Das Spiel
Winterthur lebt und träumt nach der Aufholjagd in der Vorsaison von einem erneuten Wunder im Abstiegskampf. Dank des 2:1-Siegs gegen Lausanne und der Derbyniederlage von GC fehlen zwei Runden vor Schluss noch vier Punkte auf den Barrageplatz. Im Direktduell vom Dienstag fällt somit entweder die Entscheidung im Kampf um den direkten Abstieg – oder die Mannschaft von Patrick Rahmen rückt dem Rekordmeister bis auf einen Punkt auf die Pelle.
Die Eulachstädter kommen wie die Feuerwehr aus der Kabine, erspielen sich bereits in der 2. und 5. Minute zwei Top-Chancen zur Führung. Während Théo Golliard und Andrin Hunziker vergeben, macht es Nishan Burkart kurz darauf besser. Im Anschluss verpasst es das Heimteam aber, den Offensivschwung mitzunehmen.
Lausanne stempelt, was den Angriff betrifft, erst nach der Pause richtig ein. Während Winti kaum noch was zustande bringt, erspielen sich die Waadtländer, für die es in der Abstiegsrunde um nichts mehr geht, nun Chancen. Nachdem sein erster Versuch kurz nach Wiederanpfiff noch von Stefanos Kapino pariert wird, trifft der auffällige Omar Janneh wenig später zum 1:1.
Wie reagiert Winti mit dem Messer am Hals? Der Stadionsprecher vermeldet den Zwischenstand aus Zürich – nach anfänglicher Zurückhaltung – nun doch. Und die Meldung vom 2:1-Führungstor des FCZ gegen GC scheint den FCW zu motivieren. Mit dem ersten nennenswerten Abschluss nach dem Seitenwechsel trifft Hunziker zum 2:1 und lässt die Schützenwiese explodieren.
Lausanne ist zu keiner neuerlichen Reaktion fähig. Zwar kommen die Gäste noch zum einen oder anderen Abschluss, richtig in Gefahr gerät der Winti-Sieg aber nicht mehr.
Die Tore
12. Minute, Nishan Burkart, 1:0. Théo Golliard verlagert mit einem langen Ball das Spielgeschehen auf den linken Flügel. Dort zieht Burkart in den Strafraum, lässt Theo Bergvall mit einem Haken aussteigen und haut den Ball aus spitzem Winkel mit einem strammen Abschluss unter die Latte.
56. Minute, Omar Janneh, 1:1. Winti lässt sich in Führung liegend auskontern: Oscar Renovales wird über links steil geschickt. Stefanos Kapino kann dessen Abschluss noch parieren, lenkt den Ball aber direkt vor die Füsse von Janneh, der nur noch einzuschieben braucht.
66. Minute, Andrin Hunziker, 2:1. Aus dem Nichts geht Winterthur erneut in Führung: Fabian Rohners Flanke aus dem rechten Halbfeld findet Hunziker, der per Kopf verwertet.
Die Stimmen
Luca Zuffi (FCW) gegenüber Blue: «Ich musste nichts sagen. Der Trainer wollte die Mannschaft nach diesem Sieg einfach kurz zusammen haben. Er wollte gratulieren, aber auch darauf hinweisen, dass am Dienstag bereits das nächste Spiel folgt und wir gut regenerieren müssen. Es ist unglaublich, dass wir immer noch leben. Wir wollten unbedingt, dass es diesen Final am Dienstag noch gibt.»
Der Beste
Andrin Hunziker. Hat eine enorme Wasserverdrängung, schmeisst sich in jeden Zweikampf. Liegt kurz vor seinem Siegtreffer noch am Boden, rappelt sich aber auf, köpfelt den Ball rein. Starke Szene, starker Auftritt insgesamt.
Der Schlechteste
Theo Bergvall. Der schwedische Rechtsverteidiger lässt sich vor dem 1:0 von Burkart austanzen, erwischt auch sonst keinen guten Nachmittag. So wie Verteidigerkollege Dircssi Ngonzo.
Das gab zu reden
Stefanos Kapino ist neuer Rekordhalter! Kein anderer Goalie der Super-League-Geschichte hat mehr Paraden gezeigt als der Winti-Keeper. Gegen Lausanne sinds acht. Damit hat er insgesamt 155 Saves gezeigt. Heinz Lindner (Ex-GC) kommt auf deren 152 in einer Saison.
Die Fans
Die wenigen Lausanne-Fans haben schon vor dem Spiel was zu feiern. Seit 130 Jahren gibts den Klub, «1896» steht auf der Choreo. Und auf Deutsch: «Alle zusammen.» Weil auch der FCW 1896 gegründet wurde und die beiden Vereine eine Fan-Freundschaft pflegen. Und um diesem Motto Kraft zu verleihen, tut Lausanne auf dem Platz nicht allzu viel, um den Winti-Sieg zu verhindern. Auf den Rängen feiern sich die beiden Fan-Lager selbst. Insgesamt sind 7200 Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Schützenwiese.
Die Schiris
Das Schiri-Trio um Chef Anojen Kanagasingam hat den Laden und das Spiel im Griff. Auch weil es frühe Verwarnungen gibt und der Unparteiische den Tarif gleich zu Beginn durchgibt. Beim Ausgleichstreffer der Lausanner riechts nach Abseits, der Assistent an der Seitenlinie aber hebt die Fahne zurecht nicht.
So gehts weiter
Winterthur trifft am Dienstag im Letzigrund im Abstiegskracher auf GC (20.30 Uhr). Lausanne spielt zeitgleich das Genfersee-Derby bei Servette.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 36 | 33 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 36 | 23 | 66 | |
3 | FC Lugano | 36 | 13 | 63 | |
4 | FC Sion | 36 | 23 | 61 | |
5 | FC Basel | 36 | 3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 36 | 6 | 51 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 36 | 6 | 47 | |
2 | Servette FC | 36 | 4 | 47 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 36 | -10 | 42 | |
4 | FC Zürich | 36 | -20 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 36 | -29 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 36 | -52 | 23 |






