Unglaublich! Nach Belinda Bencic (29) und Viktorija Golubic (33) zieht mit Jil Teichmann (28) auch die dritte Schweizerin in die 3. Runde der French Open ein – das gabs noch nie. Und das muss es auch noch nicht gewesen sein: Am Donnerstag hat die Schweiz mit Susan Bandecchi (27, WTA 215) noch ein weiteres Eisen im Feuer.
Der Reihe nach: Bencic macht den Anfang – und mit ihrer Gegnerin kurzen Prozess. In nur 26 Minuten deklassiert die Weltnummer 11 ihre Gegnerin aus den USA, Caty McNally (24, WTA 63), im zweiten Satz gleich mit 6:0 und bucht damit ihr Ticket für die dritte Runde der French Open. Wie schon in ihrer Startpartie gegen die Österreicherin Sinja Kraus (24, WTA 98) bleibt sie dabei ohne Satzverlust.
Dabei bekundet sie zu Beginn der Partie noch etwas Probleme mit dem eigenen Aufschlag. Gleich zweimal muss sie diesen im Startsatz abgeben – weil ihr gleichzeitig aber drei Breaks, unter ihnen das letztlich entscheidende zum 5:4, gelingen, geht der Startdurchgang trotzdem mit 6:4 auf ihr Konto. Im Anschluss ist der Widerstand ihrer Gegnerin dann so gut wie gebrochen.
In der dritten Runde trifft Bencic auf Peyton Stearns (24, WTA 78) aus den USA.
Golubic erstmals in der 3. Runde
Nach der Ostschweizerin zieht ihre Zürcher Landsfrau Golubic nach. Die Weltnummer 82 lässt Alycia Parks (25, WTA 79) keine Chance. In nur 64 Minuten schickt sie die US-Amerikanerin mit 6:2 und 6:2 nach Hause und zieht erstmals in ihrer Karriere in die 3. Runde der French Open ein. Je einmal pro Satz muss sie ihren Aufschlag abgeben, realisiert insgesamt aber gleich sechs Breaks.
Schon jetzt steht damit fest: Golubic wird wieder in die Top 70 der Welt stossen, unter denen sie seit 2022 nicht mehr rangierte. In der dritten Runde trifft sie am Freitag auf die Ukrainerin Marta Kostjuk (23, WTA 15).
Teichmann macht den Schweiz-Hattrick perfekt
Jil Teichmann, nur die Nummer 170 der Welt, startet gegen ihre besserklassierte Gegnerin stark. Nach zwei vergebenen Breakchancen zum 2:0 geht die Polin Magdalena Frech (28, WTA 46) dann aber ihrerseits mit Break mit 3:2 in Front. Doch Teichmann kämpft – wie in der 1. Runde von ihren Fans lautstark unterstützt – entschlossen weiter. Beim Stand von 3:5 wehrt sie bei eigenem Aufschlag gleich drei Satzbälle ab und zwingt Frech noch einmal zu einem Service-Game. Und dieses geht aus ihrer Sicht gehörig schief: Schnell geht die Schweizerin mit 40:0 in Führung, nutzt dann den zweiten Breakball zum 5:5-Ausgleich. Davon beflügelt, holt sie sich den ersten Satz, ohne noch weitere Spiel- oder Breakbälle zuzulassen.
Im zweiten Durchgang bleibt bis zum 3:2 für Teichmann alles in der Reihe, dann beginnt ein regelrechtes Break-Festival. Bis zum Ende folgen fünf Servicedurchbrüche. Und weil Teichmann frei davon schafft, geht sie am Schluss mit 7:5 und 6:4 als Siegerin vom Platz. Auch für Teichmann ist es in Paris der erste Vorstoss in die 3. Runde. Dort wartet mit der Tschechin Karolina Muchova, die Nummer 10 der Welt, ein anderer Prüfstein.