Nach dem Hinspiel im Wankdorf war die Stimmung bei YB trotz der 1:2-Niederlage im Final-Hinspiel der Women’s Super League gegen Servette noch nicht im Keller. Die Bernerinnen haben eine solide Partie gezeigt und sich dank des späten Anschlusstreffers die Türe für die Titelverteidigung offengelassen.
Diese Hoffnung müssen die Bernerinnen im Rückspiel im Stade de Genève aber bereits früh begraben. Nach nur zwei Minuten trifft Servette ein erstes Mal durch Magdalena Sobal. Allerdings verteidigt YB beim Gegentor auch vogelwild: Lisa Jostens Pressingversuch geht schief und prompt ist die rechte Abwehrseite komplett offen. Auch Verteidigerin María Jiménez kommt nicht in den Zweikampf und so darf Sobal ihren siebten Playoff-Treffer feiern.
YB hinten offen wie ein Scheunentor
Im selben Stil geht es dann in der Folge weiter. YB macht mehr fürs Spiel, ohne gefährlich zu werden. Vorne sind die Bernerinnen harmlos und hinten offen wie ein Scheunentor. In der 16. Minute fällt dann das 2:0. Wieder gibt die Berner Verteidigung eine schlechte Figur ab, lässt Paula Serrano viel zu viel Platz. Die Spanierin sagt «gracias» und erhöht für die Westschweizerinnen.
Von YB kommt nach dem zweiten Gegentreffer lange nichts. Erst kurz vor der Pause haben sie die beste Chance der ersten Halbzeit. Doch Malaurie Granges scheitert an Goalie Micaela Bottega im Tor der Genferinnen, die im direkten Gegenzug beinahe das 3:0 erzielt hätten. Doch auch YB-Keeperin Amanda Brunholt erwischt einen guten Tag und kann den Ball gerade noch von der heraneilenden Therese Simonsson klären.
Servette holt das Double
Nach dem Seitenwechsel reagiert YB-Trainerin Imke Wübbenhorst auf die enttäuschende erste Halbzeit, bringt drei neue Kräfte – wirklich besser wird das Spiel der Bernerinnen nicht. Immerhin geben die rund 100 per Extrazug mitgereisten YB-Fans Vollgas und sorgen so für eine gute Stimmung unter den 5890 Fans.
So plätschert am Ende das Spiel etwas vor sich hin, auch weil von Servette fast gar nichts mehr kommt. Die Genferinnen gewinnen auch das Rückspiel und feiern nach dem Cupsieg auch die Meisterschaft – nach 2021 und 2024 bereits die dritte. Der Titel geht auch verdient in die Westschweiz. Das Team von Trainer Cristian Toro ist bereits durch die Qualifikation gepflügt und hat sich auch in den Playoffs keine Blösse gegeben.
Auf der anderen Seite stehen die Bernerinnen mit leeren Händen da und führen den Servette-Fluch fort. Seit 2019 wartet YB auf einen Sieg gegen die Genferinnen, die zum ersten Mal zu Hause den Pokal in die Höhe stemmen können.
90+2. Minute – 2:0
Das Spiel ist abgepfiffen. Servette gewinnt 2:0. Damit sichern sich die Genferinnen den Meistertitel – zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte. Dank des Cupsiegs – ebenfalls gegen die YB-Frauen – holen die Genferinnen in diesem Jahr das Double.
90. Minute – 2:0*
Die Nachspielzeit beträgt zwei Minuten.
90. Minute – 2:0*
Tufo kommt bei Servette für Nakkach, Wallin für Simon.
87. Minute – 2:0*
Villena y Scheffler wird von der Servette-Verteidigung alleine gelassen. Sie versucht sich mit der Hacke. Auf der Gegenseite trifft Nakkach die Latte.
85. Minute – 2:0*
Das Spiel plätschert nun etwas vor sich hin. Servette lauert vor allem auf Konter, während YB sich selten aus der eigenen Hälfte befreien kann.
82. Minute – 2:0*
YB-Joker Villena y Scheffler versucht sich aus der Distanz. Der Schuss ist aber zu zentral. Kein Problem für Servette-Torhüterin Bottega.
78. Minute – 2:0*
Auch Servette wechselt. Sobal, die zum 1:0 getroffen hatte, macht Platz für Nein, Jelencic steht neu für Martinez auf dem Feld.
77. Minute – 2:0*
Wechsel bei YB. Granges macht Platz für Villena y Scheffler.
76. Minute – 2:0*
Dysli wird am Abschluss gehindert. Servette kann kontern. Martinez' Ball gerät jedoch zu weit. Sie hatte versucht, Simonsson in der Sturmspitze zu lancieren.
72. Minute – 2:0*
YB versucht sich im Genfer Strafraum, die Servette-Verteidigung kann jedoch klären. Im Gegenzug wird der Angriff der Genferinnen sogleich wieder unterbinden.