Deshalb sind tote Wale gut für das Meer
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Phänomen «Walsturz»:Wie tote Wale Leben in der Tiefsee schaffen

Traurige Gewissheit
Dänische Umweltschutzbehörde bestätigt – toter Wal ist Timmy

Nun herrscht traurige Gewissheit: Beim gestrandeten Wal an der dänischen Küste handelt es sich tatsächlich um Buckelwal Timmy. Das bestätigte die dänische Umweltschutzbehörde.
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Nun ist es offiziell: Der tote Wal in Dänemark ist Timmy.
Foto: picture alliance/dpa
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Mit Bangen war auf eine Antwort gewartet worden. Nun ist es klar: Bei dem toten Buckelwal vor dem dänischen Anholt handelt es sich tatsächlich um Timmy. Das bestätigte die dänische Umweltschutzbehörde gegenüber der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Auch Umweltminister Till Backhaus hat den Tod von Timmy mittlerweile bestätigt.

Der Buckelwal Timmy, der mehrere Male in deutschen Buchten strandete, war vor gut zwei Wochen in der Nordsee freigelassen worden. Kurz vor seiner Freilassung am 2. Mai war der Meeressäuger mit einem GPS-Tracker versehen worden. Doch bald sendete der Tracker keine Daten mehr. Das deutsche Meeresmuseum war sich daher sicher: Das Tier starb nicht lange nach seiner Freilassung. 

War Timmy zu schwach zum Überleben?

«Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besass, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt», hiess es vor einigen Tagen in einer entsprechenden Medienmitteilung.

Am Freitagnachmittag war dem toten Buckelwal vor Anholt eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen und zur Untersuchung nach Deutschland geschickt worden. Man ging davon aus, dass der Meeressäuger schon eine Weile tot gewesen sei. 

Tracker an Walkadaver gefunden

Auch die Retterinitiative, die Timmy in die Nordsee brachte, hat den Tod des Meeressäugers inzwischen bestätigt. Einer Tierärztin der Initiative, Anne Herrschaft, hatte gemeinsam mit zwei dänischen Tauchern den Tracker an dem toten Tier gefunden, berichtet «Bild».

Minister Backhaus drückte seine Trauer um Timmy gegenüber «Bild» aus: «Aufgrund der privaten Initiative um Karin Walter-Mommert und Walter Gunz hatte das Tier eine letzte Chance, die Freiheit und die Gesundheit wiederzuerlangen. Auch die Wissenschaftler, die wir zuvor um ihre Expertise gebeten hatten, konnten nicht ausschliessen, dass der Wal trotz seines sicher schlechten Gesundheitszustandes überleben könnte. Deswegen hat mein Haus entschieden, den Bergungsversuch zu dulden. «Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können.»

Und was geschieht nun mit dem Walkadaver? Zumindest von dänischer Seite scheinen die Massnahmen nun beendet. «Er behindert niemanden und nichts da draussen, also muss eine Verlegung auf Kosten der Deutschen erfolgen», sagte Morten Abildstrøm, Leiter der dänischen Naturschutzbehörde dem dänischen Sender TV2.

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