Nach Marco Odermatt gegen Finnland ist die nächste Schweizer Sportgrösse an der Reihe, das Spiel der Nati einzuläuten. Und der ehemalige Tennis-Maestro Roger Federer bimmelt an der Glocke, als gäbe es kein morgen. Davor hatte er, wie zuletzt Patent-Ochsner-Frontmann Büne Huber, in der Kabine das Team mit dem Verlesen der «Starting Six» inspiriert.
Entsprechend heiss kommen die Schweizer aus der Kabine. Sie übernehmen sofort das Kommando, fahren ihre Checks fertig. Und Timo Meier fährt wie eine Abrissbirne durch die schwedischen Abwehrreihen.
Die «Tre Kronor», die in der Gruppenphase enttäuscht hatten, müssen sich erst mal sortieren. Doch als sie nach sechs Minuten ihre erste Chance haben, schlagen sie eiskalt zu. Théo Rochette gewährt dabei Emil Heinemann zu viel Raum. Der bedient Linus Karlsson, der Leonardo Genoni zwischen den Beinen bezwingt.
Die Schweizer versuchen, sofort zu reagieren. Und überreagieren. Dean Kukan erwischt Supertalent Ivar Stenberg mit einem Crosscheck am Hals – und wird nach Video-Studium unter die Dusche geschickt.
Während der 5-Minuten-Strafe verteidigt die Nati gut. Doch dann liegt der Puck doch im Tor. Die Schiedsrichter schauen sich auch diese Szene noch einmal im Video an – und annullieren den Treffer, weil sie der Ansicht sind, dass Oskar Sundqvist den Puck mit einer Kickbewegung ins Tor bugsiert hat.
Captain Josi geht voran
Die Fans atmen durch. Und wenig später liegen sie sich in den Armen, als Captain Roman Josi den Ausgleich erzielt. Die Schweizer führen jeden Zweikampf mit dem Messer zwischen den Zähnen und überschreiten zuweilen die Grenzen. So hat Timo Meier Glück, dass er nach einem Kniecheck gegen Sundqvist, der wie Oliver Ekman Larsson davor nach einem Check von Nino Niederreiter verletzt raus muss, nicht auch unter der Dusche landet. Wird der Appenzeller hinterher noch zur Rechenschaft gezogen und gesperrt?
Die Nati hat das Spiel gut im Griff, lässt kaum Chancen zu und kommt dann auch offensiv wieder besser in Schwung. Dann bittet Denis Malgin zum Tanz. In aller Ruhe läuft der ZSC-Star durch die Abwehr und bezwingt Magnus Hellberg. Die Halle bebt. Und es kommt noch besser: Im Powerplay erhöht Calvin Thürkauf auf 3:1.
Erst im dritten Abschnitt verlagert sich das Geschehen vermehrt in die Zone vor Genoni. Doch die Nati bleibt kompakt und Genoni ist Genoni. Der Schweden-Albtraum ist zu Ende, der Gold-Traum lebt weiter.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |




