Iranische Revolutionsgarden entern Containerschiffe
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Iranisches Propaganda-Video:Revolutionsgarden entern Containerschiffe

Es geht um ein einziges Papier
USA und Iran stehen offenbar vor Deal

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
13:45 Uhr

Trump vor Iran-Deal: «Wenn sie sich nicht darauf einlassen, dann...»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Kurz bevor womöglich ein endgültiger Deal vereinbart wird, setzt Trump den Iran nochmals unter Zugzwang. Am Mittwochnachmittag (Schweizer Zeit) äusserte Trump Hoffnung auf ein Abkommen und Entspannung, drohte aber gleichzeitig wieder mit schweren Konsequenzen. 

In dem Post auf Truth Social heisst es: «Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre Operation Epic Fury ein Ende finden, und die äusserst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Strasse von Hormus für alle offen ist – einschliesslich des Iran. Wenn sie sich nicht darauf einlassen, beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus höheres Ausmass und eine weitaus grössere Intensität erreichen als zuvor», so Trump.

Zuvor mehrten sich Berichte, wonach der Iran und die USA einem Deal näher als je zuvor stehen. Bereits gestern bahnte sich eine Entspannung an. US-Kriegsminister Pete Hegseth gab sich bei einem Medienauftritt ungewöhnlich zurückhaltend, wie du hier nachlesen kannst. 

11:49 Uhr

Einseitiges Dokument: USA und Iran stehen offenbar vor Deal

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es geht um ein einziges Papier. Das Weisse Haus ist zuversichtlich, dass ein Deal mit dem Iran über ein Kriegsende kurz vor dem Abschluss steht. Dies berichtet das US-Magazin «Axios» unter Berufung auf hochrangige Beamte. Demnach soll das Dokument mehrere zentrale Punkte klären. 

Diese sehen wie folgt aus: Der Iran soll sich zu einem Moratorium für die Urananreicherung verpflichten. Die USA sollen sich dafür bereit erklären, ihre Sanktionen aufzuheben und eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freizugeben. Beide Seiten sollen zudem ihre Blockaden in der Strasse von Hormus aufheben. 

Foto: AP

Die USA erwarten laut «Axios» eine Antwort der Iraner innerhalb der nächsten 48 Stunden. Aus Teheran heisst es, das Dokument werde geprüft. 

In der Nacht auf Mittwoch verkündete US-Präsident Donald Trump, sein «Projekt Freiheit», das Tankern die freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus ermöglichen sollte, zu stoppen. Laut dem Bericht stehe diese Entscheidung in direktem Zusammenhang mit dem geplanten Deal. Mein Kollege Gabriel Knupfer beleuchtete die genauen Ausführungen Trumps im Tickereintrag von 03.30 Uhr. 

Gegenüber «Reuters» bestätigte zudem eine pakistanische Quelle diese Entwicklung. 

03:30 Uhr

Trump kündigt «Pause» bei Begleitung von Schiffen an

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

War das laute Kriegsgetöse vom Montag nur ein Sturm im Wasserglas? Am Dienstag kommen ruhigere Töne aus Washington. Nach seinem Aussenminister Marco Rubio meldete sich auch Donald Trump zu Wort.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident, dass das «Project Freedom» auf Bitte Pakistans für kurze Zeit pausiert werde. Gemeint ist damit die militärische Begleitung von Schiffen durch die Strasse von Hormus.

Gleichzeitig bleibe die Blockade der iranischen Schifffahrt «in vollem Umfang in Kraft». Er wolle «abwarten, ob das Abkommen abgeschlossen und unterzeichnet werden kann», so Trump.

Der US-Präsident schrieb erneut von «grossen Fortschritten» bei den Verhandlungen. Bereits zuvor hatte Rubio betont, dass die Operation «Epic Fury» beendet sei (siehe Eintrag von 1:30). 

Auch Trump selbst hatte den Krieg bereits vor einigen Tagen für beendet erklärt. Damals ging es dem US-Präsidenten aber eher darum, den Kongress (das amerikanische Parlament) zu umgehen, wie Kollegin Chiara Schlenz in ihrer Analyse ausführte.

01:30 Uhr

Rubio: «Operation ‹Epic Fury› ist abgeschlossen»

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

Trotz gegenseitigem Beschuss in der Strasse von Hormus stehen die Zeichen im Iran-Krieg auf Deeskalation. Das machte US-Aussenminister Marco Rubio bei seiner Pressekonferenz klar.

Foto: Anadolu via Getty Images

Nun gelte es, die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus zu sichern. Die aktuelle Militäraktion während des Waffenstillstandes sei «defensiv». Dazu muss man wissen: Die USA haben am Montag mehrere iranische Schiffe beschossen. Die Seeblockade der USA sei nötig, um den globalen Handel und die zivile Schifffahrt zu schützen. 

Das Problem: Der Iran hat bereits klargemacht, dass er die Kontrolle über die Seestrasse ausbauen will, wie mein Kollege Mattia Jutzeler im Eintrag um 20:45 Uhr ausgeführt hat. Weitere militärische Zusammenstösse sind deshalb vorprogrammiert. Auch US-Präsident Donald Trump kündigte bereits an, die Bombardierung des Irans «nötigenfalls» wieder aufzunehmen.

05.05.2026, 21:55 Uhr

«Mindestens zehn zivile Seeleute sind bereits ums Leben gekommen»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Aktuell läuft das «Projekt Freiheit» der US-Marine in der Strasse von Hormus. Laut Kriegsminister Pete Hegseth (45) erklärt nun auch Aussenminister Marco Rubio (54) die «grosse Notwendigkeit» dieser Mission.

Foto: AFP

Rubio erklärte bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus, dass die US-Marine den etwa 23'000 zivilen Matrosen zu Hilfe eile, die aktuell im Persischen Golf gestrandet und «dem Tode überlassen» seien. «Sie sind leichte Beute, sie sind isoliert, sie hungern, sie sind schutzlos», führt Rubio weiter aus. «Mindestens zehn zivile Seeleute sind bereits ums Leben gekommen.»

Genauso wie Hegseth am Dienstagmittag betont Rubio, dass es sich bei «Projekt Freiheit» um eine defensive Mission handle. «Es wird nicht geschossen, es sei denn, wir werden zuerst beschossen, okay? Wir greifen sie nicht an.»

Foto: AFP

Bislang sind laut AP-News nur zwei Handelsschiffe bekannt, die von den USA militärisch durch die Strasse von Hormus begleitet wurden. Hunderte weitere würden noch im Persischen Golf festsitzen. Die gestrandeten Matrosen stammen laut Rubio aus rund 87 Ländern.

05.05.2026, 20:45 Uhr

Iran will Kontrolle in der Strasse von Hormus ausbauen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Sowohl der Iran als auch die Vereinigten Staaten behaupten aktuell, die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Die Islamische Republik hat nun ein neues System für Schiffe angekündigt, die die wichtige Handelsroute passieren wollen.

Demnach erhalten alle Schiffe, die durch die Strasse von Hormus fahren wollen, eine E-Mail einer staatlichen iranischen Behörde. In dieser E-Mail werden sie über die neuen Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt informiert. Wenn sie sich an diese neuen Regeln und Vorschriften halten, können die Schiffe bei der Behörde eine Transitgenehmigung einholen. 

Diese neue Initiative wird vom iranischen Staatsfernsehen als «souveränes Regierungssystem» bezeichnet und sei ab sofort in Betrieb, berichtet ​CNN​. Die Islamische Republik wolle so ihre Kontrolle über einen der wichtigsten Engpässe für den Öltransport weltweit sichern.

Foto: AFP

Dem gegenüber steht das «Projekt Freiheit» der US‑Marine. Mit ihren Kriegsschiffen wollen die USA den Handelsschiffen, die aktuell im Persischen Golf festsitzen, militärischen Geleitschutz geben. «Wir wollen den freien Handel beschützen», erklärte Generalstabschef Dan Caine ​bei einer Pressekonferenz am Dienstag​. Die Marine konnte laut Angaben des Zentralkommandos der US-Streitkräfte bereits mehrere Schiffe durch die Meerenge geleiten.

05.05.2026, 17:57 Uhr

Jüngste Angriffe verschärfen Machtkampf in Teheran

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Während sich die Lage in der Strasse von Hormus und dem Persischen Golf verschärft, scheint es innerhalb der iranischen Regierung in Teheran gerade mächtig zu kochen. Präsident Masoud Peseschkian (71) soll sich laut «Iran International» mit den Islamischen Revolutionsgarden IRGC angelegt haben.

Foto: IMAGO/APAimages

Grund für den Zoff seien die jüngsten Angriffe des Irans auf die Vereinigten Arabischen Emirate VAE. Zum ersten Mal seit Beginn des Waffenstillstandes am 8. April feuerte die Islamische Republik am Montag wieder Geschosse auf den Golfstaat ab. Der Angriff sorgte unter anderem für einen Grossbrand im Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira. Laut dem Sender Al Jazeera wurden drei Arbeiter verletzt.

Präsident Peseschkian verurteilt diese Angriffe, durchgeführt von den Revolutionsgarden, wohl aufs Schärfste. Die Spannungen mit den Ländern der Region zu verschärfen, habe er als «Wahnsinn» bezeichnet und vor potenziell irreversiblen Folgen gewarnt. Peseschkian wolle nun den obersten iranischen Führer Modschtaba Chamenei (56) dazu überreden, die Angriffe einzustellen.

Foto: AP

Peseschkians Reaktion auf die Angriffe der Revolutionsgarden offenbart einen giftigen Machtkampf in Teheran, schreibt «Focus» in einer Analyse. Die Radikalen im Mullah-Machtapparat, darunter auch die Revolutionsgarden, würden Verhandlungen über das Atomwaffenprogramm mit den USA ablehnen, während die Pragmatiker fürchteten, dass das Land wegen des Krieges zusammenbreche.

Sollte Peseschkian bereits das Gespräch mit Chamenei gesucht haben, waren seine Argumente bis jetzt wohl wenig überzeugend. Am Dienstagabend mussten die VAE wegen iranischer Raketen nämlich erneut ihre Luftabwehr aktivieren.

05.05.2026, 15:07 Uhr

Waffenstillstand bleibt vorerst bestehen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Am Montag gab es in der Strasse von Hormus viele Anzeichen dafür, dass der Krieg zwischen dem Iran und den USA schon bald wieder heiss wird. Kriegsschiffe der beiden Länder beschossen sich gegenseitig und giftige Drohungen wurden ausgetauscht. Sogar die Vereinigten Arabischen Emirate wurden zum ersten Mal seit Beginn des Waffenstillstandes wieder zum Ziel iranischer Angriffe.

Jetzt beschwichtigt US-Generalstabschef Dan Caine. Zwar habe der Iran die Waffenruhe «mehr als zehnmal» verletzt, dies reiche aber aktuell noch nicht aus, um «umfassende Kampfhandlungen» wiederaufzunehmen. Das erklärte er an einer Pressekonferenz am Dienstag zusammen mit US-Kriegsminister Pete Hegseth. Letzterer betonte erneut, dass die USA mit ihrer maritimen Präsenz in der Strasse von Hormus «den freien Handel schützen» wollen. Meine Kollegin Janine Enderli hat die Pressekonferenz in diesem Artikel live mitverfolgt.

Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Trotz der beschwichtigenden Worte der beiden Verantwortlichen scheinen die USA ihre Militärpräsenz in der Strasse von Hormus weiter auszubauen. Am Dienstagnachmittag gab das Zentralkommando der US-Streitkräfte bekannt, dass der Flugzeugträger USS George H. W. Bush mittlerweile die wichtige Meerenge passiert hat. Er werde die bereits vorhandenen Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten unterstützen.

05.05.2026, 09:01 Uhr

Handelsschiff erfolgreich durch Hormus eskortiert

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Ein mit der Reederei Maersk in Verbindung stehendes Schiff, die Alliance Fairfax, hat die Strasse von Hormus unter dem Schutz des US-Militärs passiert. Dies teilte der Mutterkonzern Maersk in einer Mitteilung mit. 

Das Schiff war eines von zwei unter US-Flagge fahrenden Handelsschiffen, welche die Durchfahrt vollzogen.

Ein Schiff der Reederei Maersk im Panamakanal.
Foto: AFP

«Der Transit verlief ohne Zwischenfälle und alle Besatzungsmitglieder sind gesund und munter», teilte Maersk weiter mit. Den Angaben zufolge gehört die Alliance Fairfax zur US-Reederei Farrell Lines, einer Maersk-Tochter. Das Schiff habe seit Beginn des Iran-Kriegs «wegen Sicherheitsbedenken» im Persischen Golf festgesessen.

Ein Schicksal, das viele Seeleute gemeinsam haben. Einige sitzen bereits seit 66 Tagen im Persischen Golf fest, wie wir im Tickereintrag von 07.55 Uhr beleuchtet haben. 

05.05.2026, 08:04 Uhr

«‹Projekt Freiheit› ist ‹Projekt Sackgasse›»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es ist ein ständiges Tauziehen, das von gegenseitigen Drohungen geprägt ist: Der Iran warnte die USA in der Nacht auf Dienstag davor, die blockierte Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. 

«‹Projekt Freiheit› ist ‹Projekt Sackgasse›», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X. 

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Trump hatte angekündigt, gestrandete Tanker durch die Strasse von Hormus eskortieren zu wollen. Die Iraner warnten vor Tätigkeiten der USA in der Wasserstrasse. 

Anfang Woche verschärften sich die Spannungen im Persischen Golf wieder stark. Die Emirate meldeten erstmals seit Wochen wieder Drohnenangriffe auf ihr Land. Während des Iran-Kriegs kam es täglich zu Angriffen auf die Golfstaaten. In diesem Artikel erfährst du wie die Raketenabwehr in diesen Ländern funktioniert. 

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