«Es kommt noch gut für die Nati!»
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Exotin bei Public Viewing:«Es kommt noch gut für die Nati!»

Schweiz-Bosnier sitzen zwischen den Stühlen
«Wir tragen beide Nationen in uns»

Am Donnerstag steigt das zweite Gruppenspiel der Schweiz gegen Bosnien. Viele bosnische Fans sind optimistisch und hoffen auf einen Sieg ihrer Mannschaft. Auch wenn bei ihnen zwei Herzen in der Brust schlagen.
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Die Spieler des FC Bosna Biel/Bienne fiebern dem Match gegen die Schweiz entgegen.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz trifft am Donnerstag um 21 Uhr auf Bosnien-Herzegowina in Los Angeles
  • 60'000 Menschen mit bosnischen Wurzeln leben in der Schweiz
  • Bosnien gewann das einzige bisherige Duell gegen die Schweiz mit 2:0

Am Donnerstagabend ab 21 Uhr gehts um die Wurst. Oder doch um die Ćevapčići? Das zweite Gruppenspiel der Schweizer Nati steht an. Der Gegner: Bosnien-Herzegowina.

Beide Mannschaften haben bisher einen Punkt geholt und brauchen den Sieg unbedingt, um weiterhin gute Chancen auf die K.o.-Runde zu haben. Die Unterstützung der Fans ist deshalb so wichtig wie selten!

Dabei kann auch Bosnien-Herzegowina auf einigen Support aus der Schweiz zählen. Rund 60'000 Menschen mit Wurzeln im Land auf dem Balkan leben hier. Und viele von ihnen sind fussballverrückt.

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«Wir hoffen auf einen Sieg von Bosnien»

Entsprechend gross ist die Vorfreude auf den Match am Abend. Zum Beispiel bei Sara, Hana und David aus Grenchen SO. Die drei sind zwar etwas hin- und hergerissen, für wen sie mitfiebern sollen, aber schlussendlich ist die Sache dann doch klar: «Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen auf einen Sieg von Bosnien», sagen die jungen Fussballfans zu Blick und posieren mit Schals der bosnischen Mannschaft.

Aladin Dervisevic, Flügelspieler beim FC Bosna Biel/Bienne, hält es ähnlich. Er sagt: «Mein Herz schlägt heute Abend für Bosnien. Trotzdem wünsche ich mir, dass beide Teams weiterkommen und die Gruppenphase der Weltmeisterschaft erfolgreich überstehen.»

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In Los Angeles mit dabei

Die Partie nur im TV zu schauen, ist für Ekim Robeli aus Hindelbank BE zu wenig. Vor wenigen Tagen noch mit Freunden beim Public Viewing in Oftringen, ist er auf dem Weg nach Los Angeles, um das WM-Duell Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina live im Stadion zu erleben.

Als Bosnier, der in der Schweiz aufgewachsen ist, schlägt sein Herz für beide Nationen. Am liebsten hätte er darum auch beide Teams mit einem Sieg ins Turnier starten sehen. Für die Direktbegegnung wünscht er sich vor allem eines: «Ein spannendes, offensiv geführtes Duell mit vielen Toren, Fairness auf dem Platz und am Ende einem verdienten Sieger.»

Egal, wer am Schluss jubelt – für Ekim Robeli ist dieses Spiel vor allem ein besonderes Fussballfest zwischen zwei Ländern, die ihn geprägt haben.

Blick am Public Viewing

Ein Fussballfest soll die Partie aber auch in der Schweiz werden. Verschiedene Vereine veranstalten Public Viewings, darunter auch der FC Bosna Biel/Bienne. «Wir tragen beide Nationen in uns. In der Schweiz sind wir die Bosnier, in Bosnien die Schweizer. Die enge Verbundenheit zu beiden Nationen spiegelt sich auch in unserem Vereinsnamen wider. Ganz bewusst haben wir Biel/Bienne in unseren Namen aufgenommen, denn diese Stadt ist ebenso unsere Heimat», sagen die Spieler zu Blick.

