red Carpet um das beste Foto duellieren, Tausende Karat funkeln und entsetzte Gesichter, weil Witwe Simone Lugner im Trauerjahr den Opernball besucht. Eines ist sicher: Sehen und gesehen werden, das ist beim Opernball fast wichtiger als bei den Oscars.»