Das Spiel
In der Anfangsphase ist es ein hart umkämpftes Spiel, die zwingenden Chancen fehlen aber auf beiden Seiten. Nach gut 20 Minuten kommt GC-Stürmer Lee zur bis dahin besten Chance des Spiels – sein Kopfball fliegt aber über das Tor. Kurz darauf kommt auch Aarau durch Standards ansatzweise gefährlich vor den GC-Kasten.
In der ersten Halbzeit bleiben hundertprozentige Torchancen den Fans im ausverkauften Brügglifeld verwehrt – vielmehr versuchen beide Mannschaften, kein unnötiges Risiko einzugehen. Kurz vor der Pause wird die Partie ruppiger – inklusive Rudelbildung. Man merkt, dass es für beide um viel geht. Ein Blick auf den Expected-Goals-Wert (xG) von 0,43 zu 0,40 (zugunsten der Hoppers) unterstreicht, wie ausgeglichen diese ersten 45 Minuten waren.
Das Heimteam kommt mit spürbar mehr Schwung aus der Kabine, doch die Abschlüsse von Filet und Afriyie stellen GC-Goalie Hammel vor keine ernsthaften Probleme. Nach gut einer Stunde sorgt eine Ecke des FCA erneut für Gefahr im GC-Strafraum. Praktisch im Gegenzug bietet sich den Hoppers eine aussichtsreiche Freistossposition: Dem Versuch von Asp Jensen fehlt jedoch die nötige Präzision, sodass Aarau-Keeper Hübel mühelos parieren kann.
In der Folge ist es aber der FCA, der mit mehr Zug zum Tor auf den Führungstreffer drückt. Zuerst setzt Fazliu das Leder über den Querbalken, nur wenige Augenblicke später kommt Müller nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Kopfball, den GC-Keeper Hammel pariert. Kurz vor Schluss kommt Aarau durch Altmeister Bobadilla zu einem gefährlichen Abschluss. Schlussendlich fehlt dem Challenge-League-Vertreter aber die letzte Finesse – vom Super-Ligist kommt über das gesamte Spiel hinweg viel zu wenig.
Somit endet das Hinspiel mit einem torlosen Unentschieden, das aus GC-Sicht schmeichelhaft ist. Die Entscheidung fällt im Rückspiel am Donnerstag.
Die Stimmen
GC-Anführer Amir Abrashi gegenüber Blue: «Es war ein Barrage-Spiel, in dem beide Teams defensiv gut standen und versuchten, möglichst wenige Fehler zu machen. Offensiv war es kein Riesen-Spektakel – aber es ist klar: Beide Mannschaften wollten hier nichts anbrennen lassen. Jetzt haben wir ein Rückspiel zu Hause im Letzigrund und haben es immer noch in den eigenen Füssen. Wir können mit diesem Resultat gut leben, weil wir genau wissen, dass hier schon einige Mannschaften in Schwierigkeiten geraten sind. Deshalb ist ein 0:0 keine schlechte Ausgangslage. Jetzt geht es im Letzi um alles. Im Rückspiel müssen wir alles raushauen, den letzten Willen zeigen und wirklich versuchen, dass wir in der Super League bleiben – alles andere zählt nicht und das können wir auch nicht akzeptieren. Deshalb: Vollgas am Donnerstag!»
Aarau-Urgestein Olivier Jäckle gegenüber Blue: «Wir haben ein gutes Spiel gemacht – es ist schade, denn in der zweiten Halbzeit hatten wir eine Druckphase mit guten Chancen. Die Chancenauswertung ist das einzig Negative am heutigen Tag. Am Donnerstag braucht es nochmals genau eine solche Leistung. Es werden so viele Aarau-Fans kommen – ich bin mir gar nicht sicher, ob es wirklich ein GC-Heimspiel sein wird. Es wird ein heisses Spiel.»
GC-Coach Peter Zeidler gegenüber Blue: «Um Tore zu machen, brauchen wir mehr Torchancen und davon habe ich nicht so viele gezählt von uns. Das werden wir analysieren, damit wir auch die Erkenntnisse aus dem Spiel, die wir dann haben mitnehmen können. Es geht um das Ergebnis und da müssen wir zufrieden sein, denn Aarau war kurz davor, das Tor zu machen. Unsere Zuschauer haben uns auch geholfen, das zu verteidigen, und dass kein Ball reingeht. Wir müssen besser spielen, um da was zu machen. Wir freuen uns auf das finale Spiel am Donnerstag – und ich hoffe auf viele Zuschauer. Nicht nur Aarau wird viele Fans dabei haben, es wird auch viele GC-Fans geben – das glaubt man kaum, aber es wird so sein.»
Der Beste
Nassim Zoukit. Das Zweikampf-Monster im Aarauer Mittelfeld bewirbt sich für die Super League – auch wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte.
Der Schlechteste
Lovro Zvonarek. Dem GC-Edeltechniker gelingt auf dem Brügglifeld-Rasen wenig bis gar nichts. Schlechte Passquote. Fürchterliche Zweikampf-Quote.
Das gab zu reden
48 Stunden nach dem 3:1-Sieg gegen Lausanne läuft GC im Brügglifeld wie erwartet mit einer komplett anderen Mannschaft auf. Von der Zürcher C-Elf schaffen es mit Mikulic, Diarrassouba, Marques und Ersatzgoalie Glaus nur vier Spieler erneut ins Kader. Alle sitzen zu Beginn auf der Bank.
Der Schiedsrichter
Anojen Kanagasingam lässt viel laufen, zückt aber dann Gelb, wenn er muss. Mit VAR Fedayi San macht keines der Teams Bekanntschaft.
Die Fans
8450 Fans sorgen im Barrage-Hinspiel für ein ausverkauftes Brügglifeld.
So gehts weiter
GC empfängt am Donnerstag um 20.15 Uhr Aarau zum Rückspiel dieses Barrage-Knüllers. Dann entscheidet sich endgültig, wer in der kommenden Saison in der Super League und wer in der Challenge League spielen wird.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |






