Das Spiel
Über weite Strecken marschierte Thun völlig unbeirrt durch die Saison und krönte sich so völlig verdient zum Schweizer Meister. In den letzten Wochen ist bei den Berner Oberländern aber etwas der Wurm drin, vor allem seit der Titel feststeht. Die Thuner bleiben auch im dritten Spiel als Meister ohne Sieg, gegen St. Gallen gibt es ein 1:1. Den Ostschweizern gelingt damit die Hauptprobe für den Cup-Final nicht wunschgemäss.
Lange merkt man den Teams dabei an, dass es sportlich um nichts mehr geht. Beide Mannschaften wagen sich zwar immer wieder in die Offensive, häufig fehlt allerdings die nötige Präzision. Erst gegen Ende der ersten Hälfte drücken die Espen auf die Führung, scheitern jedoch vor allem an ihrem eigenen Unvermögen. Stevanovic scheitert erst an Spycher (36.) und dann an der Latte (45.), dazwischen haut Boukhalfa den Ball aus bester Position über das Tor.
Nach dem Seitenwechsel verliert die Partie jedoch wieder etwas an Fahrt. Viel mehr als einen Pfostenschuss von Rastoder (56.) bekommen die Fans im gut gefüllten Kybunpark vorerst nicht zu sehen. Nach einem hohen Ballgewinn gehen die Espen mit ihrer ersten guten Chance der zweiten Hälfte aber in Führung. Und siehe da: Plötzlich treffen auch die Thuner – und das ausgerechnet durch Ex-St.-Gallen-Junior Heule. Ein weiterer Treffer fällt in der Folge aber nicht mehr, dafür wollen beide Teams den Sieg zu wenig.
Die Tore
65. Minute, Corsin Konietzke, 1:0. Fazliji luchst Käit den Ball ab und dann gehts schnell. Der Querpass von Vogt wird noch geblockt, doch die Kugel landet direkt vor den Füssen von Konietzke, der Spycher aus rund zehn Metern keine Chance lässt.
73. Minute, Michael Heule, 1:1. Imeri flankt aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Am hinteren Pfosten steht Heule völlig frei und haut den Ball mit viel Wucht unter die Latte.
Der Beste
Jozo Stanic. Für St. Gallen ist es eine Woche vor dem Cupfinal von grosser Wichtigkeit, dass der Verteidiger nach seinem Verletzungs-Out wieder dabei ist. Starke Präsenz, in der Abwehr der Boss.
Der Schlechteste
Schwierig, einen herauszupicken. Thuns Valmir Matoshi spielt nicht schlecht, aber hat viel weniger Einfluss aufs Spiel als sein Pendant Kastriot Imeri im offensiven Mittelfeld.
Das gab zu reden
Ja, Mauro Lustrinelli (50) ist im Stadion. Der Meistertrainer ist gesperrt und gleichzeitig werden die Gerüchte um seine Zukunft in einer ausländischen Liga immer heisser. Union Berlin ist dabei Top-Kandidat, aber nicht der einzige. Doch an Vertragsverhandlungen weilt der Tessiner an diesem Sonntag nicht. Er begibt sich vor dem Spiel auf die Tribüne und vor Anpfiff auf die Suche nach einer Olma-Bratwurst. Nun, lange dauert die Suche nicht.
Die Schiris
Johannes von Mandach. Er zieht mehrmals den Zorn von beiden Teams auf sich und verteilt zwei Gelbe Karten wegen Reklamierens. An St. Gallens Konietzke und an Thuns Imeri. Aber weils ein Saisonendspiel ist, bei dem es um nicht mehr so viel geht, bleibt es insgesamt trotzdem ruhig.
Die Fans
Der Kybunpark wird im letzten Spiel unter diesem Stadionnamen als ausverkauft gemeldet – exklusive Fanblock. Tolle Kulisse für diese Ligaschluss-Affiche, auch wenn nicht ganz jeder Platz besetzt ist. 18’531 ist die Zahl.
So gehts weiter
Für Meister Thun geht es in die Ferien. Der FCSG hingegen hat das wichtigste Spiel der Saison noch vor sich. Am nächsten Sonntag (14 Uhr) treffen die St. Galler im Cup-Final auf Stade-Lausanne-Ouchy.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |






