Während am Sonntag das Wankdorf im Cupfinal der Männer zwischen St. Gallen und Stade-Lausanne-Ouchy noch mehrheitlich in Grün-Weiss daher kam, erstrahlt es am Pfingstmontag bereits wieder in den gewohnten Farben. YB empfängt Servette zum Playoff-Final-Hinspiel der Women’s Super League und will dort seinen Titel verteidigen. Die 7977 Fans geben das Motto vor: «Zäme dra gloube.» Es ist aber auch die Neuauflage des Cupfinals Ende März, den die Genferinnen knapp für sich entschieden haben und bei den Bernerinnen für eine grosse Enttäuschung gesorgt hat.
YB-Trainerin Imke Wübbenhorst sieht, wie ihr Team forsch beginnt und die Gäste mit einem hohen Pressing unter Druck setzt. Allerdings sieht sie in der fünften Minute auch einen Genfer Freistoss aus grosser Distanz. Therese Simonsson bringt diesen zur Mitte und weil niemand den Ball berührt und auch YB-Torhüterin Amanda Brunholt nicht zu ihml geht, jubelt Servette über die frühe Führung.
Es ist lange Zeit der Höhepunkt der Partie, die von vielen Fehlpässen und langen Bällen geprägt wird. Zwar übernehmen die Bernerinnen das Zepter, haben aber zu wenig Durchschlagskraft, um die Genferinnen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Erst kurz vor der Pause, als Wübbenhorst lautstark mehr von ihren Spielerinnen gefordert hat, kommt es zu einer dicken Chance. Malaurie Granges zieht von der Strafraumkante ab und zwingt Servette-Keeperin Mickaëla Bottega zu einer starken Parade.
Simonsson bei allen Toren entscheidend
Auch nach dem Seitenwechsel sind die Bernerinnen im ereignisarmen Spiel das aktivere Team. Viele Unterbrüche und Verletzungen brechen aber den Rhythmus und nehmen Zeit von der Uhr. Rund 20 Minuten vor Schluss zeigen sich dann auch die Genferinnen wieder einmal in der Offensive – und wie: Magdalena Sobal wird in die Tiefe geschickt und sieht in der Mitte, dass Cristina Libran mitgelaufen ist. Die YB-Verteidigung ist komplett unsortiert und vergisst, dass auch Simonsson im Strafraum steht. Diese erhält den Ball und nimmt das Geschenk dankend an und trifft zum 2:0.
Die Bernerinnen werfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne und kommen in der 90. Minute einen Penalty zugesprochen. Simonsson blockte einen Schuss klar mit dem Arm. Maja Jelcic übernimmt die Verantwortung und verkürzt souverän zum 1:2-Endstand. Somit wartet Wübbenhorst weiterhin auf den ersten Sieg als YB-Trainer gegen Servette. Bereits am Freitag (19 Uhr) muss dieser aber spätestens kommen, wenn es mit der Mission Titelverteidigung noch klappen soll.
Das Final-Hinspiel gibts hier im Ticker zum Nachlesen:
90.+10 Minuten
Servette übersteht die lange Nachspielzeit ohne weiteren Gegentreffer und wird schliesslich vom Schlusspfiff erlöst. Der Hinspiel-Sieg für Servette ist in trockenen Tüchern – die Entscheidung im Final-Duell aber nach dem 2:1 natürlich noch nicht gefallen.
90.+9 Minute
Granges läuft in den Servette-Strafraum und wird an der Grenze von Misini gefällt. Es gibt kurze Elfmeterproteste – und tatsächlich meldet sich der VAR noch einmal bei Mauricio. An den Bildschirm wird sie aber nun nicht gebeten, das Spiel geht weiter.
90.+8 Minute
Servette lauert derzeit auf Konter. Nun zieht die eingewechselte Nein los und kommt tatsächlich zu einem Abschluss. Dieser ist aber zu wenig kraftvoll und somit keine echte Prüfung für Brunholt.
90.+5 Minute
Ein präziser Ball in den Strafraum findet Jelcic, die sogleich abschliesst. Die Position dafür ist aber nicht wirklich optimal, wodurch der Ball deutlich am Tor vorbei geht.
90.+3 Minute
Jelcics Tor hat das YB-Spiel neu belebt: Die Hoffnung auf den Ausgleich liegt wieder in der heissen Wankdorf-Luft. Nur: Aus dem Spiel heraus gelingt den Bernerinnen weiterhin nur wenig.
90. Minute
Kurz nach dem Anschlusstor gibts noch eine weitere gute Nachricht für YB: Schiedsrichterin Mauricio gibt gleich zehn Minuten Nachspielzeit. Liegt für das Heimteam gar noch mehr drin?
90. Minute
Toooor für YB! 2:1 durch Jelcic (Penalty) – Stürmerin Jelcic übernimmt die Verantwortung – und wie: Mit einem äusserst präzisen Abschluss in die untere linke Torecke lässt sie Bottega keine Chance und verkürzt auf 1:2.
88. Minute
Ein Schuss von Kühn landet am ausgestreckten Arm von Simonsson – und das im Servette-Strafraum. Mauricios Pfeife bleibt stumm, doch der VAR schaltet sich ein. Die Folge: Es gibt Penalty für die Bernerinnen. Packen sie diese Chance auf den Anschlusstreffer?
86. Minute
Durch das Wankdorf erschallt ein Pfeifkonzert, denn Serrano hat sich von Krämpfen geplagt hingelegt. Für die Kapitänin ist das Spiel kurz darauf zu Ende, wobei sie durch die erst 16-jährige Nein ersetzt wird. Dazu kommt Tufo für Sobal.
84. Minute
Der nächste YB-Abschluss ist Tatsache: Ess probiert es aus der Distanz. Am Ende geht der Ball nur knapp über die Latte.
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