Der Fall Fischer ist um ein Kapitel reicher. Im Interview mit Peter Röthlisberger macht der Ex-Nati-Coach SRF harte Vorwürfe. Untermauert wird das mit einer Mail, geschrieben von SRF-Mann Pascal Schmitz an Finn Sulzer, Medienchef des Schweizer Eishockeyverbands SIHF. Darin steht: «Ich schreibe dir bezüglich unseres ‹off-the-record›-Gesprächs am Mittagstisch in Altstetten. Mir ist die Bedeutung einer ‹off-the-record›-Vereinbarung sehr bewusst, und ich nehme dies ernst.»
Zur Erklärung: An jenem besagten Mittagessen erzählte Fischer SRF-Schmitz, dass er ein Covid-Zertifikat gefälscht habe. Für Fischer war klar: Er hatte dies Schmitz «off the record» erzählt. Doch Schmitz und SRF sahen das anders und machten später das gefälschte Covid-Zertifikat von Fischer öffentlich, der daraufhin seinen Job als Nati-Trainer verlor.
Nun reagiert SRF auf den neuen Vorwurf von Fischer. «SRF hält an seiner bisherigen Darstellung fest: Es gab keine ‹off-the-record›-Vereinbarung vor dem Gespräch mit Patrick Fischer», erklärt SRF gegenüber Blick, «der Medienchef des Schweizerischen Eishockey-Verbandes wollte im Nachgang zum besagten Mittagessen eine ‹off-the-record›-Forderung geltend machen. Deshalb kam es zum erwähnten E-Mail-Verkehr zwischen Pascal Schmitz und dem Medienchef. In seiner Antwort hat Pascal Schmitz auf diese nachträgliche Forderung Bezug genommen bzw. den Wortlaut des Verbandes wiedergegeben. Eine vorgängige ‹off-the-record›-Vereinbarung wurde damit nicht bestätigt. Im gleichen E-Mail hat Pascal Schmitz zudem klargestellt, dass er die Aussagen nicht einfach ignorieren kann und dass er – in Absprache mit der Chefredaktion – Patrick Fischer und dem Verband die Möglichkeit zur Stellungnahme geben will.»
«SRF weist die Vorwürfe zurück»
Was SRF zwischen den Zeilen versteckt andeutet: Im Gespräch zwischen Fischer und Röthlisberger wurde offenbar nicht das ganze Mail vorgelesen, sondern nur ein Teil davon. Ein bewusster Entscheid?
Weiter schreibt SRF: «Eine ‹off-the-record›-Vereinbarung muss vorgängig, explizit und gegenseitig erfolgen – das ist ein anerkannter journalistischer Grundsatz. Das war hier nicht der Fall. Entscheidend ist zudem, dass die betreffende Aussage im Rahmen eines Drehtags für ein Porträt fiel, in einer klar erkennbaren beruflichen Situation im Beisein des Medienchefs und eines Kameramanns, und nicht in einem vorgängig vereinbarten ‹off-the-record›-Gespräch. Ungeachtet dessen hat die Redaktion den nachträglich angebrachten Vorbehalt respektiert: Die entsprechenden Aussagen wurden weder als Zitat veröffentlicht noch wurde Patrick Fischer als Quelle genannt.»
Für SRF ist deshalb der Fall klar: «SRF weist die Vorwürfe zurück, journalistische Grundsätze verletzt oder eine Vereinbarung gebrochen zu haben, und nimmt zur Kenntnis, dass Patrick Fischer die Situation anders beurteilt.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |
