Darum gehts
- Heftige Gewitter trafen am Dienstagabend Norditalien, besonders Südtirol betroffen
- Über 50 Feuerwehreinsätze wegen Muren, Hangrutschungen und überfluteten Strassen
- Weitere Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel am Dienstagabend erwartet
Schlammmassen, kräftige Niederschläge und die Feuerwehr im Dauereinsatz: Am Dienstagabend zog ein heftiges Gewitter über Norditalien hinweg. Vielerorts kam es zu Schäden – besonders betroffen ist auch die Ferienregion Südtirol.
Die Gewitter entstanden zunächst über dem Etschtal, verlagerten sich anschliessend über das Sarntal bis ins Gadertal und trafen insbesondere den Raum St. Vigil in Enneberg schwer, schreibt das Portal Südtirol News.
Steinschläge und Hänge, die sich lösen
Am Mittwoch geht der Einsatz der Feuerwehr weiter. «Auch am heutigen Tag stehen die Freiwilligen Feuerwehren Südtirols infolge der anhaltenden Niederschläge nach den kräftigen Gewittern von gestern im Dauereinsatz. Landesweit mussten seit den Morgenstunden bereits über 50 Einsätze abgearbeitet werden», schreibt der Landesfeuerwehrverband auf Facebook. «Die Einsatzkräfte wurden vor allem zu Murenabgängen, Hangrutschungen, Steinschlägen, überfluteten Strassen und Gebäuden sowie zur Beseitigung von Verklausungen alarmiert.»
Zahlreiche Verkehrswege mussten gesichert oder gesperrt werden. Die Feuerwehren seien gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Strassendiensten im Einsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen, heisst es weiter. Aufgrund der weiterhin angespannten Wetterlage werde die Situation laufend beobachtet.
Auch für den Mittwochabend werden in Südtirol, der Lombardei und Venetien wieder Gewitter erwartet. Neben Starkregen müssen sich die Bewohner auch auf Sturmböen und Hagel einstellen.