Bireweich zeigt nach Freispruch den Doppeladler
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«Bring en hei»:Bireweich zeigt nach Freispruch den Doppeladler

Freispruch für Tiktoker Bireweich
Freispruch! Tiktoker Bireweich siegt im Rassismus-Prozess

Am Freitag stand Bireweich in Schaffhausen vor Gericht. Der Schweizerische Fussballverband hatte ihn angezeigt, weil er Nati-Stars mit Migrationshintergrund rassistisch beleidigt haben soll. Der Influencer behauptete: Alles nur Satire – und wurde freigesprochen.
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Unterstützt von Influencer-Kollegen: Bireweich (l.) heute Morgen vor Gericht (mit Eric Weber und Rash Junior).
Foto: Raphaël Dupain
19.06.2026, 13:19 Uhr

Um diese «Singkontrolle» gingen es vor Gericht

Die umstrittende «Singkontrolle» des Influencers Bireweich war am Freitag Gegenstand eines Gerichtsprozesses. Letztlich wurde der Social-Media-Star vom Vorwurf der Diskriminierung und des Aufrufs zum Hass freigesprochen. Hier kannst du dir selbst ein Bild machen: 

Wegen solcher Videos musste Bireweich vor Gericht
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«Arschloch, Tubel»:Wegen solcher Videos musste Bireweich vor Gericht
19.06.2026, 13:03 Uhr

Blick-Reporterin: «Bei Urteilsverkündung wurde applaudiert»

«Bei Urteilsverkündung wurde applaudiert»
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Bireweich freigesprochen:«Bei Urteilsverkündung wurde applaudiert»

Blick-Reporterin Karin Frautschi fasst die Bireweich-Entscheidung im Video zusammen. Der Influencer habe sich vor Gericht sehr detailliert erklärt.

19.06.2026, 12:25 Uhr

Bireweich: «Bin kein Rassist»

Gross feiern wird der Influencer nach dem Sieg vor Gericht nicht.

Bireweich sagt nach seinem Triumph vor Gericht, er sei nicht hundertprozentig sicher gewesen, dass er freigesprochen werden würde. «Die Richter haben einen gesunden Menschenverstand. Das finde ich gut.» Der Influencer glaubt nicht, dass der Prozess in Revision geht. «Sie haben anderes zu tun. Sie haben jetzt gerade 4:1 gewonnen. Bringt ihn heim», sagt er in Richtung SFV und Nati. Casorelli will sich auf die positiven Seiten konzentrieren.

«Wenn man einen gesunden Menschenverstand hat, weiss man, dass ich kein Rassist bin», ergänzt er. Gross feiern will er den Sieg nicht. «Ich sehe nachher meine Kinder, dann bin ich froh.» Zum Schluss bedankt er sich bei seinen Unterstützern. 

19.06.2026, 12:18 Uhr

Anwalt von Bireweich äussert sich

Draussen vor dem Gerichtsgebäude äussert sich der Anwalt von Influencer Mirco Casorelli, Walter Häfelin. «Der Straftatbestand ist nicht gegeben gewesen. Sowohl objektiv als auch subjektiv hat er freigesprochen werden müssen, das ist ganz klar», ist der Verteidiger überzeugt. Er wolle die Euphorie nicht dämpfen, aber: «Es ist sehr gut möglich, dass die Staatsanwaltschaft in den nächsten Tagen Berufung einlegt.» Dann fange alles wieder von Null an. 

«Möchte Euphorie nicht dämpfen, aber...»
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Bireweichs Verteidiger:«Möchte Euphorie nicht dämpfen, aber...»

Dass weder von der Staatsanwaltschaft noch vom SFV jemand vor Ort aufgetaucht ist, zeuge von hanebüchener Gleichgültigkeit. 

19.06.2026, 12:06 Uhr

Jubel im Publikum

Aus den Zuschauerrängen ertönt tosender Applaus.

Die Richterin betont zum Schluss, dass die Staatsanwaltschaft noch Berufung gegen das Urteil einlegen könne. 

19.06.2026, 12:05 Uhr

«Sie haben sich auf Glatteis begeben»

Zum Schluss richtet die Richterin ernste Worte an den Influencer Bireweich: «Herr Casorelli, Sie haben sich auf Glatteis begeben.» Sie hoffe, dass ihm bewusst sei, dass einige Menschen seine Aussagen als ernstgemeint aufgefasst hätten. Er habe heute Glück gehabt.

Dann fügt sie an: «Ich hoffe, dass Ihnen bewusst ist, dass Satire und Humor nicht alles rechtfertigen kann.»

Casorelli antwortet: «Alles klar.»

19.06.2026, 12:02 Uhr

Urteilsbegründung

Die Richterin begründet das Urteil. Sie betont: Entscheidend beim Videoinhalt sei nicht, was der Beschuldigte gemeint habe, sondern wie der Inhalt vom Durchschnitt der Zuschauenden aufgenommen werde.

«Humoristische Äusserungen können keine herabsetzenden Äusserungen oder Diskriminierungen rechtfertigen», so die Richterin. Dennoch seien die juristischen Voraussetzungen – trotz teilweise grenzwertigen Ausdrücken – nicht erfüllt.

Für diese Sichtweise spreche auch, dass der Beschuldigte die Videos als «Singkontrolle» bezeichnete. Dies zeige, dass dabei nicht die Rasse oder die Ethnie der Personen im Vordergrund gewesen sei. In seinem Video habe er zudem auch Spieler kritisiert, die keinen Migrationshintergrund hatten – oder Spieler mit Migrationshintergrund für ihren Gesang gelobt.

«Dementsprechend ist der Beschuldigte vom Vorwurf der Diskriminierung und Aufruf zu Hass freizusprechen», so die Richterin. 

19.06.2026, 11:52 Uhr

Freispruch für Bireweich

«Der Beschuldigte wird freigesprochen», sagt die Richterin.

Offenbar hat der Influencer das Gericht mit seinen Erklärungen davon überzeugt, kein Rassist zu sein. 

19.06.2026, 11:52 Uhr

Es geht weiter

Um 11.50 Uhr geht es weiter. Das Gericht eröffnet das Urteil.

19.06.2026, 11:50 Uhr

Casorelli stellt klar

Während alle versammelt vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes warten, kommt Mirco Casorelli und sagt, es sei ihm wichtig zu betonen, dass er zwei Töchter habe. Eine von ihnen habe etwas dunklere Haut und deswegen bereits Rassismus-Erfahrungen machen müssen.


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