So wurde am Donnerstag um das Leben des Wals gekämpft
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Nach Strandung am Donnerstag:So wurde um das Leben des Wals gekämpft

Nach Befreiungs-Schwumm
«Der Wal sitzt wieder auf» – Timmy erneut in Wismarer Bucht

Es ist zum Verzweifeln. Berichten zufolge ist der Buckelwal, der bereits dreimal auf einer Sandbank gestrandet ist, wieder aufgetaucht. Erst gestern Nacht war er davon geschwommen.
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Das Drama um den Buckelwal in der Ostsee geht weiter.
Foto: KEYSTONE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Buckelwal sitzt erneut in der Kirchsee-Bucht bei Wismar fest
  • Minister und Experten planen vorsichtiges Vorgehen, mögliche Sterbehilfe diskutiert
  • Erste Strandung des Wals war am 22. März in Lübecker Bucht
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Angela RosserJournalistin News

Da ist er wieder und das Drama um den Ostsee-Wal geht weiter. Wie Berichte zeigen, soll der Buckelwal aus der Ostsee am Dienstagmorgen wieder gesichtet worden sein. Ausgerechnet in der Wismarer Bucht, wo er das zweite und dritte Mal gestrandet war.

Noch in der Nacht auf Montag berichteten zahlreiche Medien und auch Blick, dass sich der Meeressäuger selber aus seiner misslichen Lage befreit hatte. Kurz vor Mitternacht teilten die Rettungskräfte mit, dass der Wal, anscheinend Kurs aufs offene Meer genommen habe. Am Dienstagmorgen schwamm er aber bereits wieder in der Buch hin und her.

Wal sitzt wieder fest

Am Nachmittag dann erneut die Nachricht: «Der Wal sitzt wieder auf», teilt die Wasserschutzpolizei am Nachmittag in einer Pressekonferenz mit. Grund dafür sei, dass «er sich nicht an seine Route gehalten» habe und in den Kirchsee, die Bucht vor Kirchdorf, eingeschwommen sei. . «Das ist nicht schön von ihm», sagt die Polizei weiter. 

Immerhin habe man mit den Schlauchbooten verhindern können, dass er zu tief in den Kanal einschwimme. Der Wal sitze aktuell auf, jedoch sei das Wasser dort noch tief genug, dass er sich wohl von selber sollte losschwimmen können, so die Experten.

Minister Till Backhaus versichert, dass man sich auch des Problems des Geisternetzes bewusst sei und auch in Kontakt mit Meeresbiologe Robert Marc Lehmann stehe. Dieser unterstütze das geplante Vorgehen und das sorgsame Abwägen zwischen Ruhe und dem Begleiten des Wals. 

Erste Strandung

Das erste Mal strandete der Buckelwal am 22. März in der Lübecker Bucht auf einer Sandbank. Nach mehreren Rettungsaktionen und zuhilfenahme von Baggern und Meeresbiologen befreite sich der Meeres-Riese am 28. März eigenständig und schwamm davon.

Nur einen Tag später strandete er aber erneut, statt in den Atlantik zu schwimmen. Diesmal nur etwas weiter in der Wismarer Bucht, wo das Drama weiterging. Er schaffte es kurzfristig ins Wasser, bevor er ein drittes Mal feststeckte. 

Laut Berichten haben diese Ereignisse den Gesundheitszustand des Tieres erheblich beeinträchtigt. Besonders die langen Stunden auf der Sandbank und die stressigen Rettungsversuche setzten dem Wal stark zu. 

Erholung beobachtet

Experten des Deutschen Meeresmuseums und verschiedener Naturschutzorganisationen beobachteten jedoch am Montag eine leichte Erholung des Wals. «Die Ruhe, die wir dem Tier haben angedeihen lassen, hat offensichtlich gewirkt. Der Zustand des Wals ist besser als am Morgen und besser als gestern», hiess es von Fachleuten. 

Die Gefahr einer erneuten Strandung ist nicht gebannt, und die Möglichkeit, dem Tier im schlimmsten Fall Sterbehilfe zu leisten, wird von den Behörden in Betracht gezogen. Bereits am Montagabend stand diese drastische Massnahme zur Diskussion.

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