Hier brennen Häuser von Migranten
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Hass-Jagd in Belfast:Wütender Mob setzt Häuser von Migranten in Brand

Nach brutaler Messerattacke
Gewalttätige Proteste gegen Migranten in Belfast

Eine brutale Messerattacke in Belfast löste am Dienstagabend schwere Ausschreitungen aus. Hunderte protestierten gegen Immigration, zündeten Häuser und Fahrzeuge an. Ein 30-jähriger Sudanese wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.
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Der Messerangriff erschüttert ganz Grossbritannien. Ein Sudanese sticht auf einen Mann ein.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwere Krawalle nach Messerattacke in Belfast: Häuser und Fahrzeuge brennen
  • 300 Protestierende, darunter 100 Maskierte, greifen Polizei und Migranten an
  • Opfer schwer verletzt: Schnittwunden im Gesicht, Rücken und Augen

Nach einer brutalen Messerattacke in Belfast ist es am Dienstagabend in mehreren Stadtteilen der nordirischen Hauptstadt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hunderte Menschen beteiligten sich an Protesten gegen Immigration, bei denen Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden. Auslöser war ein Angriff vom Montagabend, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde.

In den sozialen Medien verbreitet sich derzeit ein Video der Tat. Zu sehen ist ein Mann, der auf eine bereits am Boden liegende Person einsticht. Mehrere Augenzeugen beschrieben den Vorfall gegenüber britischen Medien als «Enthauptungsversuch». Auf dem Video ist ein Passant zu hören, der ruft: «Er versucht, ihm den Kopf abzuschneiden.» Der Vorfall ereignete sich am Montagabend.

Passanten greifen ein

Wenig später griffen mehrere Umstehende ein. Sie überwältigten den mutmasslichen Täter und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Wie im Video zu sehen ist, sass der Angreifer auf seinem Opfer und hielt ihm eine Messerklinge an den Hals. Mutige Passanten hätten eingegriffen und den Mann so möglicherweise vor noch schwereren Verletzungen bewahrt.

Einer davon ist Matt McKiernan. Der 32-jährige Ire wird derzeit als «Nationalheld» gefeiert. McKiernan griff am Montagabend während der blutigen Messerattacke beherzt ein und stoppte den mutmasslichen Täter mit einem Holzschläger.

Die Polizei nahm einen 30-jährigen Mann aus dem Sudan wegen des Verdachts auf versuchten Mord fest. Am Dienstag wurde Anklage gegen ihn erhoben.

Schon jetzt ist laut Sky News klar: Das Opfer wird von der Attacke sein Leben lang gezeichnet bleiben. Demnach verlor der Mann sein linkes Auge. Der mutmassliche Täter schweigt unterdessen zu den Geschehnissen. 

Migranten werden gezielt gejagt

Am Dienstagabend kam es in mehreren Stadtteilen Belfasts zu teils gewalttätigen Protesten gegen Immigration. Gegen 21 Uhr (Schweizer Zeit) versammelten sich rund 300 Menschen, viele von ihnen dunkel gekleidet, auf der Shankill Road. Laut mehreren Berichten wurden Fensterscheiben eingeschlagen und Häuser mit Ziegelsteinen beworfen. Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus.

Wie die BBC berichtet, zogen im Osten der Stadt zudem rund 100 maskierte Männer durch die Strassen, um «Ausländer hinauszujagen». Ein Pastor sagte dem Sender, Menschen seien aus ihren Häusern vertrieben worden, «weil sie schwarz sind». Dem Bericht zufolge errichteten die Randalierer sogar Kontrollpunkte, um Autos nach Asylbewerbern zu durchsuchen.

Videos in den sozialen Medien zeigen, wie Häuser, in denen mutmasslich Migranten leben, brennen. Rettungskräfte müssen die Bewohner in Sicherheit bringen. Die Situation in der nordirischen Hauptstadt scheinen ausser Kontrolle zu geraten.

Kleinkinder wurden in Sicherheit gebracht

Laut «Bild» wurden bei den Unruhen mindestens drei Häuser und ein Supermarkt in Brand gesetzt. Aufnahmen von Sky News zeigten demnach, wie Kleinkinder aus benachbarten Gebäuden in Sicherheit gebracht wurden, während die Flammen loderten. Auch Unterkünfte von Migranten sollen betroffen gewesen sein. Ein Bus auf der Newtownards Road brannte vollständig aus. Der nordirische Verkehrsbetrieb Translink stellte daraufhin sämtliche Verbindungen von und nach Belfast ein.

Zu den schwersten Ausschreitungen kam es laut «Bild» an der Crumlin Road im Norden der Stadt sowie rund um die Lower Newtownards Road im Osten. Dort wurden Polizeifahrzeuge angegriffen sowie Ziegelsteine und andere Wurfgeschosse auf Einsatzkräfte geschleudert.

Opfer in ernstem Zustand

Das Opfer der Messerattacke, ein Mann in seinen Vierzigern, befindet sich weiterhin in ernstem Zustand im Spital. Nach Angaben der Polizei erlitt er schwere Schnittverletzungen im Gesicht und am Rücken sowie Verletzungen an den Augen.

Wie Opfer und mutmasslicher Täter aufeinandertrafen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei erklärte zudem, der Verdächtige sei aus Dublin nach Nordirland gekommen und habe über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügt.

Starmer spricht von «abscheulicher Tat»

Mittlerweile hat sich auch der britische Premierminister Keir Starmer (63) zu Wort gemeldet. Er sprach von einer «abscheulichen Tat».

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Scharfe Kritik an den Ausschreitungen kam auch von Michelle O’Neill. Wie «Bild» berichtet, verurteilte sie das Vorgehen der Randalierer als «reines Rowdytum» und «widerliche Feigheit». Der Sinn-Féin-Abgeordnete John Finucane erklärte, die Messerattacke habe zwar Entsetzen ausgelöst. Die anschliessenden Angriffe auf Wohnhäuser, brennende Fahrzeuge und die Verwüstung ganzer Strassenzüge seien jedoch «beschämend».

Die Hintergründe der Attacke sind noch unklar. Die Polizei erklärte, dass der Mann aus Dublin nach Nordirland kam und über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügte.

Blick hat sich entschieden, das Video aufgrund seines äusserst brutalen Inhalts nicht zu zeigen.

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