Mit einem notariell beglaubigten Protokoll machte Lena Schilling (23), EU-Spitzenkandidatin der Grünen, jetzt reinen Tisch. Sie entschuldigte sich mit der Unterlassungserklärung bei Martin Thür (41), wie der österreichische «Der Standard» schreibt. Sie sei mit dem ORF-Journalisten weder persönlich noch digital bekannt. Trotzdem habe sie «gegenüber Dritten den falschen Eindruck erweckt, ich hätte mit Martin Thür ein Verhältnis gehabt». Das bedauere sie und werde es in Zukunft unterlassen.
Doch wie kam es jetzt zu diesem Schritt? In den vergangenen Monaten war Thür immer wieder auf eine angebliche Affäre mit der Grünen-Politikerin angesprochen worden. Nach eigenen Angaben habe er die 23-Jährige aber noch nie getroffen. «Sie können sich vorstellen, mit welcher Verwunderung ich die erfundenen Gerüchte der letzten Zeit erlebt habe, auf die mich immer mehr Menschen angesprochen haben», so der 41-Jährige zu «Der Standard».
50 Personen aus Schillings Umfeld befragt
Bereits vor der EU-Wahl gehörte eine im Mai von der Tageszeitung ausgelöste Diskussion zu den wichtigsten innenpolitischen Themen des Landes. Das Blatt hatte 50 Personen aus dem Umfeld Schillings befragt und dabei den Eindruck bekommen, dass die Kandidatin ein problematisches Verhältnis zur Wahrheit haben könnte.