Das Spiel
Winterthur verabschiedet sich mit einer Niederlage aus der Super League. Gegen Luzern, auf dessen Seite Trainer Frick seine Dernière an der Seitenlinie bestreitet, verlieren die Winterthurer 0:3. Dabei hatte das Team von Rahmen in der Startphase noch die besseren Chancen, Buess vergibt jedoch zweimal die Führung für das Heimteam.
Auf der Gegenseite ist es Winti-Goalie Spagnioli, der sich in der von Rahmen durchgewirbelten Elf bei seinem Super-League-Debüt gleich dreimal bezwingen lassen muss. Kabwit bringt die Luzerner per Volley in Führung. Wenig später müssen die Winterthurer den nächsten Dämpfer hinnehmen, als Citherlet im eigenen Strafraum Citherlet zurückhält und für die Notbremse die Rote Karte sieht.
Beim anschliessend fälligen Elfmeter kann sich der junge Torhüter zwischen den Pfosten Winterthurs auszeichnen und gegen Di Giusto parieren – dafür wird Spagnoli von den Fans auf der Schützenwiese bejubelt, als hätte er soeben den Ausgleich erzielt.
In Unterzahl findet Winterthur danach kaum Mittel, um in der zweiten Hälfte noch ins Spiel zu finden. Dorn erhöht die Führung für Luzern, ehe Kabwit mit seinem zweiten Tor des Abends und insgesamt 11. Saisontreffer in der 68. Minute alles klar macht und seinem scheidenden Coach so einen klaren Sieg zum Abschied schenkt.
Die Tore
39. Minute, Oscar Kabwit, 0:1. Luzern nutzt einen Winterthurer Fehlpass eiskalt aus. Nach einer wunderbaren Flanke in die Tiefe von Dantas Fernandes, lässt Kabwit im Zweikampf Lüthi stehen und trifft aus der Drehung zwischen Winterthur-Goalie Spagnolis Beinen hindurch zur Luzerner Führung.
54. Minute, Pius Dorn, 0:2. Vasovic leitet auf den lossprintenden Dorn weiter. Dieser zieht alleine auf das Winterthurer Tor los und schiebt an Spagnoli vorbei ein.
68. Minute, Oscar Kabwit, 0:3. Nach einer Ecke können die Winterthurer nicht richtig klären. Karweine legt in der Folge für Kabwit auf, der aus kurzer Distanz sofort abschliesst.
Die Stimmen
Winterthur-Goalie Spagnoli bei Blue: «Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin stolz und glücklich über mein Debüt. Der Abstieg überwiegt natürlich alles. Aber wir geben alles, um wieder aufzusteigen – Winterthur gehört in die Super League. Kapino war ein überragender Goalie. Ich habe mich gefreut, das letzte Spiel zu spielen und habe mein Bestes gegeben. Ich kann noch nichts dazu sagen, ob ich aufgrund des Abgangs von Kapino nächste Saison die Nummer 1 sein werde – da ist noch alles am Laufen. Aber ich konnte mich heute empfehlen. Mein Ziel ist der Aufstieg und die Nummer 1.»
Luzern-Trainer Mario Frick bei Blue: «Ich bin überglücklich, dass wir das letzte Spiel noch gewonnen haben. Mir tat die Rote Karte aber leid. Winterthur ist abgestiegen und nun noch die Rote Karte… Das hat mich genervt. Zu meiner Zukunft kann ich nichts weiter sagen. Ich schaue mal, was kommt. Ich bin glücklich, dass es nun einen so guten Abschluss gegeben hat.»
Der Beste
Oscar Kabwit. Erzielt seine Tore 10 und 11. Alle Tore hat er in diesem Kalenderjahr erzielt. Heute zudem auch noch sehr trickreich unterwegs.
Der Schlechteste
Thibault Citherlet. Hinterlässt seine Mitspieler im letzten Super-League-Spiel mit einem dämlichen Foul in Unterzahl. Unrühmlicher Super-League-Abschied.
Das gab zu reden
Winterthur knackt gegen Luzern eine Marke auf die der Absteiger liebend gerne verzichtet hätte. Das dritte Luzerner Tor ist nämlich gleichzeitig auch das 100. Gegentor des FCW in dieser Saison.
Die Schiris
Nico Gianforte (Schiedsrichter), Benjamin Zürcher (Assistent), Claudio dos Santos (Assistent), Laura Mauricio (VAR). Kurz vor der Pause gibt es Penalty für Luzern. Citherlet hält Vasovic klar im Strafraum und sieht dafür auch noch Rot. Auf den ersten Blick scheint die Doppelbestrafung ein harter Entscheid. Nach Betrachtung der Bilder ist es aber unumgänglich. Es ist der einzige Entscheid, der zu reden gibt.
Die Fans
8100 Fans sind auf der Schützenwiese. Und damit ist das Stadion auch im letzten Saisonspiel ausverkauft. Die Stimmung ist trotz dem Abstieg wie immer fantastisch. Auch wenn die FCW-Kurve ein Transparent gegen die Klubspitze zeigt. «Budgetchürzig ohni Plan endet im Tabellekeller. Mir wennd nid nomal 37 Jahr warte.» Deutlicher könnte die Message an Präsident Keller und Sportchef Kaiser nicht sein.
So gehts weiter
Für beide Klubs der Relegation Group ist die Saison zu Ende. Sowohl für Winterthur in der Challenge League als auch für Luzern in der Super League startet die neue Saison nach der Sommerpause am Wochenende des 24. bis 26. Juli.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |






