Alex Marquez ist beim MotoGP-Rennen in Barcelona schwer gestürzt. Der Spanier kam auf seiner Ducati in der zwölften Runde zu Fall, woraufhin die Rote Flagge geschwenkt und das Rennen unterbrochen wurde. Laut Rennleitung ist Marquez bei Bewusstsein, wird aber mit der Ambulanz ins Spital gefahren.
Am Sonntagabend meldet sich Marquez mit einem Bild aus dem Spital auf Instagram. «Alles unter Kontrolle! Heute Abend steht die Operation an, aber ich könnte nicht in besseren Händen sein. Vielen Dank an alle für eure Anteilnahme und all die lieben Nachrichten, die ich erhalte», schreibt er dazu. Wie sein Team ausserdem vermeldet, zog sich der Spanier einen Schlüsselbeinbruch und Halswirbelbruch zu.
Auslöser des Unfalls war ein technisches Problem bei Pedro Acosta, der plötzlich langsamer wurde. Landsmann Marquez konnte direkt dahinter zwar noch ausweichen, kam jedoch mit hoher Geschwindigkeit auf die Wiese und dann ins Kies, wo er stürzte. Sein Bike zerschellte im Anschluss an der Streckenmauer. Von den Trümmerteilen wurde auch Fabio Di Giannantonio getroffen, der ebenfalls stürzte, das Rennen aber fortsetzten konnte.
Rennen ein zweites Mal unterbrochen
Rund eine halbe Stunde nach dem Unfall wurde das Rennen bei noch 13 verbleibenden Runden wieder aufgenommen. Beim Restart kamen mit Johann Zarco, Francesco Bagnaia und Luca Marini aber drei weitere Fahrer zu Fall, wieder wurde die Rote Flagge geschwenkt. Obwohl die Bilder der Karambolage nichts für schwache Nerven sind (siehe Galerie), sind aber laut Rennleitung auch sie alle bei Bewusstsein. Wie der französische Journalist Thomas Baujard am Abend auf X schreibt, soll Zarco ohne offene Brüche davongekommen sein.
Beim dritten Restart ging dann alles gut und das Rennen konnte zu Ende gefahren werden. Es gewann der zuvor noch gestürzte Di Giannantonio vor Fermin Aldeguer und den in den zweiten Sturz verwickelte Bagnaia. WM-Leader Marco Bezzecchi wurde zwar nur Vierter, baute den Vorsprung im Gesamtklassement auf Jorge Martin aber dennoch auf 15 Punkte aus.