Nach Tagen der Suche ist klar: Die Insassen im verschollenen Titanic-Tauchboot Titan sind tot. Die Retter hatten am Donnerstagabend (Schweizer Zeit) Teile des U-Boots beim Wrack der Titanic gefunden. Das Schiff erlitt eine «katastrophale Implosion».
Auf Youtube kursiert eine Animation, die in beklemmender Art und Weise veranschaulicht, wie tief das U-Boot gesunken sein könnte. Das Video ist zwar schon ein Jahr alt, bekam allerdings aufgrund der weltweit beachteten Suche der Titan neue Aufmerksamkeit. Rund zehn Millionen Aufrufe sammelte das Video bis zum Donnerstagnachmittag.
Wie tief liegt das U-Boot?
Die schwindelerregende 3D-Animation, erstellt von der spanischen Animationsfirma Metaball Studios, zeigt eine virtuelle Unterwasser-Meereslandschaft voller globaler Wahrzeichen – so als ob eine Atlantis-artige Apokalypse die Schätze der Erde ertränkt hätte.
In den digitalen Tiefen wird etwa die Freiheitsstatue (mit Sockel fast 93 Meter hoch), der Eiffelturm (324 Meter hoch) und der Burj Khalifa (828 Meter hoch, das höchste Gebäude der Welt) gezeigt.
Auch die Testtiefe eines U-Boots der Typhoon-Klasse (400 Meter) wird dargestellt. Dabei handelt es sich um die grössten jemals gebauten Untersee-Boote. Auch am Boden des Südpolarmeeres, auf einer Tiefe von fast 3300 Metern, wird kurz Halt gemacht.
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Diese Personen befanden sich an Bord
Schliesslich wird der Betrachter bis zum Wrack der Titanic transportiert, 3784 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Blick-Vergleich zeigt: Bis zur Titanic taucht man in etwa viermal die Länge des Burj Khalifa hinab, elfmal die Länge des Eiffelturms und immerhin 18-mal die gesamte Länge des Basler Roche-Turms 2.
An Bord des Schiffes befanden sich Ocean-Gate-Gründer Stockton Rush (†61), der französische Titanic-Experte Paul-Henri Nargeolet (†77), der britische Milliardär Hamish Harding (†58) sowie der pakistanische Geschäftsmann Shahzada Dawood (†48) und sein Sohn Suleman (†19).