Darum gehts
- Donald Trump bestätigt den Tod Ali Chameneis
- Chameneis Amtssitz wurde am Samstagmorgen durch Bombardierung zerstört
- Über 7000 Menschen starben bei Protesten im Iran im Januar 2026
Nach Stunden der Spekulation die Gewissheit: Auf seiner Plattform Truth Social bestätigte Donald Trump (79) den Tod des iranischen Machthabers Ali Chamenei (†86). «Einer der bösesten Menschen der Geschichte» sei tot, schrieb der US-Präsident.
Dies sei die grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern. Trump kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region einkehre. In der Nacht auf Sonntag bestätigten auch die iranischen Staatsmedien den Tod des langjährigen Herrschers. Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an.
Spontaner Jubel in Teheran
Zuvor war bereits nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören.
Bei den Angriffen am Samstagmorgen wurde auch der Amtssitz Chameneis bombardiert. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als «Beyt» bekannten Bereichs. Es war jedoch zunächst unklar, ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufgehalten hatte.
Folgen für die islamische Republik
Sein Tod könnte nun Folgen für das politische System der islamischen Republik haben. «Damit wäre erstmal die zentrale Figur, auf die alles zusammenläuft, ausgeschaltet», sagte der Professor für Islamwissenschaften, Simon Wolfgang Fuchs, von der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur.
Allerdings habe Chamenei angeordnet, für alle führenden Positionen im Staat mindestens vier Stellvertreter zu ernennen. Das gelte auch für sein eigenes Amt.
Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Iranische Staatsmedien berichteten am Sonntag, bei dem Bombenangriff auf sein Haus seien auch die Tochter, ein Enkelkind, die Schwiegertochter und der Schwiegersohn des Obersten Führers getötet worden. In den vergangenen Jahren war immer wieder sein Sohn Modschtaba (56) als möglicher Nachfolger genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Zu seinem Zustand war zunächst nichts bekannt.
Trump sagte in einem Interview mit CBS News, dass er wisse, wer im Iran aktuell das Sagen hat. «Ich weiss genau, wer, aber ich kann es Ihnen nicht sagen», sagte er auf eine entsprechende Frage.
7000 Menschen bei Protesten getötet
Chamenei war als «Oberster Führer» seit 1989 das religiöse und politische Oberhaupt des Iran. Er war der Nachfolger von Ruhollah Chomeini (1902–1989), der nach dem Sturz des Schahs die Islamische Republik gründete.
Als Oberster Führer war Chamenei für die grobe Ausrichtung der Politik des Landes verantwortlich. Die Tagespolitik überliess er hingegen jeweils weitgehend dem Präsidenten.
Nach innen regierte er mit harter Hand. Proteste gegen das islamische Herrschaftssystem liess der Machthaber wiederholt blutig niedergeschlagen. Bei den Massenprotesten im Januar wurden nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet. Einer der Protestrufe galt Chamenei: «Tod dem Diktator».