Tennis-Märchen in Paris
Qualifikantin verblüfft an French Open mit Finaleinzug

Die Polin Maja Chwalinska schreibt mit ihrem Vorstoss ins Endspiel von Roland Garros Tennisgeschichte. Ihre Finalgegnerin ist am Samstag die 19-jährige Russin Mirra Andrejewa.
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Die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska steht sensationell im Final der French Open 2026.
Foto: AP Photo/Emma Da Silva
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Tennis-Märchen bei den French Open in Paris: Maja Chwalinska steht im Final. Als Weltnummer 114, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt hat. Eine Qualifikantin im Endspiel von Roland Garros? Das gab es noch nie in der Geschichte der Open Era.

Die 24-jährige Chwalinska schlägt in ihrem neunten Match in Paris die Russin Diana Schnaider (22, WTA 23) mit 7:6 (7:4), 6:4. Bemerkenswert: Die Polin hat – Qualifikation inklusive – bislang erst einen einzigen Satz (in der dritten Runde gegen die Griechin Maria Sakkari) abgegeben.

Die French Open 2026 sind erst Chwalinskas dritter Auftritt in einem Grand-Slam-Hauptfeld überhaupt. 2022 erreichte sie in Wimbledon die zweite Runde, vor einem Jahr war in Melbourne in der ersten Runde Schluss. Jetzt greift sie in der Stadt der Liebe nach den Sternen. Chwalinskas Gegnerin in zwei Tagen? Mirra Andrejewa – wie Chwalinska ebenfalls eine Major-Finaldebütantin.

«Habe nun meine Revanche»

Auch die 19-Jährige spielt in Roland Garros gross auf, hat ebenfalls erst einen Satz abgegeben (in der zweiten Runde gegen die Spanierin Marina Bassols Ribera), allerdings ist ihr Finalvorstoss als derzeitige Weltnummer acht keine Mega-Sensation. Mit 6:1, 6:3 bezwingt sie ihre ukrainische Konkurrentin Marta Kostjuk (23, WTA 15). Wenig überraschend bleibt danach der Handshake vorne am Netz zwischen der siegreichen Russin und der unterlegenen Ukrainerin aus.

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«Ich bin happy, habe ich nun meine Revanche», sagt Andrejewa anschliessend auf dem Platz beim Interview. Anfang Mai zog sie im Final des WTA-1000-Turniers von Madrid gegen Kostjuk noch den Kürzeren. Andrejewas deutlicher Sieg im Halbfinal von Roland Garros ist umso beeindruckender, da Kostjuk 2026 all ihre bisherigen 16 Partien auf Sand für sich entscheiden konnte.

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