Am Freitag war der WM-Motor der Nati gegen die USA sofort angesprungen. Bereits mit dem ersten Angriff schoss Pius Suter die Schweiz nach 123 Sekunden gegen den Weltmeister in Führung. Ganz so geschmeidig läuft es tags darauf nicht. Die Mannschaft von Jan Cadieux braucht diesmal länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Erst nach acht Minuten muss der lettische Keeper Kristers Gudlevskis eine erste Parade zeigen.
Danach bekommt der Goalie, der seit einigen Jahren bei den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven in Deutschland spielt, aber genug Gelegenheit, seine Qualitäten zu zeigen. Der 33-Jährige scheint sich in der Rolle des Spielverderbers zu gefallen.
Der Druck der Schweizer nimmt zu, Angriffswelle um Angriffswelle rollt auf die Letten zu. Und phasenweise werden sie eingeschnürt, dass sie stehend k.o. wirken. Nach 30 Minuten hat Gudlevskis 30 Schüsse abgewehrt. Dabei profitiert er auch davon, dass die Schweizer die Präzision und Ruhe im Abschluss vermissen lassen und Chancenwucher betreiben.
Nati-Bann bricht nach Spielhälfte
Der Atmosphäre tut dies in der Zürcher Swiss Life Arena keinen Abbruch. Es herrscht Party-Stimmung. Natürlich erst recht, als die Schweizer Geduld endlich Rosen bringt. Timo Meier verwertet nach einem Zwei-gegen-eins-Angriff einen Pass seines Captains bei den New Jersey Devils Nico Hischier. Lanciert wird der Gegenstoss durch ein raffiniertes Pässchen von Théo Rochette zwischen den Beinen eines Letten hindurch.
Durchatmen bei den Schweizern und ihren Fans – und für einen Moment verliert die Nati den Fokus. Tim Berni lässt sich zu leicht ausspielen. Und der bisherige Kloten-Stürmer Deniss Smirnovs, der zu Ajoie wechseln könnte, sich aber noch weiter umschaut, spielt zu ZSC-Stürmer Rudolfs Balcers, der Sandro Aeschlimann bezwingt. Den HCD-Goalie, der zum zweiten Mal nach 2022 (3:2 gegen Kasachstan) zu einem WM-Einsatz kommt, trifft dabei keine Schuld. Die Nati lässt sich aber nicht schocken. Und nachdem Meier gelegt wird, trifft Damien Riat im Powerplay, als Sven Andrighetto sehr viel Geduld beweist.
Kukan trifft zum Start ins dritte Drittel
Gleich zu Beginn des dritten Abschnitts sorgen die Schweizer dafür, dass sie nicht noch über zu viele vergebene Chancen graue Haare wachsen lassen müssen und die Nerven nicht über Gebühren strapaziert werden. Lokalmatador Dean Kukan stellt auf 3:1.
Darauf kann auch Aeschlimann noch seinen Beitrag zum gelungenen Start der Nati leisten. Er und seine Vorderleute halten den letzten Versuchen der Letten, die Niederlage abzuwenden, stand. Danach schaukelt die Nati die Führung über die Zeit und die Fans schunkeln. Und nach grossartiger Vorarbeit von Simon Knak macht Riat mit dem 4:1 alles klar. Die Nati nimmt schon Kurs auf die Viertelfinals.
«Wir gehören zu den Top-Favoriten»
Das sieht auch Knak so, auch wenn er noch den ein oder anderen Kritikpunkt sieht. «Wir spielen mit viel Speed, die Passqualität können wir noch etwas verbessern, und in der neutralen Zone müssen wir mit den Turnovers aufhören. Wir geben ihnen so immer Überzahlsituationen. Wenn wir das abstellen können, sind wir eine richtig gute Mannschaft und gehören zu den Top-Favoriten des Turniers», sagt er nach dem Spiel gegenüber SRF.
Tore: 31. Meier (Hischier, Rochette) 1:0. 32. Balcers (Smirnovs, Vilmanis) 1:1. 38. Riat (Andrighetto, Malgin/PP) 2:1. 41. Kukan (Marti, Meier) 3:1. 53. Riat (Knak, Kukan) 4:1. 60. Balcers (Vilmanis, Smirnovs/PP) 4:2.
Fans: 10'000
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 2 | 5 | 6 | |
2 | Finnland | 2 | 5 | 6 | |
3 | Schweiz | 2 | 4 | 6 | |
4 | USA | 2 | 2 | 3 | |
5 | Lettland | 2 | 0 | 3 | |
6 | Deutschland | 2 | -4 | 0 | |
7 | Ungarn | 2 | -5 | 0 | |
8 | Großbritannien | 2 | -7 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 2 | 8 | 6 | |
2 | Slowakei | 2 | 4 | 6 | |
3 | Tschechische Republik | 2 | 2 | 4 | |
4 | Norwegen | 2 | 3 | 3 | |
5 | Schweden | 2 | 2 | 3 | |
6 | Slowenien | 2 | -3 | 2 | |
7 | Dänemark | 2 | -7 | 0 | |
8 | Italien | 2 | -9 | 0 |




