Am Freitagabend herrschte grosses Verkehrschaos in den Kantonen Bern und Freiburg: Auf der A12 zwischen Rossens und Châtel-St-Denis ereigneten sich mehrere separate Verkehrsunfälle. 19 Fahrzeuge waren daran beteiligt, schreibt die Kantonspolizei Freiburg in einer Medienmitteilung. Zehn Personen wurden verletzt und ins Spital gebracht.
Zudem kam es zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A12 in Richtung Bern und zu drei Verkehrsunfällen auf der Autobahn A1 West. Teile der Autobahn waren einen Grossteil der Nacht für den Verkehr gesperrt. Gegen 4 Uhr normalisierte sich der Verkehr wieder vollständig.
Ursachen für die Unfälle seien vor allem den Strassenverhältnissen (Regen und Schnee) nicht angepasste Geschwindigkeiten und Kontrollverluste gewesen.
Massenkarambolage und Kontrollverluste
Gegen 17.20 Uhr verloren verloren sieben Autofahrer auf der Alpenseite in Höhe der Anschlussstelle Bulle aufgrund einer den Strassenverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit die jeweilige Kontrolle über ihr Fahrzeug und verursachten einen Unfall. Drei Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht.
Auf der Juraseite in Höhe der Anschlussstelle Bulle waren gegen 17.30 Uhr vier Fahrzeuge in eine weitere Kollision verwickelt, die durch eine Verkehrsverlangsamung, unzureichenden Sicherheitsabstand und den Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug verursacht wurde. Vier Personen wurden verletzt und ins Spital gebracht. Die Fahrzeuge wurden zwecks der Ermittlungen beschlagnahmt.
Gegen 20.50 Uhr auf Höhe der Einfahrt nach Bulle auf der Juraseite verlor ein Fahrer auf der rutschigen Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen Polizeiwagen, der auf dem Standstreifen geparkt war, um den Bereich abzusichern. Eine Polizistin wurde leicht verletzt; ihr Zustand erforderte keinen Krankenhausaufenthalt.
Mehrere Polizeistreifen, Feuerwehr und Rettungswagen im Einsatz
Zu einem weiteren Unfall kam es um 21.15 Uhr auf der Alpenseite, ein bis zwei Kilometer vor der Ausfahrt Bulle. Ein Autofahrer verlor aufgrund einer den Strassenverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die Mittelleitplanke. Kurz darauf verlor auch eine zweite Fahrerin bei der Anfahrt zur Unfallstelle die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der erste Autofahrer wurde verletzt und ins Spital gebracht.
Um 22.20 Uhr kam es auf der Alpenseite, zwischen Châtel-St-Denis und Vaulruz, schliesslich zum letzten Unfall. Aufgrund unangemessener Geschwindigkeit kam es hier zu einer Massenkarambolage, an der insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Die Beifahrerin eines der Fahrzeuge wurde leicht verletzt und ins Spital gebracht.
Mehrere Polizeistreifen, Rettungswagen, die Feuerwehr des Bataillons Süd, der interkantonale Autobahnunterhalt (SIERA) und der Pannendienst waren im Grosseinsatz.
Zehn Unfälle innert kurzer Zeit
Wie die Berner Kantonspolizei am Freitagabend auf X schrieb, ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle mit Verletzten auf der A1. Auf der A12 kam es zu einer Massenkarambolage. Insgesamt habe es innert kurzer Zeit zehn Mal auf den Autobahnen gekracht, meldete die Kantonspolizei Bern später in der Nacht.
Laut der Nachrichtenagentur BRK News kam es zwischen Thörishaus und Niederwangen auf der A12 zu einer Massenkarambolage. Mehr als ein halbes Dutzend Fahrzeuge seien in das Unfallgeschehen verwickelt gewesen.
Einige Fahrzeuge wurden beim Unfall teils erheblich beschädigt und kamen teilweise quer auf der nassen Fahrbahn zum Stillstand, berichtete die Agentur. Mehrere Rettungswagen, Feuerwehren sowie weitere Einsatzkräfte standen im Grosseinsatz.
Gewitterfront zog über Gebiet
Zum Zeitpunkt des Unfalls zog eine kräftige Gewitterfront mit teils intensivem Niederschlag über den Raum westlich von Bern. Zudem wurde in der Region aufgrund schwieriger Fahrbedingungen offiziell vor Eisregen gewarnt. Die genauen Hintergründe der Unfälle werden untersucht.
Erst gegen 21.30 Uhr waren sowohl die A1 West als auch die A12 wieder offen.