Nach Rassismus-Vorwürfen
Uefa suspendiert Benfica-Spieler

Die mutmasslich rassistische Äusserung von Benficas Gianluca Prestianni gegen Real-Spieler Vinicius im Hinspiel der Champions-League-Playoffs hat ein Nachspiel: Der Argentinier wird für ein Spiel suspendiert. Das letzte Wort steht allerdings noch aus.
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Stein des Anstosses: Prestianni und Vinicius geraten im Hinspiel der Champions-League-Playoffs am vergangenen Dienstag aneinander.
Foto: Getty Images
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Im Fall um Gianluca Prestianni ist ein erster Entscheid gefallen: Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa suspendiert den Offensivspieler von Benfica Lissabon für eine Partie auf der europäischen Bühne, weil er «dem Anschein nach» gegen die Anti-Diskirminierungsregeln der Uefa verstossen hat. Damit muss Prestianni für das Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen Real Madrid vom kommenden Mittwoch aussetzen.

Grund für diese Massnahme: Eine mutmasslich rassistische Äusserung des Argentiniers gegenüber Real-Star Vinicius während des Hinspiels am vergangenen Dienstag. Weil sich der Brasilianer danach sogleich bei Schiedsrichter François Letexier beschwert hat, ist die Partie für einige Minuten unterbrochen worden. Real-Star Kylian Mbappé gibt nach dem Spiel zu Protokoll, er habe aus Prestiannis Mund fünfmal das Wort «Affe» gehört. Prestianni selbst streitet dies gemäss seinem Trainer José Mourinho allerdings ab. Weil Prestianni bei seinen Worten das Trikot über den Mund gezogen hat, ist bislang unklar, was er genau gesagt hat.

Sicher ist: Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Die Ermittlungen der Uefa laufen nach wie vor – durchaus möglich also, dass noch weitere Sanktionen gegen Prestianni verhängt werden.

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