Für das Direktduell wünschen sie sich ein faires und spannendes Spiel – und dass «beide Nationen den Weg in die nächste Runde schaffen». Für Stimmung dürfte also gesorgt sein. Blick wird am Public Viewing des FC Bosna Biel/Bienne mit dabei sein.

«Am besten wäre es, wenn beide weiterkommen»

Anel Mehmedovic (20) aus Biel erwartet ein 1:1. «Beide Mannschaften haben bisher nicht sonderlich überzeugt. Es wird ein ausgeglichenes Spiel werden.» Er ist in der Schweiz geboren, hat aber bosnische Wurzeln. Darum schlagen zwei Herzen in seiner Brust. «Am besten wäre es, wenn beide weiterkommen.» 

Anel Mehmedovic (20) aus Biel.

Zu Essen gibt es vor Ort ein Schweiz-Bosnisches Tiramisu. Auf dem Platz wird es weniger süss zugehen. 

Aladin Dervisevic (22) aus Orpund BE zu Blick: «Ich muss ehrlich sein. Mein Herz schlägt ein wenig mehr für Bosnien.» Sein Tipp: 2:1 für Bosnien oder Schweiz.

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Emsela Gabeljic (21) aus Bosnien ist ebenfalls vor Ort. Sie wohnt in Biel und hofft auf einen Sieger heute Abend. «Ich hoffe, dass Bosnien gewinnt.» Ihr Tipp: 2:1 für Bosnien. «Ich denke, wir können das schaffen.»

Emsela Gabeljic (21) aus Bosnien.

Auch aus dem benachbarten Club FC Grünstern gibts Besuch. Co-Präsident David Küffer kommt zum Händeschütteln vorbei und wünscht den Kollegen vom FC Bosna alles Gute. Wen er nachher anfeuert, dürfte aufgrund der T-Shirt-Wahl klar sein.

Zum Anpfiff ist es noch etwas zu hell, um auf der Leinwand etwas zu sehen.

Man weiss sich aber zu helfen. Zum Glück haben alle Handys und guten Internetempfang.

Die Stimmung nach der ersten Halbzeit scheint etwas gedrückt in Biel. Alle haben auf Tore gehofft. Am liebsten natürlich für Bosnien. Din Basic (19) aus Biel aus Biel sagt: «Ich hoffe, dass Bosnien noch etwas Gas gibt und es spannender wird». Er ist aber zuversichtlich. «Wenn einer drin ist, dann wird das laufen», sagt er.

Auch Ley Tshibang (20) hofft auf den bosnischen Tor-Zauber. Seine Mutter ist Bosnierin, sein Vater aus dem Kongo. «Heute schlägt mein Herz etwas mehr für Bosnien», sagt er in der Pause. Er hofft darauf, dass die Bosnier in der zweiten Halbzeit ihre Kreativität spielen lassen. Den Gegner Schweiz zu unterschätzen, wäre ein Fehler. «Man spürt, dass sie ein eingespieltes Team sind und viel Erfahrung aus grossen Spielen mitbringen», so der 20-Jährige.

Rot-Weiss sieht man hier auf dem Platz eher weniger. Mit ihrem Schweiz-Trikot sticht die 21-jährige Sophie Bodenmann aus Port definitiv heraus. «Da muss noch etwas mehr kommen!», fordert sie. Was ihrer Meinung nach fehlt? «Es fehlt etwas mehr Druck. Gegen Ende gings zwar, aber da ist noch mehr drin», sagt sie. Jubeln will sie nicht zu früh, zeigt sich aber optimistisch. «Das kommt. Es muss».

Die Bosnien-Fans dürfen sich dabei durchaus Hoffnungen auf einen Sieg ihrer Mannschaft machen. Im einzigen bisherigen Duell gewann Bosnien mit 0:2. Die Schweizer Nati ist also gewarnt.

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