Darum gehts
- Während CL-Final kam es in Paris zu Ausschreitungen
- Polizei kontrollierte 2216 Personen und verhaftete 45
- 22'000 Polizisten im Einsatz, davon 8000 allein in Paris
In Paris ist es im Zuge des Champions-League-Finals zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Noch vor dem Abpfiff des Spiels zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal in Budapest, kontrollierte die Polizei über 2216 Personen.
Besonders betroffen war die Gegend nahe der Champs-Élysées, wo eine Bushaltestelle zerstört wurde. Auch eine Bäckerei und ein Restaurant in der Nähe des Parc des Princes erlitten Schäden. Zudem wurden zahlreiche Autos angezündet. Laut «Bild» wollte eine Gruppe Randalierer sogar eine Polizeiwache stürmen.
Am Sonntagmittag zieht das Innenministerium Bilanz der Krawallnacht. Insgesamt seien landesweit «780 Festnahmen erfolgt, davon 480 im Zuständigkeitsbereich der Pariser Polizeipräfektur, teilte der zuständige Minister Laurent Nunez (62) mit. 219 Personen sind in ganz Frankreich bei den Ausschreitungen verletzt worden, acht davon schwer. Weiter wurden insgesamt 57 Polizisten verletzt, wobei es sich laut «Le Parisien» meist um leichtere Verletzungen handelt.
22'000 Polizisten im Einsatz
Die Auseinandersetzungen eskalierten, als Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte abgefeuert wurden. Laut der Nachrichtenagentur AFP setzten Polizisten daraufhin Tränengas ein. «Unsere Aufgabe ist es, allen eine festliche Feier zu garantieren, die ruhig und vollständig sicher ist», erklärte ein Polizeisprecher. Ein Polizist wurde bei den Zusammenstössen verletzt.
Innenminister Laurent Nunez verteidigte das Sicherheitskonzept: «Es gab ein sehr robustes, sehr solides Sicherheitskonzept, um Gewalt einzudämmen.» Landesweit waren 22'000 Polizisten im Einsatz, davon 8000 allein in Paris. Bereits 2025 war es nach dem PSG-Triumph in der Königsklasse zu Krawallen gekommen, was die Behörden dieses Jahr zu erhöhten Sicherheitsmassnahmen veranlasste. Damals wurden über 550 Personen festgenommen, fast 200 verletzt, und zwei kamen ums Leben. Ein 17-jähriger Mann starb an den Folgen eines Stichs in die Brust, und im 15. Arrondissement kam eine 20-jährige Rollerfahrerin ums Leben, nachdem sie von einem Fahrzeug angefahren wurde.


