Ende des Tickers
Die Hondius nimmt nun Kurs auf die Niederlande, wo die verbliebenen 32 Crewmitglieder von Bord gehen werden. Passagiere in blauen Schutzanzügen begannen am Sonntag, das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff zu verlassen, um den kleinen Industriehafen Granadilla auf Teneriffa zu erreichen. Von dort aus ging es zurück in die entsprechenden Heimatländer.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Personen, die in Kontakt mit dem Virus gestanden haben könnten, eine 42-tägige Quarantäne – einschliesslich täglicher Kontrollen auf Symptome wie Fieber.
An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Evakuierung auf Teneriffa. Über alle laufenden Entwicklungen zum Hantavirus-Ausbruch halten wir dich auf «Blick» auf dem Laufenden.
Evakuierung abgeschlossen: Letzten Passagiere reisen Richtung Niederlande weiter
Die letzten 22 Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius am Montag mit nur einem Flugzeug in die Niederlande ausgeflogen. Ein ursprünglich geplanter Rückführungsflug nach Australien wurde kurzfristig gestrichen. Grund dafür seien Verzögerungen bei der erwarteten Ankunft der Maschine auf den Kanarischen Inseln gewesen, wie «24heures» berichtet.
Die spanische Gesundheitsministerin Monica Garcia erklärte an einer Medienkonferenz, dass sich derzeit noch 54 Personen an Bord befinden. Davon würden 22 das Schiff verlassen, während 32 Crewmitglieder an Bord bleiben. Anschliessend soll die Hondius Kurs auf die Niederlande nehmen, wo das Schiff registriert ist.
Laut Garcia soll das Kreuzfahrtschiff den Hafen von Granadilla planmässig gegen 20 Uhr verlassen. Die Evakuierung der verbleibenden Passagiere müsse deshalb vorher abgeschlossen werden. Die Überfahrt in die Niederlande werde mehrere Tage dauern.
Die Ministerin verteidigte zudem das Vorgehen der spanischen Behörden nach Kritik an den Gesundheitskontrollen. Hintergrund sind zwei positiv getestete Personen unter den bereits am Sonntag ausgeflogenen Passagieren – eine Französin und ein US-Amerikaner.
Garcia betonte, sämtliche Sicherheitsmassnahmen seien eingehalten worden. Die betroffenen Personen seien von Anfang an als Kontaktfälle behandelt worden. Die Gesundheitsbehörden würden zudem jeden einzelnen Kontakt umfassend nachverfolgen und überwachen.
Evakuierung der Hondius geht Montagnachmittag weiter
Insgesamt 94 Passagiere und Crewmitglieder wurden bereits ausgeflogen. Die Betroffenen aus 19 verschiedenen Ländern verliessen die Kanareninsel am Sonntag mit insgesamt acht Sondermaschinen. Das bestätigte die spanische Gesundheitsministerin Monica Garcia am Sonntagabend.
Die Evakuierung geht am Montag weiter: Am Nachmittag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien auf Teneriffa landen. Geplant ist, damit nochmals 18 beziehungsweise sechs Personen auszufliegen.
Schon 46 Passagiere haben das Schiff verlassen
Bis jetzt haben 46 Personen das mit dem Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff MV Hondius verlassen, berichtet CNN unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Laut Diana Rojas Alvarez, Leiterin der Gesundheitsoperationen der WHO, soll die Evakuierung bis Montagabend abgeschlossen sein. Der Ausschiffungsprozess, der am Sonntag in Teneriffa begann, wird am Montag früh fortgesetzt.
Passagiere aus Spanien, Frankreich, Kanada und den Niederlanden wurden bereits evakuiert. Insgesamt befanden sich 146 Personen an Bord des Schiffes, als es Teneriffa erreichte. Nach Abschluss der Evakuierung wird die MV Hondius mit einer 30-köpfigen Besatzung und einem Ärzteteam in ihren Heimathafen in den Niederlanden zurückkehren.
Erster Evakuierungsflug auf dem Weg nach Madrid
Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet, ist das Militärflugzeug mit den 14 spanischen Passagieren des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius bereits gestartet. Ziel ist nun Madrid, wo die Passagiere im Spital Gomez Ulla in Quarantäne sollen. Vor Betreten des Flugzeugs wurden die Passagiere desinfiziert und erhielten neue Schutzkleidung.
Erste Passagiere am Flughafen eingetroffen
Mittlerweile sind die ersten evakuierten Passagiere der MV Hondius am Flughafen Teneriffa Süd angekommen. Alle Personen vor Ort tragen Schutzanzüge.
Zuvor wurden sie von der spanischen Guardia Civil zum Flughafen eskortiert:
Jetzt sind die Franzosen dran
Das spanische Gesundheitsministerium gibt am Sonntagmittag plötzlich eine Änderung der Evakuierungsreihenfolge bekannt. Nach den spanischen Staatsangehörigen werden derzeit die fünf französischen Passagiere von der MV Hondius evakuiert. Anschliessend sollen laut «El Pais» die Kanadier folgen. Die Änderung ist auf eine kurzfristige Änderung bei der Ankunftszeit der Rückführungsflüge zurückzuführen, schreibt die spanische Zeitung.
Youtuber verliess MV Hondius – und feierte auf Hochzeit
«Mir geht es gut», meldet der Youtuber Ruhi Cenet (35) am Samstag auf Instagram, wo ihm rund 1,3 Millionen Menschen folgen. Der Influencer ging am 1. April in Argentinien an Bord des Hantavirus-Schiffs MV Hondius. Am 24. April ging er in St. Helena wieder von Bord. Anschliessend wohnte er in Istanbul einer grossen Hochzeit bei.
Heute macht die MV Hondius weltweit als Seuchenschiff Schlagzeilen. Mehrere Menschen infizierten sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs, es gibt drei Tote.
Laut dem US-Portal TMZ wird Cenet mit Hassnachrichten überschwemmt. Cenet verteidigt sich in einem Social-Media-Post: Er sei nur an die Hochzeit gegangen, weil die WHO zu dem Zeitpunkt noch keine Warnung herausgegeben habe. «Seit dem Moment, als die Information geteilt wurde, befinde ich mich für alle Fälle in Quarantäne. Ich zeige immer noch keinerlei Symptome», erklärt der Türke. Seine Follower nehmen ihn in den Kommentaren in Schutz. Tenor: Er wusste es nicht besser. In der Türkei haben die Behörden bislang keinen Super-Spreader-Event verzeichnet. Cenet gibt an, sich schon an Bord selbst isoliert zu haben.
Gesundheitsministerin spricht von «Erfolg»
Die spanische Gesundheitsministerin Monica Garcia bewertet die Evakuierungsaktion bisher als «Erfolg», berichtet «El Mundo». Sie erklärte, dass die ersten Personen, die von Bord gehen, 14 spanische Staatsangehörige und ein Arzt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien.
Die Spanier werden demnächst per Flugzeug nach Madrid ins Spital Gomez Ulla gebracht. Ein zweites von den Niederlanden gechartertes Flugzeug soll später Passagiere aus Deutschland, Belgien, Griechenland und anderen Ländern nach Hause befördern.
Spanier gehören zu den Ersten
Sechs spanische Staatsangehörige sitzen bereits in dem ersten Bus, der sie zum Flughafen Teneriffa Süd bringen wird, berichtet die spanische Tageszeitung «El Mundo». Sie tragen blaue Overalls und Masken. Acht weitere sollen gleich in einen zweiten Bus einsteigen.