Darum gehts
- Rettungsteam startet Donnerstagmorgen Rettungsversuch für Wal Timmy bei Poel
- Ein Luftkissen soll den Wal von einer Sandbank befreien
- Seit 6 Uhr versammeln sich Zuschauer, US-Ärztin reist extra an
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Timmy soll sich an Netz gewöhnen
Es kommt weiter Bewegung in die Sache. Wie «Bild» schreibt, soll das Netz, mit dem das Tier Hunderte Kilometer weit bis in die Nordsee gezogen werden soll, als Nächstes in Sichtweite des Wals gebracht werden. Der Wal soll sich an sein «Reisebett» gewöhnen, heisst es weiter. Das Netz wurde bereits gespannt und ausgerichtet.
Bagger beginnt, Weg für Timmy freizumachen
Es geht langsam los. Ein Bagger hat damit begonnen, den Weg für Timmy freizumachen. Wie «Bild» schreibt, geht es aber langsamer voran, als man zunächst angenommen hatte. Der Grund ist demnach härter als gedacht. Zeitgleich macht sich ein Team der Wasserrettungsorganisation DLRG bereit.
«Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen», zitiert das Blatt MediaMarkt-Gründer Walter Gunz (79), einer der führenden Personen hinter der Aktion. Ein «Wal-Flüsterer» habe Kontakt zu Timmy aufgebaut. «Der Wal antwortet ihm. Jetzt brauchen wir halt noch Glück für den gesamten Ablauf.»
Klappt die Abschleppaktion am Sonntag?
Es dauert und dauert und dauert. Die private Rettungsaktion für den vor der deutschen Küste gestrandeten Wal Timmy zieht sich hin. Am Samstag verbrachten Helfer den ganzen Tag beim Wahl, berichtet der «Spiegel». Am Sonntag will man das Tier endlich abtransportieren, zuvor wurde die Haut des Wals mit einer zinkhaltigen Salbe eingerieben, um die rissige und schwer verletzte Haut zu heilen. Ab 9 Uhr soll es losgehen, schreibt «Bild».
Experten sehen die Rettungsinitiative kritisch. Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack sagte «Bild» am Samstag, das Tier sei nicht mehr zu retten. Er prognostizierte: «Das Tier ertrinkt in der Nordsee.»
Blick zeigt die Rettungsaktion ab 9 Uhr im Livestream und tickert sie hier über den Tag live.
MediaMarkt-Gründer verliert Geduld mit den Behörden
Die hitzige Stimmung um die immer wieder verzögerte Rettungsaktion hatte sich bereits während der Pressekonferenz um 17.30 Uhr angedeutet. Nun hat MediaMarkt-Gründer Walter Gunz, Initiator der Rettungsaktion, Minister Till Backhaus und die Behörden deutlich kritisiert. «Immer wieder wurde unsere Arbeit durch die Bürokratie behindert. Das hat wertvolle Zeit gekostet, wir liegen einen Tag zurück», sagte Gunz zu «Bild».
Am Samstag habe er mit dem Minister telefoniert. «Ich habe Backhaus ganz klar erklärt, dass er die ganze Aktion gefährdet. Daraufhin hat er mir zugesagt, alle weiteren bürokratischen Hindernisse persönlich zu beseitigen», so der MediaMarkt-Gründer weiter.
Tücher von Timmy entfernt – Transport verzögert
Mit der einbrechenden Dämmerung haben die Helfer die Tücher von Timmys Rücken mittlerweile entfernt. Grund dafür ist, dass das Rettungsteam bei Dunkelheit nicht mehr kontrollieren könne, ob der Wind die Stoffe eventuell über das Blasloch des Wals wehe, berichtet «Focus». Wie bereits in der Pressekonferenz um 17.30 Uhr bekannt gegeben, verzögert sich die Rettung des gestrandeten Buckelwals weiterhin.
