Der Villa Park steht kopf. 4:0! Aston Villa behält im Duell mit Premier-League-Konkurrent Nottingham Forest das bessere Ende für sich. In Birmingham wird der Einzug in den Final der Europa League (am 20. Mai in Istanbul gegen Freiburg) ausgelassen gefeiert. Edelfan Prinz William darf da natürlich nicht fehlen.
Dabei ereignet sich in der ersten Halbzeit ein Schreckmoment: Ollie Watkins bleibt in der 25. Minute am Boden liegen, er blutet an der Stirn. Als der Aston-Villa-Stürmer den Ball nach einem Corner aufs Tor geköpfelt hat, ist er zeitgleich von Nottinghams Verteidiger Morato am Kopf erwischt worden.
Für Blue-Experte Michael Lang ein klarer Fall, hier müsste es Penalty fürs Heimteam geben: «Wenn der Verteidiger im Strafraum zu spät kommt, ist das ein Elfmeter.» Schiedsrichter Glenn Nyberg siehts anders. Lang: «Unverständlich!»
Buendia erst mit Traumsolo, dann erfolgreicher Penaltyschütze
Doch Aston Villa und Watkins erholen sich rasch vom Blutschock. Fortan unterwegs mit einem Verband um den Kopf herum, erzielt der Engländer das 1:0 in der 36. Minute. Wobei Emiliano Buendia mit seinem grossartigen Solo, als er Jair Cunha und Elliot Anderson wie zwei F-Junioren aussteigen lässt, den Hauptanteil an diesem Führungstor für sich beanspruchen kann.
Der Argentinier Buendia beweist in der zweiten Halbzeit, dass er nebst technischen Versiertheiten auch Nervenstärke besitzt. Unten links schlägt sein Penalty zum 2:0 für das Team von Trainer Unai Emery ein, obwohl Gäste-Keeper Stefan Ortega die Ecke ahnt (58.). Ref Nyberg hat auf den Punkt gezeigt, nachdem er vom VAR zur Seitenlinie beordert worden ist, weil Nikola Milenkovic das Trikot von Pau Torres unbedingt einem Reisstest unterziehen wollte. Mit seinem Doppelpack in der 77. und 80. Minute macht der schottische Captain John McGinn dann im Villa Park alles klar.
Bei Nottingham Forest wird Morgan Gibbs-White eine Woche nach dem 1:0-Sieg zu Hause im Hinspiel schmerzlich vermisst. Wie unser Nati-Flügel Dan Ndoye sitzt Gibbs-White auf der Ersatzbank, schwer gezeichnet von seiner üblen Kollision mit Chelsea-Keeper Robert Sanchez am vergangenen Montag im Premier-League-Spiel in London. Die frischen Nähte zwischen den Augen erinnern sichtbar an den brutalen Zusammenprall vor drei Tagen. Aber heute Abend dürfte das Verpassen des Europa-League-Finals schmerzhafter sein.






