Schon wieder!
Salt erhöht die Preise – das steckt dahinter

Nach Swisscom erhöht auch Salt die Preise: Der Mobilfunkanbieter verlangt ab Juni mehr für seine Handy-Abos. Bei Swisscom hat das für Chaos gesorgt. Ist Salt dafür gewappnet?
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Die Kundschaft von Salt muss bald mehr bezahlen fürs Surfen und Telefonieren mit dem Handy.
Foto: imago/Westend61

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Salt erhöht Handy-Abo-Preise ab Juni um 1 bis 2 Franken monatlich
  • Der Mobilfunkanbieter begründet das mit dem Ausbau des Netzes
  • Datennutzung stieg laut Salt in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent
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Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Vor einem Monat war es die Swisscom, jetzt haut Salt einen drauf: Der Mobilfunkanbieter – Nummer 3 in der Schweiz – erhöht ab Juni die Preise. Betroffen sind alle Kundinnen und Kunden mit einem Salt-Handy-Abo, die keine weiteren Dienstleistungen oder Geräte beim Anbieter beziehen. 

Noch einen Monat Schonfrist, dann kosten die Handy-Abos jeweils 1 oder 2 Franken mehr pro Monat. Salt begründet den Preisanstieg mit weiteren Investitionen, da die Datennutzung pro Kunde in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen sei. 2025 hatten insgesamt 1,856 Millionen Kundinnen ein Handy-Abo bei Salt.

Gleichzeitig baut der Mobilfunkanbieter das Roaming-Angebot aus, wie auf der Website steht. Neu zählen auch Länder wie Bulgarien, Kroatien oder Litauen zur Roamingzone Europe. Das sei eine Reaktion auf das Feedback von Kunden. Wie viele von diesen wirklich davon profitieren, ist fraglich.

Betroffene von den Preiserhöhungen sind folgende Abos: 

Aufschlag um 1 Franken Aufschlag um 2 Franken
Start MaxEuropa Max
Swiss MaxTravel Max
Swiss 10 GBSwiss XXL
SmartSwiss Travel
Europe Surf & CallEurope Data

Europe XL

Europe XXL

Travel

Travel Plus

Gemäss einer Auswertung des Online-Vergleichsdiensts Moneyland sind die Abos Start Max, Swiss Travel, Swiss XXL und Europe Max am stärksten betroffen. Die Preise steigen jeweils um 2,4 Prozent. 

Vor allem grosse Anbieter erhöhen

Die Preiserhöhung gilt auch für Abos mit einem lebenslangen Rabatt. Dieser bleibt zwar bestehen – aber der Listenpreis erhöht sich. «Die prozentuale Preiserhöhung wirkt sich auf Aktionsangebote stärker aus als auf den Listenpreis», erklärt Oliver Zadori (42) vom Vergleichsportal Dschungelkompass. Also auch Kunden mit einem Aktionsabo sind nicht von der Erhöhung gefeit. 

Auffallend: Keiner schraubt so oft an den Preisen wie Salt! «Das ist der erste Anbieter, der die Preise seit 2023 schon zum dritten Mal anhebt», sagt Zadori zu Blick. Sunrise hat seither zweimal erhöht, zuletzt im Januar 2025. Und Konkurrent Swisscom verlangt seit diesem April mehr fürs Abo. Trotz mehrfacher Erhöhung bleibt Salt gemäss Zadori am günstigsten. 

«Es ist auffällig, dass vor allem die grossen Anbieter Salt, Sunrise und Swisscom in den letzten Jahren ihre Preise erhöht haben», sagt Ralf Beyeler (46) von Moneyland gegenüber Blick. Der Telekom-Experte vermutet, dass die grossen Anbieter ihre Margen aufbessern wollen.

Die Schweizerinnen und Schweizer gelten als wechselfaul – wegen eines Frankens mehr pro Monat entscheiden sich normalerweise eher wenige für einen neuen Anbieter. «Ich vermute, dass einige langjährige Kunden die Aktionsangebote für Neukunden quersubventionieren», erklärt Beyeler. Trotzdem dürfe man die Kosten für den Netzausbau nicht unterschätzen. 

30 Tage Bedenkzeit

Bei Swisscom durften die Kundinnen und Kunden ihr Abo wegen der Erhöhung im April kostenlos kündigen – das sorgte damals für Chaos. Gemäss Swisscom lag die Anzahl der Kündigungen im Rahmen der Erwartungen. Doch scheint der Anbieter die Auswirkungen trotzdem unterschätzt zu haben. 

Jetzt haben die Salt-Kunden nach Erhalt der Information ebenfalls 30 Tage Zeit, ihr Abo kostenlos zu kündigen. Ob sich der Telekom-Anbieter mit der neuerlichen Preiserhöhung verzockt, wird sich zeigen.

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