Darum gehts
- Ab Donnerstag Hitzewarnung Stufe 3 für grosse Teile der Schweiz
- Temperaturen bis 38 Grad prognostiziert, Experten warnen vor Gesundheitsrisiken
- Bund empfiehlt täglich mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken
Die Schweiz schwitzt – und das ist erst der Anfang: Für mehrere Regionen hat Meteo Schweiz ab Donnerstag die Hitzewarnung der Stufe 3 (erhebliche Gefahr) ausgerufen. In einem Gebiet gilt sogar die Warnung der Stufe 4 (grosse Gefahr). Die Warnungen gelten bis am Dienstag um 20 Uhr.
Blick zeigt dir, was in deiner Region auf dich zukommt.
Westschweiz
Gefahrenstufe: 3 (erhebliche Gefahr) Die Warnung gilt für die Kantone Waadt, Neuenburg, Jura, Freiburg, Genf.
Temperaturen: 32 bis 37 Grad (in der Nacht 18 bis 24 Grad)
Gewitter: Teilweise am frühen Freitagabend
Mehrere Kantone der Romandie haben bereits eigene Hitzeschutzpläne aktiviert – darunter Genf und Waadt. Wenn der Kanton Genf den «Hitzeplan» ausruft, bedeutet das, dass wegen einer erwarteten oder bereits eingetretenen Hitzewelle besondere Schutzmassnahmen aktiviert werden, um die Bevölkerung – insbesondere ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich gefährdete Personen – zu schützen. Dabei informieren die Behörden vermehrt über Schutzmassnahmen und organisieren zusätzliche Betreuung für Risikogruppen.
Nordwestschweiz (Basel, Basel-Land, Leibstadt-Frick AG, Schwarzbubenland SO )
Diese Region trifft es am härtesten.
Gefahrenstufe: 4 (grosse Gefahr) Laut dem Bund besteht ein grosses Risiko für Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein.
Temperaturen: 33 bis 38 Grad (in der Nacht 18 bis 24 Grad)
Gewitter: Lokal am Freitagabend
Was es besonders prekär macht: Die Luftfeuchtigkeit ist mit 30 bis 45 Prozent besonders hoch. Der Bund rät deshalb, mindestens 1,5 Liter pro Tag zu trinken, am besten ungesüsste und alkoholfreie Getränke. Der Körper soll kühl gehalten und Schattenplätze sollen aufgesucht werden. «Was auf uns zukommt, ist absolut historisch und einmalig», sagte Roger Perret von Meteo News gegenüber watson die aktuelle Lage. Besonders im Fokus steht Basel-Binningen, wo am 27. Juni 1947 eine Temperatur von 36,9 Grad gemessen wurde. Die Frage steht im Raum, ob diese Marke übertroffen wird.
Mittelland (Bern, Solothurn, Aargau, Zürich)
Gefahrenstufe: 3 (erhebliche Gefahr)
Temperaturen: 31 bis 36 Grad
Gewitter: Lokal am Freitagabend
Im Mittelland könnten mehrere Hitzerekorde fallen. Das wäre aussergewöhnlich. In Zürich, Bern oder Lugano liegen die bisherigen Juni-Bestmarken teilweise seit Jahrzehnten unangetastet. Hitzegeplagte flüchten am besten in ein fliessendes Gewässer. Die Rhein-Temperatur liegt aktuell bei knapp unter 18 Grad.
Zentralschweiz
Gefahrenstufe: 3 (unterhalb von 800 Metern), keine (in höheren Lagen)
Temperaturen: 31 bis 36 Grad, in höhreren Lagen ab 800 Metern 18-24 Grad
Gewitter: Freitagnachmittag und Abend
Diese Region ist temperaturtechnisch heterogener. Während in den Städten wie Luzern, Zug, Altdorf, Stans oder Sarnen Temperaturen bis 36 Grad herrschen, fällt die Lage in höheren Lagen wie beispielsweise dem Urner Oberland, entspannter aus. Einen Trip in die Höhe könnte sich hier lohnen.
Ostschweiz
Gefahrenstufe: 3 (erhebliche Gefahr)
Temperaturen: 31 bis 36 Grad
Gewitter: Eher nein
Auch hier könnte ein Rekord fallen. In St. Gallen erreichte das Thermometer am 30. Juni 2019 31,4 Grad. Ob dieser Wert geknackt wird? Am besten aushalten lässt sich die Hitze übrigens bei einem Schwumm im 20-Grad-warmen Bodensee.
Südostschweiz
Gefahrenstufe: 3 (unterhalb von 800 Metern), keine (in höheren Lagen)
Temperaturen: 31 bis 36 Grad, in höhreren Lagen ab 800 Metern 18-27 Grad
Gewitter: Freitag- und Sonntagabend
In erhöhten Lagen wie dem Prättigau, Ober- und Unterengadin, Albulatal und der Surselva bleibt es somit angenehm. Wer es kühl haben möchte, flüchtet am besten auf einen der zahlreichen Pässe. Selbst auf 4000 Metern über Meer liegen die Temperaturen noch bei null Grad, während sie auf rund 2000 Metern etwa 20 Grad erreichen. Eine spezifische Region, die sich zum Wandern eignet, hob Wetterexperte Roger Perret im Gespräch mit Blick nicht hervor, aber seine Devise lautet: «Je weiter hinauf man geht, umso weniger heiss ist es.» Hier erfährst du zudem, welche Badeorte die Blick-Redaktion empfiehlt.
Tessin
Gefahrenstufe: 3 (unterhalb von 800 Metern)
Temperaturen: 31 bis 36 Grad
Gewitter: Vereinzelt am Donnerstag- und Freitagabend
Im Tessin könnte es bereits am Donnerstagabend lokal zu kräftigen Hitzegewittern kommen. Verbreitet fallen diese jedoch nicht aus, wie Meteorologe Michael Eichmann von «Meteo News» gegenüber Blick erklärt.
Wallis
Gefahrenstufe: 3 (unter 800 Meter), keine (in höheren Lagen)
Temperaturen: 32 bis 37 Grad
Gewitter: Freitagnachmittag
In erhöhten Lagen wie den hochalpinen Alpentälern im Südwallis bleibt es kühl. Für Teile des Ober- und Unterwallis gilt hingegen Gefahrenstufe 3. Aufgrund der grossen Trockenheit herrscht in Teilen des Kantons grosse Waldbrandgefahr. Im Vispertal, Simplon und im Raum Sitten herrscht die zweithöchste Gefahrenstufe.