Darum gehts
- In Strengelbach AG wurde eine tote Person mit Chemikalien gefunden
- Polizisten zeigten Vergiftungssymptome: Atembeschwerden und Übelkeit während Einsatz
- Ermittlungen laufen, genaue Ursache für den Vorfall noch unklar
Mysteriöser Fall in Strengelbach AG. Wie die «Aargauer Zeitung» berichtet, wurde in dem Dorf eine leblose Person entdeckt. Bei dem Toten wurden diverse Chemikalien gefunden, wie die Kantonspolizei gegenüber Blick bestätigt.
Einige Beamte hätten während des Einsatzes plötzlich Symptome einer Vergiftung gezeigt. Sie litten an Atembeschwerden und Übelkeit.
Polizei informiert weiter
Am Freitagabend gibt die Kantonspolizei Aargau ein Update. Die Meldung über einen Todesfall in Strengelbach ging kurz nach 8 Uhr morgens bei der Polizei ein heisst es darin. Bei den vorgefundenen Chemikalien handelt es sich um Blausäure und Umstände vor Ort und die bisherigen Erkenntnisse deuten auf einen Suizid hin.
Neben drei Beamten zeigten auch Angehörige des Verstorbenen und zwei Mitarbeitende des Rettungsdienstes Vergiftungssymptome. «Ambulanzen brachten die Betroffenen zur Kontrolle ins Spital. Im weiteren Verlauf zeigten auch drei Anwohnerinnen – zwei Frauen und ein Kind – entsprechende Symptome», heisst es in der Mitteilung. Sie wurden ebenfalls im Spital medizinisch kontrolliert.
Ermittlungen dauern an
Die betroffenen Wohnunge konnten kurz nach 16 Uhr weider freigegeben werden und bis auf eine Person konnten alle das Spital wieder verlassen. Ebenfalls vor Ort eröffnete die zuständige Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine Untersuchung. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an. Für die Bevölkerung bestand keine unmittelbare Gefahr, teilt die Polizei mit.
Spezialisten aufgeboten
Auf Anfrage von Blick bestätigte ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau bereits am Nachmittag, dass es sich um einen mutmasslichen Suizid handelt, der mittels Gift erfolgt ist. Auch der Verdacht auf Blausäure wurde geteilt. Blausäure vergiftet den Körper, indem sie die Zellatmung blockiert, was zu einer Art «innerem Ersticken» führt.
Aufgrund der Giftstoffe vor Ort wurden mehrere Spezialisten zur Dekontamination aufgeboten. Auf Videoaufnahmen des Senders Tele M1 ist zu sehen, dass gewisse Personen am Tatort nasse Haare haben. Die «Aargauer Zeitung» vermutete, dass diese Personen bereits dekontaminiert wurden.
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net