Darum gehts
- G7 einigt sich auf Erklärung zur Unterstützung der Ukraine in Paris
- Trump betont Rolle bei Deal zur Strasse von Hormus
- Pressekonferenz um 15.30 Uhr, abends Gala-Dinner mit Macron
Das war Trumps Rede beim G7-Gipfel
Donald Trump hat den G7-Gipfel verlassen, aber seine Worte hallen nach. Er nutzte den Auftritt, um politische Gegner zu attackieren und markige Drohungen auszusprechen.
«Wir werden sie in die Hölle bomben», versprach Trump am Gipfel und bekräftigte, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln werde. Er drohte unverblümt mit militärischer Gewalt: «Ich werde Bombe abwerfen lassen.»
Seine klare Botschaft: Mit den USA legt man sich besser nicht an. «Wir haben das beste Militär der Welt», so Trump.
Im Zentrum der Rede stand ein neuer Iran-Deal, der angeblich kurz vor der Unterschrift steht. Trump tönte stolz: «Das Abkommen ist gross, und es ist mein Verdienst.»
Konkrete Details oder Pläne, wie der Deal genau aussehen soll, blieb er jedoch schuldig. Stattdessen betonte er mehrfach, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe und die Strasse von Hormus bald wieder frei befahrbar sei.
Auch gegen seinen Vorgänger Barack Obama holte Trump aus. Er warf ihm vor, dem Iran den Bau von Atomwaffen erlaubt zu haben. Ihm selbst sei es dagegen gelungen, die iranische Führung zu einem angeblichen «Regimewechsel» zu bewegen. «Die erste Riege ist komplett weg, die zweite auch. Und die dritte ist so gut wie weg», behauptete Trump. Laut ihm sei die iranische Führung nun «intelligenter» und weniger «radikalisiert» – ein Erfolg, den er den gezielten Angriffen des US-Militärs zuschreibt.
Nach einer langen Rede, die geprägt war von Wiederholungen und wenig konkreten Aussagen, verliess Trump müde die Bühne.
Bye Bye Trump
Doch noch nicht ganz vorbei: Wir zeigen auch, wie Trump den G7-Gipfel per Flugzeug verlässt. Alles Weitere findest du im Stream.
Trump verlässt die Bühne
Schliesslich endet die Pressekonferenz. Trump hat die Bühne verlassen. Und damit endet dieser Ticker. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und einen schönen Abend.
«Wir werden sie in die Hölle bomben»
Wie kann der Deal garantieren, dass der Iran keine Atomwaffen haben wird? Trumps kurze Antwort: «Ich werde Bombe abwerfen lassen.» Dann findet er noch klarere Worte. «Iran kisses our ass» (Der Iran kriecht uns in den Arsch) und «We gonna bomb the hell out of you» (Wir werden sie in die Hölle bomben).
«Es wird daraus etwas Schlechtes gemacht»
Trump beschwert sich, dass immer über ihn schlecht berichtet wird. «Egal, ob ich was Gutes mache. Es wird daraus etwas Schlechtes gemacht.» Er nennt einige Nachrichtensender, die er besonders beschuldigt, Fake-News über ihn zu verbreiten.
«Wir geben ihnen kein Geld»
Die Fragerunde hat begonnen. Inwiefern werden die USA den Iran finanziell unterstützen? «Wir geben ihnen kein Geld. Nichts.»
Zuvor gab es Gerüchte, dass der Iran-Deal ein Milliarden-Paket für den Wiederaufbau im Iran vorsieht. Aber das sei eine Lüge. Trump: «Fake News.»
Vom Ukraine-Krieg zum Drogenhandel
Jetzt kommt Trump zum Ukraine-Krieg zu sprechen. «Die Russen verlieren mehr. Sie greifen ja auch an, das ist normal, dass man da mehr Soldaten verliert.» Er habe mit Russland Präsident Putin telefoniert und sei auch in Kontakt mit dem Ukraine-Präsident Selenski. Was genau das Ergebnis davon sei, lässt Trump offen.
Die USA hätten die Ukraine massiv unterstützt mit Waffen und Ausrüstung. «Keiner so wie wir das gemacht haben.»
Dann spricht er über weitere Abkommen und Erfolge, die er verbuchen kann. Zum Beispiel der Kampf gegen den Drogenhandel. Mexiko habe keine Kontrolle mehr darüber. Und er habe das regeln müssen. «Die Kartelle haben die Macht über Mexiko.»
Keine Details zum Deal
Trump wiederholt sich oft. Der Iran-Deal sei gross und sein Verdienst. Er lobt sich, seine Minister, das US-Militär und spricht schlecht über Ex-US-Präsident Obama.
Details zum Iran-Deal nennt er aber nicht. Wie genau dieses Abkommen aussieht, ist weiterhin unklar.
Netanyahu «regt sich manchmal zu sehr auf»
Jetzt lobt Trump die Vermittlungspartner, insbesondere Pakistan. Und auch Israel wird genannt. Er spricht von einem «big deal» (grosses Abkommen). Israels Präsident Benjamin Netanyahu erwähnt er. Er sei «ein guter Mann», aber «manchmal regt er sich etwas zu sehr auf.»
Anschliessend betont er erneut, wie wichtig es für ihn war, dass der Iran keine Atommacht wird. Nicht in fünf Jahren, nicht in zehn Jahren. Und Obama habe das nicht geschafft. Aber Trump natürlich schon.
«Ich glaube, das ist ein Regimewechsel»
Trump spricht von einem Regimewechsel im Iran. Jetzt sei die Führung im Iran «intelligenter» und weniger «radikalisiert». Das habe er erreicht. Dank der gezielten Angriffe des US-Militärs. Trump: «Die erste Riege ist komplett weg, die zweite auch. Und die dritte ist so gut wie weg. Ich glaube, das ist ein Regimewechsel.»
Trotz anfänglicher Zweifel an der Haltung von US-Präsident Donald Trump (80) haben sich die Staats- und Regierungschefs der G7 in der Nacht auf Mittwoch auf eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung der Ukraine verständigt. Darin bekräftigen sie ihre «unerschütterliche Unterstützung» für die Verteidigung von Freiheit, Souveränität und territorialer Integrität des Landes. Neben dem Iran-Thema scheinen sich die Staatschefs also auch in einem weiteren, geopolitischen Thema einig.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Trumps anstehende Pressekonferenz zum Abschluss des Gipfels. Beobachter erwarten Aussagen zur weiteren Ukraine-Politik der USA, zu möglichen neuen Sanktionen gegen Russland und zur Rolle Washingtons bei den jüngsten diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten.
Am Abend Gala-Dinner mit Macron
In der Gipfelerklärung wird ausdrücklich auf einen von Trump vermittelten Deal zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus verwiesen – ein ungewöhnlich deutlicher Hinweis auf den Versuch der G7-Partner, den US-Präsidenten in den gemeinsamen Kurs einzubinden. Trump gab sich am letzten Tag des Gipfels wiederholt selbstbewusst. «Ich bin der Boss», sagte er am Mittwochmorgen bei einem gemeinsamen treffen mit seinen Amtskollegen.
Am Abend wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Trump im Schloss Versailles empfangen. Anlass ist der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Trump zeigte sich vor dem Treffen ungewöhnlich begeistert und sprach von einem «grossartigen Ereignis», auf das er sich freue.
Zunächst steht jedoch seine Pressekonferenz um 16.30 Uhr Ortszeit an. Blick berichtet live.