Trotz massiven Drucks
Britischer Premier Starmer hält an Amt fest

Trotz massiver Rücktrittsforderungen bleibt Keir Starmer im Amt. Nach einer Kabinettssitzung in London stellten sich mehrere Minister hinter den Premier. Der Labour-Chef geriet nach Wahlschlappen und parteiinternem Druck in Bedrängnis.
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Keir Starmer verliert zunehmend den Rückhalt seiner Partei – trotzdem hält an seinem Amt fest.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Keir Starmer bleibt trotz Rücktrittsforderungen Premierminister, Labour-Kabinett unterstützt ihn öffentlich
  • 80 Parlamentarier fordern Rücktritt, auch Innen- und Aussenministerinnen rieten dazu
  • Labour verlor stark bei Wahlen, Gewinne für Rechtspopulisten, fünf Rücktritte im Team

Der britische Premierminister Keir Starmer (63) will trotz massiver Rücktrittsforderungen im Amt bleiben. Nach einer wegweisenden Kabinettssitzung in London scheint sich der Labour-Politiker vorerst gegen parteiinterne Gegner durchzusetzen. Das berichten britische Medien übereinstimmend.

Niemand am Kabinettstisch habe Starmer herausgefordert, sagte Arbeitsminister Pat McFadden (61) nach dem Treffen. Mehrere Minister stellten sich anschliessend demonstrativ hinter den Premier. Wirtschaftsminister Peter Kyle (55) lobte dessen «standhafte» Führungsstärke und sprach von einer «sehr zielgerichteten» Sitzung. Technologieministerin Liz Kendall (54) erklärte, Starmer habe ihre «volle Unterstützung».

Rund 80 Parlamentarier gegen Starmer

In den vergangenen Tagen war der britische Regierungschef massiv unter Druck geraten. Britische Medien berichteten übereinstimmend, dass mehrere Kabinettsmitglieder und zahlreiche Labour-Abgeordnete seinen Rücktritt gefordert hätten. Insgesamt sollen sich rund 80 Parlamentarier gegen Starmer gestellt haben.

Besonders brisant: In der Nacht auf Dienstag sollen ihm laut britischen Medien sogar Innenministerin Shabana Mahmood (45) und Aussenministerin Yvette Cooper (57) zu einem geregelten und zeitnahen Rücktritt geraten haben.

Pleite bei Kommunalwahlen

Auslöser der parteiinternen Revolte war das schlechte Abschneiden der Labour-Partei bei den Regional- und Kommunalwahlen. Die Partei verlor dabei massiv an Unterstützung und musste vor allem Gewinne der Rechtspopulisten hinnehmen.

Ein Verbündeter Starmers hatte laut «Daily Mail» zwischenzeitlich sogar angedeutet, dass der Premier kurz davor stehen könnte, einen Zeitplan für seinen Rücktritt festzulegen. Finanzstaatssekretär Darren Jones wollte auf Nachfrage nicht bestätigen, dass Starmer die Labour-Partei in die nächste Wahl führen werde.

Zudem sollen inzwischen fünf Ministerialmitarbeiter ihre Ämter niedergelegt haben. Zu ihnen gehört laut «Daily Mail» auch Joe Morris, ein Berater von Gesundheitsminister Wes Streeting (43). Streeting gilt innerhalb der Partei seit längerem als möglicher Nachfolger Starmers.

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