Ausgelassener Jubel bei Teichmann nach Achtelfinal-Einzug
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Bielerin schafft den Coup:Ausgelassener Jubel bei Teichmann nach Achtelfinal-Einzug

Teichmann schafft Coup
Bencic reitet auf Erfolgswelle – und liefert kuriose Begründung

Jil Teichmann steht an den French Open im Achtelfinal. Die Bielerin bezwingt mit Karolina Muchova eine ehemalige Paris-Finalistin in zwei Sätzen. Am Abend zieht auch Belinda Bencic in Paris in die nächste Runde ein.
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Belinda Bencic steht in Paris im Achtelfinal.
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Belinda Bencic (29, WTA 11) gewinnt in der 3. Runde souverän gegen Peyton Stearns (24, WTA 78) in zwei Sätzen 6:3, 6:3. Die Ostschweizerin steht damit an den French Open erstmals in ihrer Karriere in den Achtelfinals. Nach rund anderthalb Stunden verwertet Bencic bei eigenem Service gleich den ersten Matchball.

Im Platzinterview zeigt sich Bencic erfreut über den Einzug in die nächste Runde. «Ich habe lange auf meinen Achtelfinal-Einzug hier gewartet. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung», so die 29-Jährige. Offenbar beflügeln Bencic auch die um die 30 Grad herrschenden Temperaturen in Paris, die bei anderen immer wieder für gesundheitliche Probleme sorgen: «Es ist heiss und der Platz ist schnell, das liegt mir. Ich hoffe, es bleibt so.»

Während andere schauen müssen, dass sie nicht kollabieren, klingt das zunächst kurios. Aber die Hitze bringt für Spielerinnen, die ein schnelles Spiel bevorzugen, tatsächlich einen grossen Vorteil.

Im Achtelfinal trifft Bencic nun auf die Ukrainerin Elina Switolina (31, WTA 7). «Es ist schade, spielen Elina und ich jetzt schon gegeneinander. Sie ist ein Vorbild für mich. Sie ist in einer tollen Form und ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel der Mütter haben», meint Bencic zum Achtelfinal-Duell.

Teichmann sorgt für Sensation

Zuvor darf sich das Schweizer Tennis an einer grossen Sensation an den French Open erfreuen: Jil Teichmann schlägt die Weltnummer 10 Karolina Muchova mit 6:1, 7:5. Damit steht sie zum zweiten Mal nach 2022 in einem Grand-Slam-Achtelfinal – auch damals gelang ihr das in Paris.

Der erste Satz dauert nur gerade 31 Minuten. Und in denen lässt die Seeländerin der Tschechin, die 2023 im Final der French Open stand, keine Chance. Vor allem bei eigenem Aufschlag lässt Teichmann ihrer Kontrahentin nur gerade vier Punkte.

Im zweiten Durchgang wird Teichmann etwas fehleranfälliger und lässt Chancen liegen. Das nutzt Muchova, um mit Doppelbreak auf 5:1 davonzuziehen. Die Schweizerin holt sich direkt ein Break zurück, dann muss sich die Tschechin behandeln lassen. Eine Blase am Fuss macht ihr Probleme, danach geht bei ihr nichts mehr. Teichmann holt fünf Games in Folge und gewinnt das Match.

«Es waren viele Emotionen dabei, es war ein wichtiges Spiel für mich», sagt die Siegerin im Platzinterview mit der Ex-Spielerin Caroline Garcia. Was ihr vor allem geholfen habe: «Ich will meinen Fans Danke sagen. Viele sind heute aus der Schweiz angereist, ein paar sogar aus Argentinien.»

Mit Bencic und Teichmann stehen erstmals seit 2015 wieder zwei Schweizerinnen gemeinsam bei einem Grand-Slam-Turnier im Achtelfinal. Damals gelang dies ebenfalls Bencic sowie Timea Bacsinszky in Wimbledon.

Golubic scheitert an Weltnummer 15

Vorbei ist das Turnier dagegen für Viktorija Golubic. Auch wenn die Zürcherin fast 70 Weltranglistenplätze von ihrer Gegnerin Marta Kostyuk (WTA 15) trennen – die Zürcherin versteckt sich in ihrer Drittrundenpartie zu Beginn nicht. Gleich zweimal nimmt sie der fehleranfälligen Ukrainerin den Aufschlag ab und hält den ersten Satz so lange ausgeglichen.

Bis zum letzten Game: Da lässt sich Golubic zum 4:6 breaken – die Entscheidung in diesem Startdurchgang. Und danach ist Kostyuk in ihrem Element. Gleich zu Beginn des zweiten Satzes schafft sie ihren vierten Servicedurchbruch der Partie und bleibt anschliessend bei eigenem Service makellos. Nach rund 100 Minuten verwandelt sie schliesslich ihren ersten Matchball zum 6:4, 6:3 und zum Achtelfinaleinzug.

Golubic auf der anderen Seite dürfte die Anlage von Roland Garros trotz Niederlage mit erhobenem Haupt verlassen: Noch nie zuvor hat die 33-Jährige in Paris die dritte Runde erreicht, an einem Grand-Slam-Turnier ist sie überhaupt erst einmal weitergekommen. Mit Belinda Bencic und Jil Teichmann verbleiben damit noch zwei Schweizerinnen im Frauen-Turnier.

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