Darum gehts
- Ein 11-jähriger Junge wurde in Rennes tot aufgefunden, Mordermittlungen laufen
- Zwei Jugendliche festgenommen; sie wollten angeblich Fischereimaterial zurückholen
- Obduktion: Tod durch Strangulation, Tatort mit fehlendem Angelzubehör entdeckt
In der nordfranzösischen Stadt Rennes ist am Ufer des Flusses Vilaine die Leiche eines 11-jährigen Jungen gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hat Mordermittlungen eingeleitet. Wie «24 heures» berichtet, wurde das Opfer inzwischen als Théo identifiziert. Die Obduktion bestätigte, dass der Tod durch Strangulation verursacht wurde.
Der Körper des Jungen wurde am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr in einem bewaldeten Gebiet nahe dem Stadtzentrum entdeckt. Laut Ermittlern lag eine fest um den Hals gewickelte Badetuch-Schnur um den Hals des Kindes, wie bereits zuvor berichtet worden war. Ein Anwohnerpaar hatte zuvor die Polizei alarmiert, nachdem es Kinderschreie gehört hatte.
Zwei Jugendliche in Haft – Motiv wird konkretisiert
Im Rahmen der Ermittlungen wurden ein 16-jähriger Jugendlicher sowie ein 15-jähriges Mädchen festgenommen. Die Untersuchungshaft wurde verlängert, die beiden sollen laut Staatsanwaltschaft am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden im Hinblick auf eine mögliche Anklage wegen «Mordes an einem Minderjährigen», so das Newsportal.
Nach Angaben der Ermittler geben die beiden Beschuldigten an, sie hätten sich an Théo «rächen» wollen und zudem das Ziel gehabt, Fischereimaterial zurückzuholen, dessen Wert nur wenige Dutzend Euro betragen habe, heisst es weiter.
Ablauf des Geschehens laut Ermittlungsstand
Théo soll sich am Nachmittag mit den beiden Jugendlichen an den Ufern der Vilaine zum Fischen getroffen haben. Bereits am Vortag hätten sie gemeinsam geangelt und sich für ein erneutes Treffen verabredet. Laut Staatsanwaltschaft wurden die beiden Jugendlichen später beim Weglaufen vom Tatort gesehen. Am Tatort wurden keine Angelutensilien mehr gefunden.
Bei den anschliessenden Hausdurchsuchungen entdeckte die Polizei das vermisste Fischereimaterial sowie persönliche Gegenstände des Opfers in den Wohnungen der Verdächtigen.
Die beiden Jugendlichen sollen laut Ermittlern keine Vorstrafen haben und die gleiche Schule besuchen. Zudem seien ihre Aussagen teilweise widersprüchlich. Die Ermittlungen dauern an.
Das Alter des toten Jungen wurde geändert. Zu Beginn hatte die französische Staatsanwaltschaft von einem 12-Jährigen gesprochen und das Alter später korrigiert.