«Ich bin am Boden zerstört»
Die Schwing-Szene trauert um Strebel (†49)

Ex-Schwinger-Boss Stefan Strebel ist verstorben. Die Sägemehl-Schweiz trauert um den Aargauer.
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Der Tod von Stefan Strebel bewegt die Schwinger.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ex-Schwinger-Boss Stefan Strebel stirbt mit 49 Jahren an Herzversagen
  • Schwägalp-Sieger Burkhalter erinnert sich an letztes Telefonat
  • Auch Schwinger Sven Schurtenberger trauert um den ehemaligen Funktionär
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Nicola AbtReporter Sport

Die Schwing-Szene steht unter Schock. Das überraschende Ableben von Stefan Strebel (†49) bewegt viele. So auch den zweifachen Schwägalp-Sieger Stefan Burkhalter. «Ich bin am Boden zerstört. Es ist ganz schlimm», sagt er sichtlich mitgenommen am Telefon. 

Als Technischer Leiter hat Strebel den Schwingsport in den letzten Jahren wie kein anderer geprägt. Zwei Monate nach dem Ende seiner Funktionärskarriere erlitt der dreifache Eidgenosse ein Herzversagen. Kurz zuvor hatte er noch Kontakt mit Burkhalter. «Wir telefonierten vor wenigen Tagen.» 

Die beiden diskutierten über ein mögliches Treffen von ehemaligen Schwingern. Sie wollten Grössen aus ihrer Zeit einladen. «Stefan freute sich sehr darauf. Es ist jammerschade, dass er das nicht mehr erleben kann.»

Lob für ESAF-Einteilung in Mollis

Für Burkhalter ist es schon der zweite Todesfall von Menschen, die ihm nahestanden, und das innert kürzester Zeit. «Das Leben ist nicht fair. Es geht mir gerade brutal nahe.» Als er von der traurigen Nachricht erfuhr, dachte der 113-fache Kranzgewinner sogleich an das ESAF im letzten Herbst in Mollis GL zurück. 

Damals beobachtete er Strebel ganz genau, weil er Burkhalters Sohn Thomas einteilte. «Stefan hat einen super Job gemacht. Die Einteilung war sehr fair.» Die beiden verstanden sich gut, auch wenn sie teilweise nicht gleicher Meinung waren. «Er sagte, was er dachte. Das gefiel mir.» 

Für Eidgenosse Döbeli war er ein «Vorbild»

Diese Meldung hat nicht nur Burkhalters Tag ruiniert. Der vierfache Eidgenosse Sven Schurtenberger sagt gegenüber Blick: «Da wird einem einmal mehr bewusst, dass man das Leben schätzen und dankbar sein sollte. Mein Beileid an die Familie.» Kampfrichterboss Peter Ackermann schliesst sich dem an. 

Auch bei Andreas Döbeli sitzt der Schock tief. Strebel war für ihn mehr als nur ein Funktionär. «Er war ein Vorbild», sagt der Eidgenosse. Sie hatten sich kennengelernt, als Strebel im Freiamt als Jungschwingerleiter wirkte – seine erste Funktion im Verband. «Er war gradlinig und hart. Entweder hast du gespurt oder irgendwann aufgehört.» 

In Gedanken bei ihm und der Familie

Eine Schule, die prägte. «Er hat uns geformt. Nicht nur im Schwingen, sondern auch fürs Leben. Wenn es im Training hart wurde, musstest du durchbeissen.» Diese Eigenschaft half Döbeli später in seiner Position als Leiter des elterlichen Geflügelaufzuchthofs. Mit seiner Methode war Strebel erfolgreich. So wurden beispielsweise Andreas und sein Bruder Lukas erfolgreiche Schwinger.

Besonders hart dürfte Strebels Ableben auch Thomas Notter getroffen haben. Der Technische Leiter der Jungschwinger war ein guter Kollege des SC-Freiburg-Fans. In seiner Whatsapp-Story postete er eine Kerze. Mit den Gedanken sind sie alle bei Strebel und seiner Familie.

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