Darum gehts
- Madonna sorgt mit neuem Musikvideo «Confessions II» für Aufsehen weltweit
- Video zeigt Erotik, Po-Laser und Stars wie Kate Moss, Benedict Cumberbatch
- Zehnminütiger Film begeistert Fans, die ihn als Kunstwerk feiern
Ein Madonna-Musikvideo wäre wohl kein Madonna-Musikvideo, wenn es nicht zumindest ein bisschen kontrovers wäre. Schon im Clip zu ihrem Hit «Hung Up» aus dem Jahr 2005 räkelt Madonna (67) sich lasziv auf dem Boden und an leicht bekleideten, durchtrainierten jungen Männern.
Ihr neuestes Video zu ihrem 15. Studioalbum «Confessions II» hat es ebenfalls in sich. Der Kurzfilm dauert nicht nur zehn Minuten, sondern ist voll von sexuellen Inhalten. Man sollte das Video also besser nicht bei der Arbeit im Büro gucken – sonst könnte das HR plötzlich an die Tür klopfen.
Nicht jugendfrei und nicht sicher fürs Büro
Zugegeben, das Video fängt schon etwas verstörend an: Madonnas Intimbereich scheint von innen heraus zu leuchten, und sie räkelt sich im Wald mit verschiedenen Personen, denen allesamt ein Laser aus dem Hinterteil schiesst. Nach einer chaotischen Autofahrt landet die Queen of Pop in einem Club, trifft dort auf Sabrina Carpenter (27) und legt einen plötzlichen Kostümwechsel auf dem WC hin. In einer Toilettenkabine hat sie dann – zumindest angedeuteten Geschlechtsverkehr mit einem leicht bekleideten, gut gebauten jungen Mann, während man sie über die Trennwand hinweg beobachtet und eine Kabine weiter zwei junge Männer wild rumknutschen.
Anschliessend feiert Madonna im WC mit Supermodel Kate Moss (52), «Game of Thrones»-Schauspielerin Gwendoline Christie (47) und Hollywood-Star Benedict Cumberbatch (49). Der Rest des Filmchens ist eine Mischung aus Erotikfilm, Sado-Maso-Voyeurismus und Drogenrausch mit einem Gastauftritt von Madonnas Tochter Lourdes (29).
Fans sind durchweg begeistert
Die Fans flippen im Netz komplett aus und feiern die Pop-Ikone in den Kommentaren. «Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Von den Po-Lasern zu ‹Versteckt das Kokain›-Kate Moss und dann ein Finale mit Lourdes. Ich bin sprachlos. Das ist Madonna pur, und ich will nichts anderes!», schreibt ein begeisterter Fan. Ein anderer User schreibt: «In einer Ära, in der zweiminütige Songs und 15-sekündige, selbst gedrehte Handyvideos den Ton angeben, hat Madonna uns gerade ein zehnminütiges, filmisches Musikerlebnis voller Kunstfertigkeit und Erzählkunst beschert.» Ein weiterer fügt hinzu: «In einer Zeit, in der das Visuelle kaum noch eine Rolle spielt, präsentiert Madonna einen ganzen Film zu sechs Songs. Das ist es, was Musikvideokultur früher ausgemacht hat – sie zeigt uns einmal mehr, warum sie der letzte wahre Popstar ist!»
Madonna – Queen of Pop und Königin der Provokation
Mit der Visualisierung ihrer Songs provozierte Madonna schon immer gerne. Wir erinnern uns an ihre sexuellen Anspielungen und angebliche Masturbation bei den MTV Music Awards, als sie «Like a Virgin» live performte. Oder auch der Kuss zwischen ihr, Britney Spears und Christina Aguilera sorgte für Aufruhr. Wenn Madonna etwas kann, ist es, mit ihrem Körper und ihren Performances Aufmerksamkeit zu generieren – und damit wieder einmal eine Punktlandung zu schaffen.