Experten bestätigen Hoffnung auf Rettung
«Wir sind uns einig, dass der Wal eine reelle Chance hat», bestätigt die Tierärztin auf eine Reporter-Frage. Das werde auch von mehreren Experten bestätigt. Die Tierärztin verlässt die Pressekonferenz ohne auf weitere Fragen einzugehen, während ein Zuschauer lautstark auf Antworten drängt.
«Wir sehen eine reelle Chance, den Wal zu retten»
«Das Wichtigste ist, Timmy jetzt aus der Situation zu holen», so die Tierärztin. Es gebe auch einen Zeitplan, dennoch müsse man immer wieder flexibel reagieren. Denn es handle sich auch um ein Tier, das unvorhergesehen agiere. Am Samstag werde der Buckelwal jedoch nicht mehr abtransportiert, bestätigt die Tierärztin.
Einen konkreten Zeitplan will sie jedoch nicht nennen. Im Hintergrund liefen die Aktionen jedoch weiter, bekräftigt sie. «Wir machen alles für den Wal. Es läuft alles im Hintergrund. Wir sehen eine reelle Chance, den Wal zu retten.»
Timmy zeigt sich aktiv
Timmy zeige sich auch aktiv. Der Wasserstand in den nächsten Tage werde steige, das gebe Hoffnung, so die Tierärztin weiter. Man bemühe sich weiterhin, das «Beste für den Wal» zu geben. Mehrere Experten seien weiter hinzugezogen worden.
Am Samstag habe man in das Maul des Wals schauen können. Dabei sei jedoch nichts entfernt worden.
Bürokratischer Aufwand verzögert Rettung
Nun beginnt die Pressekonferenz. Zuerst spricht eine der beteiligten Tierärztinnen, Janine Bahr-van Gemmert: «Die Rinne wird freigespült. Es ist aber sehr sehr schwierig, da jeder Schritt genehmigt werden muss.» Gerade der bürokratische Aufwand sei hoch: «Das ist nicht nur Informieren, sondern auch Anträge stellen», betont sie.
Geht es erst morgen mit der Rettungsaktion weiter?
Am Samstag zeigten sich wenige Entwicklungen in Hinblick auf die geplante Rettung des gestrandeten Buckelwals. Nun könnte sich die Rettungsaktion um einen weiteren Tag verzögern. Gegenüber «Focus» erklärte ein Mitarbeiter des beteiligten Tauchunternehmens am Samstagnachmittag: «Heute passiert da nichts mehr.»
Eigentlich hatte man ursprünglich geplant, mit dem Transport von Timmy bereits am Freitag zu beginnen.
Es ist wohl die letzte Hoffnung für Ostsee-Wal Timmy. Am Donnerstag wollen Retter und Experten noch einen letzten Versuch starten, das Tier von der Sandbank vor der Insel Poel wegzuhieven. Dabei soll ein spezifischer Luftkissen-Trick zur Anwendung kommen. Mit der Rettung soll laut «Bild»-Informationen gegen 8 Uhr gestartet werden – zuvor hiess es, die Experten wollen bereits um 6 Uhr mit dem Rettungsversuch beginnen.
Das Ziel: Ein Luftkissen unter den Körper des Tiers zu platzieren. Zuerst solle der vordere Teil des Wals frei gespült werden. Danach soll das Kissen eingesetzt werden, um das Tier vorsichtig aus dem Wasser zu heben. Anschliessend solle der Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons transportiert werden. Ziel sei eine Rückführung über die Nordsee bis in den Atlantik.
Minister: «Die Verantwortung liegt nicht mehr bei uns»
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67) hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass Timmy in die Obhut der Privatinitiative übergeben wird. «Die Verantwortung liegt jetzt nicht mehr bei uns», sagte er im Rahmen einer Medienkonferenz. Eine solche Lebendbergung hat es in dem Bundesland bis anhin noch nie gegeben, erklärten die Behörden.
Wie «Focus» berichtet, sind bereits seit 6 Uhr Zuschauer anwesend. Zudem hat eine US-Ärztin angekündigt, extra für die Walrettung nach Deutschland zu fliegen. Blick hält dich über alle wichtigsten Updates der Walrettung auf dem Laufenden.