«Es ist schrecklich, es ist ein Schock»
0:25
Nachbarin Vanessa Coelho:«Es ist schrecklich, es ist ein Schock»

Bluttat erschüttert Birr AG – nun kommen neue Details ans Licht
«Sie sollte zur Schicht erscheinen, aber sie kam nicht»

Santos R.* (44) tötete seine Ehefrau Maria R.* (†36). Nach der Festnahme des Familienvaters zeigen sich Anwohner und Arbeitsgspänli geschockt.
Santos R. (rechts) wurde gefasst. Er soll seine Ehefrau Maria R. getötet haben.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.

Schock in Birr AG am frühen Mittwochnachmittag: In einer Wohnsiedlung kam es zu einem Tötungsdelikt. Eine Frau wurde im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt getötet. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Der mutmassliche Täter konnte kurz nach der Tat gefasst werden – es handelt sich um den Ehemann des Opfers. Kurz danach erfuhr Blick: «Der Notruf kam von einem Kind.»

Das bestätigte auch Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. «Wir haben eine stark blutende Frau angetroffen», schildert er den Einsatz. Reanimationsversuche blieben erfolglos. Das Opfer wies laut Polizei Stichwunden auf und war nicht mehr ansprechbar. Es handelt sich um Maria R.* (†36), eine philippinische Staatsbürgerin. Der mutmassliche Täter, ihr Ehemann Santos R.* (44), ist Schweizer Staatsbürger. Sein Motiv für die Bluttat ist derzeit noch unklar.

«Schon die Meldung am Telefon liess Schlimmes erahnen»
1:24
Polizeisprecher zur Bluttat:«Schon die Meldung am Telefon liess Schlimmes erahnen»

Kinder bekamen «vieles mit»

Besonders schockierend: Als der Familienvater zur Tat schritt, waren offenbar mehrere Kinder in der Wohnung anwesend. «Sie haben wohl vieles der Tat mitgekriegt. Eine schlimme Situation», führt Polizeisprecher Graser aus. Die Kinder befänden sich aktuell in externer Betreuung.

Anwohner im Quartier finden zur Tat kaum Worte. «Es ist schrecklich. Ein riesiger Schock», äussert sich etwa Vanessa Coelho (31), die Nachbarin der betroffenen Familie gegenüber Blick. «Wir haben nicht viel von der Tat mitgekriegt, haben nur viele Polizeiautos ankommen sehen. Dann habe ich ein Mädchen gesehen, vermutlich die Tochter der Familie, das von der Polizei weggeführt wurde.»

Eine weitere Anwohnerin beschreibt den mutmasslichen Täter gegenüber «20 Minuten» als in sich gekehrt – Maria R. und die gemeinsamen Kinder dagegen seien stets freundlich gewesen. Und weiter: «Als wir draussen waren, kamen die Töchter der Verstorbenen weinend aus dem Haus gerannt.» Laut dem Nachrichtenportal sollen die Kinder um Hilfe geschrien und erzählt haben, dass sich die Eltern gestritten hätten. Angeblich sei das ganze Bett «voller Blut» gewesen.

So erlebte eine Kollegin Maria R.* bei der Arbeit
0:44
«Haben sie heute angerufen»:So erlebte eine Kollegin Maria R.* bei der Arbeit

«Sie war eine gute Schichtleiterin»

Mahaeswar Rajani (50) arbeitete mit der Getöteten zusammen. «Sie sollte um 15.30 Uhr zur Spätschicht erscheinen, aber sie kam nicht.» Auf Anrufe habe die Filipina nicht reagiert.

Rajani kannte Maria R. seit Jahren. «Sie war eine sehr gute Schichtleiterin, sehr freundlich. Sie half so viel.» Mit Blick auf den Arbeitsplan soll sie stets dafür gesorgt haben, dass alle zufrieden waren.

Auch für eine Coiffeuse, die in der Nähe der Wohnsiedlung ihren Salon betreibt, kam die Nachricht von dem Tötungsdelikt überraschend. Kunden hatten ihr davon erzählt. «Ich wohne hier jetzt seit 25 Jahren und es ist wirklich immer ruhig gewesen. Birr ist kein Ghetto, wie manche sagen», verteidigt sie die Gegend im Gespräch mit Blick. Einzelne Familien hätten aber offensichtlich massive Probleme, schiebt sie nach. «Schon tragisch, was in gewissen Familien passiert.»

Hier fährt der Leichenwagen davon
0:22
Frau (†36) in Birr AG getötet:Hier fährt der Leichenwagen davon
Hilfe bei sexueller, häuslicher oder körperlicher Gewalt

Bist du von sexueller, häuslicher oder körperlicher Gewalt betroffen oder kennst eine betroffene Person? Hier findest du Unterstützung:

Opferhilfe Schweiz: Hilfe bei sexueller, psychischer oder physischer Gewalt.

Castagna: Anlaufstelle für sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche und in der Kindheit ausgebeutete Frauen und Männer.

BIF Beratungsstelle für Frauen: Hilfe bei Gewalt in Ehe und Partnerschaft

Schweizweite Opferhilfe-Telefonnummer 142: Die 24-Stunden-Hotline bietet Menschen, die Gewalt erlebt haben, eine niederschwellige und vertrauliche Beratung.

Bist du von sexueller, häuslicher oder körperlicher Gewalt betroffen oder kennst eine betroffene Person? Hier findest du Unterstützung:

Opferhilfe Schweiz: Hilfe bei sexueller, psychischer oder physischer Gewalt.

Castagna: Anlaufstelle für sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche und in der Kindheit ausgebeutete Frauen und Männer.

BIF Beratungsstelle für Frauen: Hilfe bei Gewalt in Ehe und Partnerschaft

Schweizweite Opferhilfe-Telefonnummer 142: Die 24-Stunden-Hotline bietet Menschen, die Gewalt erlebt haben, eine niederschwellige und vertrauliche Beratung.

* Namen geändert 

Heiss diskutiert
    Meistgelesen