Das Hinspiel im Halbfinal der Champions League zwischen Atlético Madrid und Arsenal war nicht gerade ein Fussball-Leckerbissen. 1:1 lautete das Resultat in Madrid – beides Penalty-Tore.
Auch im Rückspiel in London konnte man kein Feuerwerk erwarten. Immerhin startet Arsenal etwas mutiger ins Spiel, doch wirklich gefährliche Torchancen bleiben lange Mangelware. Kurz vor der Pause tankt sich Gunners-Stürmer Viktor Gyökeres auf dem rechten Flügel durch und spielt den Ball auf Leandro Trossard. Dieser scheitert mit seinem Abschluss noch an Atlético-Goalie Jan Oblak, doch gegen den Nachschuss von Bukayo Saka kann auch er nichts ausrichten. Von Atlético kommt bis zum Seitenwechsel herzlich wenig.
Entsprechend reagiert Trainer Diego Simeone nach dem Pausentee und lässt seine Spieler etwas offensiver auftreten. Und siehe da: Die Spanier haben mehr Spielanteile und Pech, dass Schiedsrichter Daniel Siebert in der 50. Minute nicht auf Penalty entscheidet. Das Tackling von Gabriel Magalhaes ist hart an der Grenze. Auch in der Folge bleiben die Rojiblancos am Drücker, schaffen es aber nicht den gutsortierten Abwehrriegel der Nordlondoner zu knacken.
Doppel-Wechsel als Knackpunkt
In der 66. Minute wechselt Atlético dann doppelt. Für Blue-Experte Mladen Petric der Knackpunkt: «Für mich hat sich Simeone mit den Wechseln verpokert.» Denn danach findet Arsenal wieder besser ins Spiel. Gyökeres verpasst mit einer Direktabnahme das 2:0.
In der Schlussphase versucht Simeone in typischer Manier nach vorne zu peitschen. Die Energie des Trainers überträgt sich aber nur bedingt auf seine Mannen. Diese wirken platt und schaffen den rettenden Ausgleich nicht mehr.
So zieht Arsenal dank des 1:0-Mini-Heimsiegs in den CL-Final ein und wahrt sich so die Chance auf das Double. Für Antoine Griezmann endet derweil eine Ära: Der Franzose verlässt Atlético im Sommer in Richtung MLS.






