Frühlingsputz: Passion oder Pflicht?
Welcher Typ bist du?

Putzen ist viel mehr als Saugen und Schrubben. Wie man putzt, verrät so einiges über den Charakter. Von pingelig bis erleuchtet: Erkennst du dich?
Publiziert: 11:44 Uhr
1/5
Es ist Zeit für den Frühlingsputz – und den packt jeder ein bisschen anders an.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Verschiedene Putztypen: vom achtsamen bis zum Chaos-Typ
  • Putzen als Meditation oder jährliches Ritual
  • Warum Putzen mehr als eine lästige Pflicht ist
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_265.JPG
Katja RichardRedaktorin Gesellschaft

Putzen ist weit mehr als nur eine Notwendigkeit: Es verrät, wie wir wirklich ticken. Manchen ist ein bisschen Staub egal, sie sehen ihn erst, wenn die Frühlingssonne voll draufscheint. Für andere ist Putzen eine Art von Meditation. Und dann gibt es die Perfektionisten, die jedem Krümel den Kampf ansagen. Hier fünf Typen, die sich in jedem Zuhause finden – zu welchem gehörst du?

1

Nur, wenn es sein muss

Putzen? Erst wenn der Staub überhand nimmt.
Foto: Getty Images

Erst wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühling flach durchs Fenster scheinen, bemerkt man sie: die Spinnweben in der Ecke und den angesammelten Staub auf dem Mobiliar. Der Gelegenheitsputzer legt erst los, wenn der Schmutz nicht mehr ignoriert werden kann – oder wenn Besuch ansteht. Wer so lange wartet, bis er zum Putzlappen greift, zeigt sich gegenüber Schmutz gleichgültig – oder nimmt ihn schlicht nicht wahr. Gereinigt wird eher oberflächlich, chaotisch und nur das Nötigste. Die Aufmerksamkeit gilt anderen Dingen. Die Putzwut vergeht mit dem ersten Frühlingsblühen – bis zum nächsten Jahr.

Motto: Ein bisschen Staub hat noch niemanden umgebracht.
Tipp: Eine Putzhilfe engagieren – oder sich mit dem Chaos anfreunden.
 

2

Sauberkeit für die Seele

Putzen mit Achtsamkeit: So gehts auch.
Foto: Getty Images

Putzen ist mehr als bloss eine lästige Pflicht – es kann eine Form der Meditation sein. Die japanische Praxis des Soji ist vom Zen-Buddhismus inspiriert. In Tempeln und Schulen wird das eigenverantwortliche Reinigen als spirituelle Übung betrachtet. Wer sich beim Saubermachen bewusst fokussiert, befreit sich nicht nur von Staub, sondern klärt auch den Geist. Der buddhistische Mönch Shoukei Matsumoto beschreibt in seinem Buch, wie Reinigung als bewusstes Ritual das Leben bereichern kann. Wer achtsam putzt, denkt klarer und lebt kreativer.

Motto: Der Boden ist dein Spiegel – halte ihn sauber.
Tipp: Atmen nicht vergessen – auch wenns staubt. 

3

Nicht ohne meinen Wischmopp

Sauber bist in jede Ecke: Putzwut.
Foto: Getty Images

Kein einziger Krümel auf dem hellen Küchenboden? Es gibt Menschen, die jeden Tag feucht aufnehmen – oder nach dem Zähneputzen gleich das Badezimmerbrünneli schrubben. Flecken werden gar nicht erst zugelassen. In der Dusche? Wird die Glaswand sofort nach der Körperpflege gereinigt – damit sich ja kein Kalk sammelt. Angeblich gibt es Paare, die sich morgens ein Wettrennen unter die Dusche liefern, weil der oder die Letzte das Glas abwischen muss. Wer immer dran bleibt, dessen Wohnung wird nie wirklich dreckig. Dafür bleibt Zeit für Details: etwa, den Backofen zu reinigen. Den muss man nämlich nicht nur über Nacht in Backpulver einweichen, um ihn dann mit Essig einzusprühen. Profis wissen auch, wie man das Doppelglas aufschraubt und putzt.

Motto: Jeder Krümel ist der Endfeind.
Tipp: Perfektion ist gut – aber nicht alles muss blitzen.

4

Mit Mami-Komplex

Hat das Mami immer hinterhergeputzt? So wie die Putzhilfe heute.
Foto: Getty Images

Nicht für alle gehört Putzen zur persönlichen Selbstverwirklichung. Manche überlassen das schmutzige Feld lieber einer Putzkraft – und zwar komplett. Hauptsache, sie müssen weder den Lärm des Staubsaugers hören noch wissen, wie dem Staub der Garaus gemacht wird. Immerhin motiviert die Putzhilfe dazu, vorher aufzuräumen. Je mehr herumliegt, desto schwieriger wird das Reinemachen. Wer abends in eine blitzblanke Wohnung heimkommt, fühlt sich fast wie damals daheim, als die Mami noch hinter einem herräumte. Vielleicht ist das Staubsaugergeräusch deshalb so unangenehm – es erinnert daran, dass man schon immer ein fauler Sack war.

Motto: Ich putze nicht – ich lasse putzen.
Tipp: Zwischendurch selbst den Lappen in die Hand nehmen – es tut nicht weh!

5

Zu viel Staub im Kopf

Anfangen ist das Schwierigste. Filmszene aus Bridget Jones.
Foto: ddp images

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – auch beim Putzen. Wer vom Sofa hochkommt und den Staubwedel in die Hand nimmt, hat die grösste Hürde genommen. Doch selbst wer seinen inneren Schweinehund überwunden hat, kann sich leicht verlieren. Plötzlich entdeckt man eine unbezahlte Rechnung auf dem Tisch. Und das Gewürzregal wollte man ja auch längst aufräumen und sortieren. Dann fallen einem noch alte Fotos in die Hand – und das wars. Drei Stunden später hat man vielleicht eines der Bilder gerahmt oder einen alten Freund kontaktiert, aber der Staubwedel liegt unberührt da. Willkommen im kreativen Chaos! Man beginnt in einem Raum – und bleibt woanders hängen. Am Ende ist überall ein bisschen sauber, aber nirgendwo ganz.

Motto: Im Detail liegt der Teufel – und im Gewürzregal das Chaos.
Tipp: Eins nach dem anderen: Erst putzen, dann weiterträumen.



 

Das beliebteste Quiz der Schweiz ist zurück.
Jetzt im Blick Live Quiz abräumen

Spiele live mit und gewinne bis zu 1'000 Franken! Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 19:30 Uhr – einfach mitmachen und absahnen.

So gehts:

  • App holen: App-Store oder im Google Play Store
  • Push aktivieren – keine Show verpassen

  • Jetzt downloaden und loslegen!

  • Live mitquizzen und gewinnen

Das beliebteste Quiz der Schweiz ist zurück.

Spiele live mit und gewinne bis zu 1'000 Franken! Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 19:30 Uhr – einfach mitmachen und absahnen.

So gehts:

  • App holen: App-Store oder im Google Play Store
  • Push aktivieren – keine Show verpassen

  • Jetzt downloaden und loslegen!

  • Live mitquizzen und gewinnen

Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?